20 Meter durch Luft geschleudert – Fahrer haut ab
Rentner (†67) bei Türkei-Autokorso in Berlin totgefahren

Schlimmer Unfall am Rande vom EM-Feierlichkeiten in Berlin: Während eines Autokorsos von türkischen Fans wurde ein älterer Mann von einem Auto erfasst. Er war sofort tot. Der Fahrer flüchtete zunächst.
Publiziert: 27.06.2024 um 14:44 Uhr
|
Aktualisiert: 27.06.2024 um 16:21 Uhr
1/2
Die Scheibe des AMG-Boliden ist eingedrückt, neben dem Hinterrad liegt noch ein Schuh.
RMS_Portrait_AUTOR_332.JPG
Janine EnderliRedaktorin News

Während am Mittwochabend Hunderte türkische Fans den Sieg ihrer Nationalmannschaft über Tschechien feierten, kämpfte ein Mann (†67) um sein Überleben. Während eines Autokorsos der türkischen Fans wurde er von einem Auto erfasst und rund 20 Meter in die Luft geschleudert. 

Nach «Bild»-Informationen kam es gegen 23.20 Uhr zum Crash. Ein Mercedes-AMG bretterte über die Strassen und erfasste den älteren Mann dann auf dem Fussgängerstreifen, schreibt die Zeitung. Der Mann knallte zwischen geparkten Autos am Strassenrand auf den Boden. Aufnahmen einer Auto-Dashcam zeichneten den Vorfall offenbar auf. 

Der Fahrer (26) war nach bisherigen Erkenntnissen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs und überholte Fahrzeuge, die auf dem rechten Fahrstreifen langsamer unterwegs waren. Als der Fussgänger den Boliden auf sich zu donnern sah, habe er offenbar noch versucht wegzurennen. Ohne Erfolg. Der Mann wurde voll erfasst.

Opfer lag blutüberströmt auf dem Boden

Unfassbar: Der Mercedes war so schnell, dass er direkt unter dem Mann durchfuhr, während dieser durch die Luft geschleudert wurde, so «Bild» weiter. Im Anschluss seien die Insassen des Autos aus dem Wagen gestiegen und mit einem anderen Fahrzeug davon gefahren. Das Opfer lag blutüberströmt auf dem Asphalt, konnte nicht mehr gerettet werden. 

Der Fahrer stellte sich rund eine Stunde nach dem Unfall der Polizei. Die Polizei prüfe derzeit, ob der Wagen vorher an dem Korso teilgenommen hatte. Dies sei noch nicht sicher, obwohl türkische Fahnen entdeckt worden seien, so eine Polizeisprecherin gegenüber «Bild». «Das Ganze könnte sich zu einer Mordermittlung entwickeln, schliesslich wurden solche PS-starken Fahrzeuge nach schlimmen Unfällen als Waffe eingestuft», zitiert die Zeitung einen Ermittler. Spezialisten des Landeskriminalamtes Berlin befassen sich nun mit dem Fall. Für den Fahrer gilt die Unschuldsvermutung. 


Werbung
Fehler gefunden? Jetzt melden