20240717112521206.jpg
1:34
Sterbehilfe per Knopfdruck:«Ich kann versprechen, dass der Sarco benutzt wird»

Neue Schweizer Sterbehilfe-Organisation stellt Todeskapsel vor
«Sarco wurde noch nicht an Tieren oder Menschen getestet»

Eine neue Sterbehilfeorganisation namens The Last Resort stellt die Todeskapsel «Sarco» offiziell in Zürich vor.
Kommentieren
1/6
Die Todeskapsel «Sarco» soll ab sofort in der Schweiz zum Einsatz kommen – oder doch nicht? Von Behördenseite kommt Gegenwind.
Foto: imago images/Cover-Images
Portrait von Jean-Claude Raemy
Jean-Claude RaemyRedaktor Wirtschaft

Die Todeskapsel «Sarco» ist da. Die neue Schweizer Sterbehilfe-Organisation The Last Resort hat diese heute in Zürich im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert – mit dem Ziel, «Klarheit» schaffen und «Falschinformationen» auszuräumen.

Hinter The Last Resort stehen der deutsche Wissenschaftler Florian Willet (47), der früher als Sprecher der Sterbehilfeorganisation Dignitas fungierte, sowie die australische Rechtsanwältin Fiona Stewart (58) von Exit International. Deren Gründer Philip Nitschke (76) ist bei der Präsentation nicht zugegen. Er geht sogar auf Distanz: Er spiele bei The Last Resort keine Rolle und sei nur als «technischer Berater» aktiv, heisst es auf der Website der Organisation.

Medienkonferenz wurde verschoben

Die Medienkonferenz war ursprünglich am Dienstag angesetzt und wurde kurzfristig verschoben. Hat das mit dem kurzfristigen, präventiven Nutzungsverbot im Wallis, ausgesprochen durch den Kantonsarzt, zu tun? Auch die Staatsanwaltschaft Schaffhausen drohte mit einem Verbot und weiteren rechtlichen Massnahmen.

Optisch erinnert der Sarco an Tiefschlafkapseln aus Science-Fiction-Filmen. Der «Euthanasie-Pod» wird im 3D-Drucker hergestellt und lässt sich leicht transportieren. So sind sterbewillige Personen dazu in der Lage, ihren Todesort frei zu wählen.

Was The Last Resort dazu erklärt, gleich im Liveticker.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen