Die Todeskapsel «Sarco» ist da. Die neue Schweizer Sterbehilfe-Organisation The Last Resort hat diese heute in Zürich im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert – mit dem Ziel, «Klarheit» schaffen und «Falschinformationen» auszuräumen.
Hinter The Last Resort stehen der deutsche Wissenschaftler Florian Willet (47), der früher als Sprecher der Sterbehilfeorganisation Dignitas fungierte, sowie die australische Rechtsanwältin Fiona Stewart (58) von Exit International. Deren Gründer Philip Nitschke (76) ist bei der Präsentation nicht zugegen. Er geht sogar auf Distanz: Er spiele bei The Last Resort keine Rolle und sei nur als «technischer Berater» aktiv, heisst es auf der Website der Organisation.
Medienkonferenz wurde verschoben
Die Medienkonferenz war ursprünglich am Dienstag angesetzt und wurde kurzfristig verschoben. Hat das mit dem kurzfristigen, präventiven Nutzungsverbot im Wallis, ausgesprochen durch den Kantonsarzt, zu tun? Auch die Staatsanwaltschaft Schaffhausen drohte mit einem Verbot und weiteren rechtlichen Massnahmen.
Optisch erinnert der Sarco an Tiefschlafkapseln aus Science-Fiction-Filmen. Der «Euthanasie-Pod» wird im 3D-Drucker hergestellt und lässt sich leicht transportieren. So sind sterbewillige Personen dazu in der Lage, ihren Todesort frei zu wählen.
Was The Last Resort dazu erklärt, gleich im Liveticker.