Wegen Trump-Zöllen unter Druck geraten
40 Stellen betroffen – Bernina will Produktion nach Thailand verlagern

Der Nähmaschinenhersteller Bernina aus dem Thurgau steht unter grossem wirtschaftlichen Druck. Deshalb prüft der Konzern mit weltweit 1246 Angestellten, die Produktion nach Thailand zu verlagern. Es könnten bis zu 40 Stellen betroffen sein.
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Knall bei Bernina: Der Nähmaschinenhersteller prüft derzeit eine Produktionsverlagerung nach Thailand.
Foto: Bernina

Darum gehts

  • Bernina prüft Produktionsverlagerung von Steckborn TG nach Thailand
  • Bis zu 40 Stellen durch Umzug betroffen, Profitabilität soll gesichert werden
  • 334 Personen arbeiten am Bernina-Hauptsitz in Steckborn TG
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Der Zollhammer von US-Präsident Donald Trump (79) macht Schweizer Firmen weiterhin zu schaffen. Das bekommt nun auch der Nähmaschinen-Hersteller Bernina International AG mit Sitz in Steckborn TG zu spüren. Der Konzern will die Produktion in das eigene Werk in Thailand verlagern.

Darüber wurden die Mitarbeitenden heute Montag informiert. Bis am 11. Februar laufe ein Konsultationsverfahren, teilt das Unternehmen in einer Mitteilung mit.

Bernina sei 2025 unter starken wirtschaftlichen Druck geraten, heisst es weiter. Die Bernina Textilgruppe erwirtschafte fast drei Viertel ihres Umsatzes in den USA, davon rund 70 Prozent im Kerngeschäft mit Näh- und Strickmaschinen.

«Maximal 40 Personen betroffen»

Die Entwicklung des Dollar-Franken-Kurses sowie die aktuelle Wirtschaftslage in den USA stelle das Unternehmen jetzt vor enorme Herausforderungen. 2026 werde mit weiteren geschäftlichen Risiken gerechnet. In den USA müssten «signifikante Preiserhöhungen» durchgesetzt werden. Deren Einfluss auf die Nachfrage sei schwer abzuschätzen.

Am Hauptsitz in Steckborn TG sind derzeit 334 Personen bei Bernina tätig. Weltweit werden 1246 Angestellte gezählt. Eine Verlagerung der Fertigung vom Betrieb im Thurgau nach Thailand würde maximal 40 Personen betreffen, die aktuell mit der Nähmaschinenmontage sowie der mechanischen Fertigung beschäftigt sind. Das Unternehmen könnte mit der Massnahme seine Profitabilität stützen, heisst es in der Mitteilung.

In Steckborn sollen der Prototypenbau sowie das Logistikzentrum für Zubehör und Ersatzteile bleiben. Das Werk in Thailand wurde 1990 gegründet. Es befindet sich im Besitz der Bernina-Textilgruppe und steht unter Schweizer Leitung.

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