In Deutschland ist seit zwei Jahren der Verkauf von Feuerwerkskörpern verboten. Trotzdem wird es an Neujahr bei unseren Nachbarn knallen. Denn die Deutschen decken sich trotz Verbot fleissig mit Feuerwerken ein – in Polen. Wie die «Bild» berichtet, bilden sich bei den Feuerwerksläden in Polen lange Schlagen mit deutschen Einkaufstouristen.
Für die explosive Ware nehmen die Deutschen 300 Meter lange Warteschlange auf sich und warten bis zu drei Stunden, um zum Zug zu kommen. Das polnische Stubice wird zurzeit von Deutschen Einkaufstouristen überrannt.
Über 300 Euro für Feuerwerke
Maik Schütze (55) stand für seinen Feuerwerks-Einkauf drei Stunden in der Schlange. Den Laden verlässt er mit einem grossen Karton prall gefüllt mit Feuerwerksbatterien. «Wenn es das Verkaufsverbot nicht gäbe, hätte ich die Sachen in Deutschland gekauft», sagt er gegenüber der «Bild». Für seine Beute gab der deutsche Einkaufstourist 341 Euro aus.
Auch Danny A. (44) und Stefanie Z. (42) erzählen der Zeitung: «Wir haben für zehn Meter Schlangestehen eine Stunde gebraucht. Wir haben 300 Euro ausgegeben, aber nur für Feuerwerk, das in Deutschland legal ist.»
Zoll schaut auf die Finger
Am Zoll werden die Einkaufstouristen abgefangen und streng kontrolliert. «Wir haben das Feuerwerk im Blick und kontrollieren so wie alle Jahre», sagt Zoll-Sprecherin Astrid Prinz gegenüber «Bild». Bis Jahresende rechnen die Behörden mit bis zu 3 Tonnen illegalen Feuerwerken. Wer gegen das Sprengstoffgesetzt verstösst, riskiert ein Strafverfahren.
Der Verkauf von Silvesterfeuerwerk ist wie schon im vergangenen Jahr verboten. Die Einfuhr aus dem Ausland ist dagegen erlaubt, jedoch nur jene mit einem CE-Kennzeichen sowie einer Registriernummer. (knr)