Verunreinigtes Pulver
Behörden untersuchen Babynahrungs-Vergiftung

Die Schweiz untersucht Fälle von mit Cereulid belasteter Babynahrung, die bei Säuglingen Krankheitssymptome verursacht haben. Behörden verfolgen die Spur eines chinesischen Rohstoffs durch internationale Lieferketten, um betroffene Produkte zu entfernen.
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In der Schweiz ist Säuglingsnahrung verschiedener Hersteller mit dem Giftstoff Cereulid verunreinigt. Betroffen sind derzeit laut dem Bund gewisse Produkte der Marken BEBA, Alfamino, Bimbosan, Aptamil und Babybio. (Archivbild)
Foto: ARMIN WEIGEL
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die Behörden in der Schweiz untersuchen einen möglichen Zusammenhang zwischen vom Giftstoff Cereulid verunreinigter Säuglingsnahrung und in den letzten Tagen aufgetretenen Krankheitssymptomen bei Babys.

Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Montag mitteilte, arbeiten die kantonalen Behörden mit Lebensmittelunternehmen daran, den verunreinigten Rohstoff einer chinesischen Firma über die internationalen Produktions- und Lieferketten zurückzuverfolgen. Dies geschehe in enger Abstimmung mit dem BLV, das die Koordination mit den ausländischen Partnerbehörden sicherstelle.

Ziel sei es, alle in der Schweiz betroffenen Produkte zu identifizieren und vom Markt zu entfernen. Wegen der Komplexität der Lieferketten lässt sich laut dem BLV nicht vollständig ausschliessen, dass weitere Produkte von der Cereulid-Verunreinigung betroffen sind. Die Stiftung Konsumentenschutz hatte den Rückruf von verunreinigten Babymilchprodukten in der Schweiz als verspätet kritisiert.

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