Verunreinigtes Pulver
Giftige Säuglingsnahrung löst Ermittlungen aus

Die Schweiz untersucht Fälle von giftiger Babynahrung, die bei Babys Symptome verursachen. Behörden verfolgen die Spur eines chinesischen Rohstoffs durch internationale Lieferketten.
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Nestlé musste zuletzt Babymilch zurückrufen. (Symbolbild)

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweizer Behörden untersuchen Cereulid-Verunreinigung in Säuglingsnahrung
  • Rohstoff stammt von chinesischer Firma, komplexe Lieferketten erschweren Rückverfolgung
  • Konsumentenschutz-Stiftung übt Kritik, betroffene Produkte sollen entfernt werden
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Die Behörden in der Schweiz untersuchen einen möglichen Zusammenhang zwischen vom Giftstoff Cereulid verunreinigter Säuglingsnahrung und in den vergangenen Tagen aufgetretenen Krankheitssymptomen bei Babys. Wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Montag mitteilte, arbeiten die kantonalen Behörden mit Lebensmittelunternehmen daran, den verunreinigten Rohstoff einer chinesischen Firma über die internationalen Produktions- und Lieferketten zurückzuverfolgen. Dies geschehe in enger Abstimmung mit dem BLV, das die Koordination mit den ausländischen Partnerbehörden sicherstelle.

Ziel sei es, alle in der Schweiz betroffenen Produkte zu identifizieren und vom Markt zu entfernen. Wegen der Komplexität der Lieferketten lässt sich laut dem BLV nicht vollständig ausschliessen, dass weitere Produkte von der Cereulid-Verunreinigung betroffen sind. Die Stiftung Konsumentenschutz hatte den Rückruf von verunreinigten Babymilchprodukten in der Schweiz als verspätet kritisiert.

Bis Montag erhielt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sechs Symptom-Meldungen aus mehreren Regionen der Schweiz, wie eine Sprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag sagte. Es kämen fast täglich neue Meldungen hinzu. Die betroffenen Eltern berichteten von Symptomen wie Erbrechen und Durchfall. Die Symptome besserten sich jeweils nach dem Absetzen der betreffenden Produkte.

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Todesfälle in Frankreich

Zuletzt hatten die Lebensmittel-Riesen Danone und Nestlé, der französische Milchindustriekonzern Lactalis und das Schweizer Unternehmen Hochdorf Babymilch zurückgerufen. Seit Ende 2025 wurden deshalb in mehr als 60 Ländern Rückrufe durchgeführt. Hintergrund ist gemäss der Industrie ein in den Milchpulvern als Zutat verwendetes und verschmutztes Öl eines Zulieferers aus China.

Aus mehreren Ländern gibt es Berichte über erkrankte Kinder, darunter Frankreich, Belgien und Grossbritannien. In Frankreich ermitteln die Behörden nach zwei Todesfällen von Babys, die kontaminierte Babymilch getrunken haben sollen.

Bist du von der verunreinigten Babynahrung betroffen? Dann melde dich bei uns via Whatsapp 079 813 80 41

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