Trotz Milliardengewinn in 2025
Swisscom-Tochter Cablex baut Dutzende Stellen ab

Das Tochterunternehmen verkündet laut einem Medienbericht intern einen Stellenabbau «im zweistelligen Bereich». Trotz starkem Umsatz und einem Ableger in Deutschland ächzt Cablex hierzulande unter der zunehmenden Konkurrenz. Weitere Angestellte bangen um ihre Jobs.
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Die 100-prozentige Tochterfirma des Telekomriesen Swisscom wurde 2001 gegründet.
Foto: Cablex

Der Telekom-Konzern Swisscom strich für das Geschäftsjahr 2025 einen Reingewinn von 1,54 Milliarden Franken ein. Trotzdem setzt das Unternehmen jetzt beim Personal der Tochterfirma Cablex den Rotstift an. Konkret soll beim Netzbauer mit Sitz in Gümligen BE «eine zweistellige Zahl von Mitarbeitenden» wegfallen, wie ein Sprecher gegenüber Blick bestätigt. Zuvor hatte das Nachrichtenportal «20 Minuten» unter Berufung auf eine interne Quelle zuerst über den Stellenabbau berichtet. 

«Praktisch sämtliche Einheiten» der Firma sind vom Abbau betroffen, so der Sprecher zu Blick. Wann er genau erfolgen wird, ist unklar. Cablex weist lediglich darauf hin, dass «alle betroffenen Personen bereits informiert» worden sind. Für sie greife der für die Swisscom-Gruppe ausgehandelte Sozialplan. Weiter führt er aus: «Aktuell unterstützen Spezialisten von Worklink die Betroffenen dabei, intern oder extern eine Anschlusslösung zu finden.» Dabei handelt es sich ebenfalls um eine Swisscom-Tochter, die auf die Vermittlung von Fachkräften spezialisiert ist. 

CEO: «Gibt keine andere Möglichkeit»

Die Stimmung bei der Cablex-Belegschaft ist laut der Quelle derzeit am Boden. Weitere Mitarbeitende fürchten um ihre Jobs, «während das Management von Herzblut und Effizienz spricht und Statistiken erstellt», sagt sie gegenüber «20 Minuten». Ihr seien zudem mehrere ältere Angestellte über 50 bekannt, die vom Stellenabbau betroffen seien und nun keine Perspektive mehr hätten.

Cablex-CEO Roger Keller zeigte sich im Intranet der Firma betroffen: «Ich bedaure das sehr und mir tut es leid für jede einzelne Person, die davon betroffen ist» lässt sich der Unternehmenschef zitieren. Doch die Entwicklung sei so eindeutig, dass es keine andere Möglichkeit gäbe. 

Als Gründe nennt Cablex den sich verstärkenden Wettbewerbsdruck im Infrastrukturbau, der zu höheren Preisen führe. Die Swisscom-Tochter, spezialisiert auf den Bau von Netzinfrastruktur, beschäftigt rund 2500 Mitarbeitende und hat seit 2024 auch eine Niederlassung in Deutschland. 

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