Darum gehts
- Swiss-Gewinn 2025 fällt um 26,6 Prozent auf 502,2 Millionen Franken
- Engpässe bei Crews und Triebwerken behinderten Flottenwachstum massiv
- 18,1 Millionen Passagiere 2025, Pünktlichkeit stieg auf 69,3 Prozent
Es war ein happiges Jahr für die Swiss. Mit 502,2 Millionen Franken bricht der Gewinn der Schweizer Airline um 26,6 Prozent ein, wie das Unternehmen am Freitagmorgen mitteilt. Im Vorjahr waren es noch 682,8 Millionen. Auch der Umsatz sinkt um 2,6 Prozent auf 5,5 Milliarden Franken.
«2025 war für Swiss ein Jahr der Gegensätze. Wir haben mit dem A350, der neuen Kabine und SWISS Senses stark in unsere Zukunft investiert», erklärt CEO Jens Fehlinger (45) in der Mitteilung. «Gleichzeitig haben hoher Wettbewerbsdruck, steigende Kosten und fehlende Ressourcen unser Wachstum behindert. Jetzt müssen wir gezielt gegensteuern.» Das deutliche Ziel von Fehlinger: «Der Ergebnisrückgang zeigt klar: Wir müssen unsere Kosten senken und effizienter werden.»
Schlechtes Schlussquartal
Auch das Frachtgeschäft der Swiss ist hinter dem Vorjahresniveau zurückgeblieben – da die Swiss überdurchschnittlich stark von geopolitischen Unsicherheiten betroffen gewesen sei. Auf der anderen Seite seien die tieferen Treibstoffpreise eine Entlastung gewesen und hätten das Ergebnis gestützt.
Darüber hinaus hatte die Fluggesellschaft mit Engpässen im Betrieb zu kämpfen. «Konkret fehlten der Swiss sowohl verfügbare Triebwerke als auch Crews. In der Folge standen Flugzeuge länger als geplant am Boden oder konnten nicht im vorgesehenen Umfang eingesetzt werden», heisst es im Communiqué. Dadurch habe die Airline das geplante Flottenwachstum nur teilweise umsetzen und die Kapazitäten nicht wie vorgesehen ausbauen können.
Besonders heftig war der Gegenwind im Schlussquartal: Der Betriebsgewinn halbierte sich auf 91,0 Millionen Franken. Derweil sank der Umsatz lediglich um 5,2 Prozent auf 1,33 Milliarden Franken. Um den steigenden Kosten zu begegnen, hat die Swiss im Jahr 2025 strukturelle Massnahmen ergriffen. «Dazu gehört unter anderem ein unternehmensweites Kostensparprogramm», schrieb die Lufthansa-Tochter.
Verbesserte Pünktlichkeit
Die Swiss wolle die Strukturen verschlanken und nachhaltig effizienter werden, erklärte Konzernchef Jens Fehlinger: «Eine Airline, die schrumpft, statt zu wachsen, verliert an Wettbewerbsfähigkeit. Wir sind entschlossen, unsere Position wieder zu festigen. Unser Ziel ist klar: Die Swiss soll wieder profitabel wachsen. Dafür legen wir 2026 die Grundlage.»
Trotz aller Probleme konnte die Swiss ihre Pünktlichkeit verbessern: Sie stieg im Jahresdurchschnitt um 4,1 Prozentpunkte auf 69,3 Prozent. Damit hat die Fluggesellschaft ihr Jahresziel für die Pünktlichkeit von 70 Prozent nicht ganz geschafft. Immerhin habe sich die Flugplanstabilität um knapp einen Prozentpunkt auf 98,0 Prozent verbessert. «Diese Fortschritte sind das Resultat gezielter Massnahmen», hiess es. Insgesamt hat die Airline im vergangenen Jahr 18,1 Millionen Passagiere befördert. Das waren 0,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Flüge stieg ebenfalls um 0,6 Prozent auf über 143'000.