Trotz höherer Preise für Kakao
Lindt & Sprüngli knackt Umsatzmarke von 5 Milliarden Franken

Der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat im vergangenen Jahr beim Umsatz erstmals die 5-Milliarden-Franken-Marke überschritten. Für das laufende Geschäftsjahr hält das Unternehmen an der langfristigen Zielsetzung fest.
Publiziert: 16.01.2024 um 07:44 Uhr
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Aktualisiert: 16.01.2024 um 07:59 Uhr
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Der starke Schweizer Franken hat das Wachstum von Lindt&Sprüngli belastet.

Der Schokoladenhersteller aus Kilchberg hat 2023 Lindorkugeln, Pralinés und Schoggihasen im Wert von 5,20 Milliarden Franken verkauft, wie er am Dienstag mitteilte. Es ist das erste Mal in der Unternehmensgeschichte, dass der Umsatz über 5 Milliarden klettert.

Organisch, also ohne Währungseffekte und Akquisitionen, entspricht das einer Steigerung um 10,3 Prozent. Ein Belastungspunkt war allerdings der starke Schweizer Franken: In Heimwährung ging der Umsatz nämlich lediglich um 4,6 Prozent hoch.

Mit den vorgelegten Zahlen liegt Lindt über den eigenen Erwartungen eines organischen Plus von 7 bis 9 Prozent. Von AWP befragte Analysten hatten im Schnitt mit einer Wachstumsrate von 9,2 Prozent gerechnet.

Höhere Kakao-Preise

Das zweistellige organische Wachstum sei dem Unternehmen trotz deutlich höherer Kosten – insbesondere für Kakao, dessen Preis sich laut Mitteilung im Jahresverlauf beinahe verdoppelt hat – gelungen, betont Lindt. Dafür hätten teilweise Effizienzsteigerungen und Prozessverbesserungen in den Fabriken gesorgt, aber die höheren Preise seien vor allem auch an die Kunden weitergegeben worden.

Gewinnzahlen gibt Lindt & Sprüngli noch nicht bekannt. Sie werden dann zusammen mit der Jahresbilanz im Frühling veröffentlicht. Doch das Unternehmen gibt sich in der Mitteilung zuversichtlich, eine EBIT-Marge von um die 15,5 Prozent zu erreichen. Das ist im oberen Bereich der zuvor angepeilten Marge von 15,3 bis 15,5 Prozent.

Ausblick für 2023 bestätigt

Beim Reingewinn erwartet das Management laut Mitteilung «einen nennenswerten, einmaligen positiven Effekt, welcher zu einer einmaligen Steuerrate von unter 15 Prozent führen wird». Grund dafür sei die Einführung einer globalen Mindestbesteuerung und der Vorlage «Steuerreform und AHV-Finanzierung» (STAF) in der Schweiz. Dieser positive Effekt habe keinen Einfluss auf den Free Cashflow im Geschäftsjahr 2023.

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Den Ausblick für das laufende Jahre bestätigt das Unternehmen derweil. Die Verantwortlichen sehen ein Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent und eine Verbesserung der operativen Gewinnmarge von 20 und 40 Basispunkten. (SDA/kae)

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