Swatch-Grossaktionärin
Basler Unternehmerin Esther Grether (†89) gestorben

Esther Grether, bekannte Schweizer Geschäftsfrau und Kunstmäzenin, ist mit 89 Jahren in Basel verstorben. Als Swatch-Grossaktionärin und langjährige Leiterin des Familienunternehmens Doetsch Grether prägte sie die Schweizer Wirtschaftslandschaft.
Publiziert: 11:23 Uhr
|
Aktualisiert: 12:25 Uhr
Teilen
Anhören
Kommentieren
Esther Grether ist im Alter von 89 Jahren gestorben.
Foto: SoBli Sobli

Darum gehts

  • Esther Grether, Basler Unternehmerin und Swatch-Grossaktionärin, ist mit 89 Jahren verstorben
  • Sie führte jahrzehntelang das Familienunternehmen Doetsch Grether und war bekannte Kunstsammlerin
  • Forbes schätzte ihr Vermögen auf 1,8 Milliarden Franken, ihre Kunstsammlung umfasst 600 Werke
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
KEYSTONE-SDA_Quadrat_pos.jpg
Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Die Basler Unternehmerin und Swatch-Grossaktionärin Esther Grether ist tot. Die Milliardärin und Kunstsammlerin starb am Mittwoch im Alter von 89 Jahren in Basel, wie die Familie am Freitag mitteilen liess. Sie sei friedlich eingeschlafen. Grether galt als eine der ersten Unternehmerinnen der Schweiz. Die letzten Jahre lebte sie zurückgezogen in ihrem Zuhause in Basel.

Bekannt war Grether als Grossaktionärin der Uhrengruppe Swatch mit einem Anteil von 3,8 Prozent. Bis 2014 sass sie auch im Swatch-Verwaltungsrat. Nach dem frühen Tod ihres Mannes Hans Grether hatte sie 1975 die Leitung des Familienunternehmens Doetsch Grether übernommen und wurde als Delegierte des Verwaltungsrates zu einer Ausnahmeerscheinung in der damaligen Wirtschaft. In die Firma gekommen war sie als Sekretärin. Später heiratete sie den Firmenpatron.

Pastillen und Kondome

Das traditionsreiche Basler Unternehmen ist mit Marken wie den Grether's Pastilles, dem Arzneimittel Neo-Angin oder den Ceylor-Präservativen bekannt. Es zählt heute zu den zehn grössten Firmen im Schweizer Consumer-Health-Markt. Grether führte die Firma jahrzehntelang, bevor sich die zweifache Mutter 2014 sukzessive aus der Leitung zurückzog. Die Firma blieb aber zu 100 Prozent in Familienbesitz.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes schätzte Esther Grethers Vermögen zuletzt auf rund 1,8 Milliarden Franken. Über ihre unternehmerische Rolle hinaus machte sich Grether einen Namen als Kunstsammlerin.

Sie besass eine der wertvollsten und bedeutendsten Privatsammlungen des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Die Sammlung umfasst mehr als 600 Werke. Zu ihr gehören Arbeiten von Picasso, Cézanne, Dalí sowie ein Triptychon von Francis Bacon. Teile der Sammlung wurden immer wieder in Museen gezeigt, zuletzt 2019 im Basler Kunstmuseum.

Teilen
Fehler gefunden? Jetzt melden
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen
      Externe Inhalte
      Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
      Meistgelesen