Darum gehts
- Nestlé und andere Hersteller rufen weltweit Säuglingsnahrung wegen Cereulid zurück
- Verschmutztes Öl aus China ist als Ursache für die Kontamination identifiziert
- Über 60 Länder und mehrere Firmen sind vom Rückruf betroffen
Nestlé ruft in der Schweiz weitere Charge von Säuglingsmilch zurück. Es geht um Beba Optipro 1. Der Rückruf erfolge in Zusammenarbeit mit der zuständigen kantonalen Vollzugsbehörde, heisst es weiter. Nestlé hatte bereits Anfang Januar in mehreren Ländern Chargen von Säuglingsnahrung vorsorglich zurückgerufen.
Mittlerweile haben zahlreiche Hersteller von Säuglingsnahrung, darunter neben Nestlé auch Danone und Lactalis, aufgrund eines Risikos der Cereulid-Kontamination in mehr als 60 Ländern Rückrufe von Säuglingsmilch durchgeführt. Auch der Schweizer Hersteller Hochdorf war betroffen. Hintergrund ist gemäss der Industrie ein in den Milchpulvern als Zutat verwendetes verschmutztes Öl eines Zulieferers aus China.
Cereulid ist laut Gesundheitsbehörden ein von Bakterien gebildetes Gift, das 30 Minuten bis sechs Stunden nach der Einnahme plötzliche Übelkeit, Erbrechen und Magenschmerzen verursachen kann. Das Toxin ist extrem hitzestabil. Es wird selbst durch Kochen, Braten oder Pasteurisieren nicht zerstört.
«Wir führen diesen Rückruf durch, obwohl die Cereulid-Menge in dieser Charge unter der neuen Empfehlung der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) liegt», schreibt Nestlé zum Rückruf. Dieser erfolgt laut dem WBF in Zusammenarbeit mit der zuständigen kantonalen Vollzugsbehörde. Nestlé hatte bereits Anfang Januar in mehreren Ländern Chargen von Säuglingsnahrung vorsorglich zurückgerufen.