Neue Studie zeigt
Teure Single-Wohnungen sind innert Tagen weg

Wer auf die Schnelle und günstig eine kleine Wohnung sucht, hat schlechte Karten. Vor allem in Zürich ist die Situation prekär. Die Mieten sind um 20 Prozent gestiegen. Kommt eine Wohnung auf den Markt, ist sie nach vier Tagen weg.
Publiziert: 18.05.2023 um 12:30 Uhr
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Aktualisiert: 19.05.2023 um 14:15 Uhr
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Selbst Altbauwohnungen sind in Zürich nicht lange auf dem Markt.
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Patrik BergerReporter Wirtschaft

Die Preise für Single-Wohnungen in Zürich erlebten viel Auf und Ab. Von Mai bis Juni 2022 kam es zu einem rapiden Sturz von fast 34 Prozent. Das Mai-Niveau 2022 von 23'000 Franken für den Quadratmeter konnte nicht mehr erreicht werden. Seit Anfang 2023 steigen die Preise aber wieder. Aktuell liegt der Quadratmeterpreis laut dem Immobilienbewerter Price Hubble bei etwa 17'000 Franken. Ein deutliches Zeichen für Wohnungsknappheit.

Singles zahlen 20 Prozent mehr

Die Mietpreise für Singlewohnungen sind in allen drei untersuchten Städten – abgesehen von einigen Auf- und Abwärtsbewegungen – insgesamt angestiegen. In Basel zahlt man heute durchschnittlich 27 Franken Miete für den Quadratmeter. Das ist immerhin ein Anstieg von vier Prozent seit dem ersten Quartal. Im Genf kostet der Mietpreis pro Quadratmeter verglichen mit 2022 nun neun Prozent und in Zürich sogar 20 Prozent mehr. Das ist happig. Und für viele Interessentinnen und Interessenten schlicht nicht mehr bezahlbar.

Entsprechend schnell gehen die Angebote weg: In Zürich sind Singlewohnungen durchschnittlich nur läppische vier Tage lang auf dem Markt. In Basel und Genf sind es dagegen elf Tage. «Mit einer so kurzen Verweildauer am Markt ist die Nachfrage also hoch und wirkt sich entsprechend auf die Mietpreise aus», sagt Christian Steinke, Regional Director von Price Hubble.

Mieten statt kaufen

Die Mietpreisentwicklung für Familienwohnungen gestaltete sich in den drei Städten über 2022 hinweg recht unterschiedlich. Insgesamt sind die Mieten aber überall gestiegen. Wieder ist die Situation in Zürich besonders prekär. In der Limmatstadt und Genf zahlen Familien aktuell neun Prozent mehr Miete, in Basel dagegen sind es nur sechs Prozent. Familienwohnungen zur Miete sind in Zürich mit durchschnittlich vier Tagen am Markt am schnellsten weg.

In Basel und Genf verweilen die Angebote etwas länger mit sechs und elf Tagen. Für Christian Steinke ist klar: «Damit zeigt sich auch hier eine direkte Korrelation zwischen einer hohen Nachfrage und steigenden Mietpreisen – und folglich der Trend hin zum Mieten statt Kaufen.»

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