Darum gehts
- Italiener wollen neue Seilbahn zum Matterhorn bauen
- Projekt «Cervino The One» soll Grenzüberquerung per Seilbahn modernisieren
- Fahrzeit verkürzt sich von 50 auf 17 Minuten, Kapazität 3000 Personen/Stunde
Seit 2023 können Gäste in Zermatt VS die schweizerisch-italienische Grenze per Seilbahn überqueren. Das hochgepriesene «Matterhorn Alpine Crossing» soll jetzt weiter aufgerüstet werden, wie das italienische Onlineportal Aostasera berichtete.
Denn die involvierten Anlagen auf italienischer Seite sind in die Jahre gekommen. Mit den modernen Bahnen der Zermatter Bergbahnen können sie nicht mithalten. Die Verantwortlichen der Bergbahngesellschaft Cervino Spa wollen das ändern. Vom Dorf Cervinia bis zur Grenze auf Plateau Rosa soll ein Ersatz her. Kostenpunkt: 200 Millionen Euro. 70 Millionen kommen von der autonomen Region Aostatal. Den Rest stellt das italienische Skigebiet selbst. Das ambitionierte Projekt heisst «Cervino The One».
Auch für Zermatt ein Mehrwert
Die Zahlen der geplanten Seilbahn beeindrucken. Die gesamte Fahrzeit verkürzt sich von 50 auf nur noch 17 Minuten. Der sechs Kilometer lange Lift überwindet mehr als 1400 Höhenmeter. Mit 56 Kabinen à 24 Sitzplätzen kann die «Cervino The One» 3000 Skigäste pro Stunde transportieren. Für den ordentlichen Batzen gibts natürlich ein wenig Luxus. Die Gondeln sind mit beheizbaren Kunstledersitzen ausgestattet. Zudem gibts interne Skiträger und Multimedia-Bildschirme.
Die Seilbahn wäre auch für Zermatt ein Mehrwert, wie der «Walliser Bote» schreibt. Martin Hug, Chef der Zermatter Bergbahnen, ist vom Projekt überzeugt. Es bedeute eine massive Aufwertung der internationalen Anbindung. Bereits im Frühling 2026 könnten die Bauarbeiten beginnen. Eine notwendige Bewilligung für das italienisch-schweizerische Grenzgebiet ist in Bearbeitung. 2030 könnte die Bahn in Betrieb gehen.