David Choe hat das grosse Los gezogen. Mit seinem Gemälde an der Facebook-Bürowand verdient er 200 Millionen Dollar. Und das kam so: Im Jahr 2005 bittet Sean Parker, damaliger Facebook-Präsident, den Künstler, die ersten Büros der jungen Firma in Palo Alto zu bemalen. Als Lohn bekam Choe die Wahl zwischen einigen Tausend Dollar Cash – oder Facebook-Aktien im selben Wert.
Laut der «New York Times» bezeichnete Choe die Idee von Facebook zwar als «lächerlich und sinnlos» – er wählte aber trotzdem die Aktien. Sein Anteil beträgt nur 0,1 bis 0,25 Prozent. Basierend auf einem Marktwert von 100 Milliarden Dollar wäre Choes Anteil 200 Millionen Dollar wert. Kein schlechter Lohn.
So wie Choe soll es beim Börsengang von Facebook etwa 1000 Angestellten, frühen Investoren und Freunden der Firma gehen. Sie alle werden Millionäre. Mindestens. Das Volumen liegt bei zunächst 5 Milliarden Dollar – die Firma könnte aber laut Analysten bald 100 Milliarden wert sein.
Auch Risikokapitalgeber David Cowan gehört zu den Gewinnern. Er plane schon einen Trip mit «Virgin Galactic» ins All, schreibt die britische «Daily Mail». Kosten: 200'000 Dollar. Über 50 Millionen Dollar soll er mit seinem Investment verdienen.
Techniker werden Millionäre
Techniker profitieren dem Bericht zufolge am meisten vom Gang an die Börse. Jemand mit dieser Qualifikation und 15 Jahren Berufserfahrung habe vor Jahren schon die Option erhalten, 65 000 Anteile à sechs Dollar zu kaufen. Diese Aktien könnten nach einem 5-zu-1-Split schlussendlich zwölf Millionen Dollar wert sein.
Auch Sheryl Sandberg muss nicht darben. Die Power-Frau und operative Facebook-Chefin erhielt letztes Jahr 382 000 Dollar Lohn – und 30 Millionen in Aktien. Zuckerberg bezeichnet Sandberg als seine Zahlenkönigin. «Wenn sie wollte, könnte sie Chefin in jeder Firma sein», sagte er in der «Businessweek».
Der Gründer und die Managerin haben auch etwas aus der Harvard-Zeit gemeinsam: So wie mehr als ein Jahrzehnt später Zuckerberg, schaffte es auch Sandberg seinerzeit, das Computersystem der Elite-Uni zum Absturz zu bringen. Sie wollte zu viele Daten für ein Studienprojekt über Gewalt gegen Frauen durchrechnen lassen.
Der grösste Gewinner wird aber Gründer Mark Zuckerberg sein – dank einer Idee, die er seinen Kommilitonen, den Winklevoss-Zwillingen, abgekupfert hat.
Auf einen Schlag wird «Zuck» mit 28 Milliarden Dollar zum viertreichsten Mann der USA. Dafür setzt er ab 2013 sein Jahresgehalt auf einen symbolischen Dollar – wie einst sein Mentor Steve Jobs (†).