Laut Studie
Deutsche Wirtschaft besonders abhängig von China

Die deutsche Wirtschaft ist einer Studie zufolge bei bestimmten Rohstoffen überdurchschnittlich stark von China abhängig.
Publiziert: 04.06.2022 um 10:07 Uhr
Windturbinen in Deutschland. Viele Rohstoffe und Teile für die Fertigung der Windturbinen kommen aus China.

Chinas weltweiter Exportanteil bei den sogenannten Seltenen Erden umfasst 34 Prozent, heisst es laut «Rheinischer Post» (Samstagsausgabe) in der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). In Deutschland machen chinesische Importe von Seltenen Erden demnach jedoch 45 Prozent aus.

«Die Abhängigkeit von China ist noch grösser, als sie auf den ersten Blick erscheint: Der Anteil der Rohstoff-Weiterverarbeitung von China liegt weltweit bei Lithium und Kobalt zwischen 50 und 70 Prozent und bei Seltenen Erden bei fast 90 Prozent», schreibt das Institut laut der Zeitung.

Im strategisch wichtigen Sektor Erneuerbare Energien sei die Abhängigkeit Europas von China besonders hoch, warnt das Institut. So importiere die EU 65 Prozent der Rohstoffe für Elektromotoren aus China.

«Auch bei Windturbinen und Fotovoltaik-Anlagen ist China mit über 50 Prozent Anteil führend bei den Rohstoffzulieferungen.» Bei den Seltenen Erden führe dies zu «Klumpenrisiken» für Deutschland und Europa.

Deutschland und die EU unternehmen derzeit wegen des Ukraine-Kriegs grosse Anstrengungen, um unabhängiger von russischer Energie zu werden.

«Auf dem Weg zur Unabhängigkeit von russischen Energieträgern könnte Deutschland sich in neue Abhängigkeiten zu China begeben», warnte das IW in seiner Studie.

Werbung

(SDA)

Fehler gefunden? Jetzt melden
Alle Kommentare
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.