KI wird noch wichtiger
Medienkonzern Tamedia baut bis zu 30 Vollzeitstellen ab

Tamedia trennt Print und Digital. Und stellt sich neu auf. 25 bis 30 Vollzeitstellen fallen weg. Für die Betroffenen gibts einen Sozialplan.
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Die Mediensparte der TX Group stellt sich neu auf.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Tamedia reorganisiert ab März 2026 in Premium Digital und Print
  • Künstliche Intelligenz wird zentrale Einheit zur Effizienzsteigerung und Innovation
  • 25 bis 30 Stellen gehen verloren, Sozialplan für Betroffene
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Patrik BergerRedaktor Wirtschaft

Der Medienkonzern Tamedia mit Sitz in Zürich stellt sich erneut neu auf. Per März 2026 trennt das Unternehmen sein Geschäft organisatorisch in die Bereiche Premium Digital sowie Premium Print & E-Paper. Ziel sei es, die besten journalistischen Bezahlprodukte der Schweiz zu liefern, digital wie gedruckt, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Folge der Neuorganisation: Tamedia baut 25 bis 30 Vollzeitstellen ab.

Die Reorganisation ist Teil eines Transformationsprozesses, den Tamedia bereits 2024 gestartet hat. Hintergrund sind laut der Mitteilung der anhaltende Rückgang im Printgeschäft, eine veränderte Mediennutzung sowie die Abwanderung von Werbegeldern zu internationalen Plattformen. Die Redaktionsstrukturen bleiben laut Unternehmen unverändert, die Kernmarken seien vom Abbau nicht betroffen. Für die betroffenen Mitarbeitenden gilt ein Sozialplan.

Neue Chefredaktorin bei der Basler Zeitung

Bei der «Basler Zeitung» kommt es zu einem Wechsel in der Leitung. Per Februar 2026 übernimmt Nina Jecker (45) die Chefredaktion. Sie folgt auf Marcel Rohr (59), der die Zeitung sieben Jahre lang geführt hat. Jecker war bisher stellvertretende Chefredaktorin und gilt als digital versiert – auch im Bereich Künstliche Intelligenz.

Diese soll bei Tamedia künftig eine Schlüsselrolle spielen. Die Bereiche Daten und Künstliche Intelligenz werden zur neuen Einheit AI & Data zusammengeführt und direkt der Geschäftsleitung unterstellt. Damit will der Verlag die Effizienz steigern, Prozesse automatisieren und neue journalistische Produkte entwickeln, wie er schreibt.

Trotz klarer Digitaloffensive betont Tamedia die Bedeutung von Print. Hochwertige Zeitungen und das E-Paper sollen weiterhin zentrale Säulen bleiben. CEO Jessica Peppel-Schulz (55) spricht von «schmerzhaften, aber notwendigen Schritten». Nur so lasse sich Qualitätsjournalismus wirtschaftlich sichern.

Tamedia hat 1300 Mitarbeitende in der Deutschschweiz und der Romandie. Das Portfolio umfasst unter anderem die Marken «Basler Zeitung», «Berner Zeitung», «Finanz und Wirtschaft», «Schweizer Familie», «SonntagsZeitung» und «Tages-Anzeiger».

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