Karibik-Anwesen sucht Käuferin
125 Millionen Dollar kosten Epstein-Inseln und Villen

Jeffrey Epstein starb im Gefängnis, bevor er für weitere schwere Sexualdelikte zur Rechenschaft gezogen werden konnte. Nun werden seine Karibik-Anwesen verkauft. Mit dem Erlös sollen Kosten bei Rechtsstreitigkeiten getilgt werden.
Publiziert: 24.03.2022 um 16:24 Uhr
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Die Privatinseln des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein stehen zum Verkauf.
Foto: imago images/ZUMA Wire

Eine Privatinsel in der Karibik – wer träumt nicht davon? Doch die ehemalige Privatinsel des verurteilten, mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (†66), mag für viele wohl eher ein Alptraum sein.

Für andere dürften die zwei Inseln und die dazugehörigen Anwesen eine Kaufgelegenheit sein. Sie sollen bald einen neuen Eigentümer finden. Für insgesamt 125 Millionen Dollar stehen die Privatinseln Great St. James und die Little St. James zum Verkauf, wie das Wall Street Journal berichtete.

Die grössere der beiden Inseln erstreckt sich auf 160 Hektar. Gekauft wurde sie von Epstein im Jahr 2016 für rund 20 Millionen Dollar. Sie ist mehrheitlich unberührt, da Epstein nicht mehr dazu kam, seine Pläne für die Insel umzusetzen. Ursprünglich wollte er unter anderem ein Amphitheater und Unterwasserbüros auf der Insel errichten.

Verkaufserlös geht an Epstein-Opfer

Zur kleineren Insel, die Epstein 1998 kaufte, gehören verschiedenste Bauten. Neben der Hauptwohnanlage hat es vier Gästevillen, einen Helikopterlandeplatz, ein privates Boot-Dock, zwei Pools, drei karibische Privatstrände, Fitnessstudio und eine Strandhütte.

Das Karibik-Feeling wird aber überschattet von den Geschehnissen, die sich auf den Inseln zugetragen haben. US-Strafbehörden haben Epstein beschuldigt, auf der Insel minderjährige Mädchen sexuell missbraucht und gefangen gehalten zu haben. Aus diesem Grund wird auch der Erlös aus dem Verkauf der Inseln für ausstehende Klagen verwendet. Dies teilt ein Anwalt des Epstein-Nachlasses gegenüber dem Wall Street Journal mit.

Komplizin bereits verurteilt

Bereits seien über 121 Millionen Dollar aus Epsteins Nachlass dafür verwendet worden, die Opfer des verstorbenen Finanziers zu entschädigen.

Jeffrey Epstein starb im Jahr 2019 in einer Gefängniszelle in New York nur kurz nach seiner Verhaftung. Laut den Behörden handelte es sich bei der Todesursache um Suizid durch Erhängen.

Im vergangenen Dezember wurde auch Epsteins Komplizin, Ghislaine Maxwell (60), in New York verurteilt. Sie wurde schuldig gesprochen für Sexhandel und Beschaffung von Mädchen in Verbindung mit Epstein. (mrl)

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