Jeder dritte Job weg!
Luzerner Elektronikhersteller entlässt 100 Mitarbeiter am Hauptsitz

Elektronikhersteller Schurter plant einen massiven Stellenabbau: Bis 2027 sollen 100 der 300 Arbeitsplätze verschwinden. Grund ist die Neuausrichtung auf Wachstumsregionen wie Asien-Pazifik und Amerika.
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Der Luzerner Elektronikhersteller Schurter streicht am Hauptsitz 100 Stellen.
Foto: PD

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schurter baut bis Ende 2027 in Luzern ein Drittel ab
  • Produktion fokussiert auf hochwertige Technologien und Kernkomponenten
  • 300 Arbeitsplätze am Standort Luzern, 100 davon gefährdet
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Der Elektronikhersteller Schurter plant einen massiven Stellenabbau am Hauptsitz in Luzern. Bis Ende 2027 soll rund ein Drittel der derzeit etwa 300 Arbeitsplätze am Standort wegfallen. Die Gruppe wolle sich stärker an Märkten und Kunden in den Wachstumsregionen Asien-Pazifik und Amerika ausrichten, teilte Schurter am Dienstag mit. Deshalb richte Schurter ihre Organisation global neu aus.

In diesem Zusammenhang würden Verwaltungsfunktionen verschlankt und einzelne Positionen in Kompetenzzentren an anderen Standorten verlagert. Auch kostengetriebene Fertigungsprozesse sollen in Regionen «mit günstigerem Kosten-Nutzen-Verhältnis» angesiedelt werden.

Konsultationsverfahren läuft

In der Produktion will sich Schurter in Luzern auf technologisch anspruchsvolle Kernkomponenten, Schlüsseltechnologien und hochwertige Serienfertigungen konzentrieren. Luzern solle zudem auch künftig Hauptsitz bleiben und die strategische Steuerung übernehmen. Zudem werde der Standort als globales Technologie- und Innovationszentrum positioniert.

Schurter hat ein Konsultationsverfahren eingeleitet und steht nach eigenen Angaben im Austausch mit den Sozialpartnern. Ein Sozialplan sei vorgesehen. Über die Ergebnisse des Konsultationsverfahrens will das Unternehmen voraussichtlich Ende März 2026 informieren.

Die Gewerkschaft Angestellte Schweiz kritisiert den Stellenabbau scharf und fordert eine ernsthafte Prüfung von Alternativen statt Entlassungen. Die Gründerfamilie Schurter hatte die Mehrheit an dem Unternehmen Anfang 2023 an den Schweizer Investor Capvis verkauft.

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