Auch Dollar sackt weiter ab
Schweizer Franken steigt auf Rekordhoch zum Euro

Der Schweizer Franken gewinnt als sicherer Hafen weiter an Wert. Am Dienstag kostete ein Euro nur noch 0,9165 Franken und ein Dollar gerade mal 0,7600 Franken.
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Der Schweizer Franken ist als «sicherer Hafen» heiss begehrt.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

  • US-Dollar fällt auf 0,7600 Franken, tiefster Wert seit Januar 2015
  • Vertrauen der US-Konsumenten auf tiefstem Stand seit 2014
  • Euro fällt auf 0,9165 Franken – tiefster Wert
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Am Nachmittag notiert der US-Dollar bei 0,7670 Franken. Kurz davor erreichte die US-Währung mit 0,7600 ihren tiefsten Wert, wenn man die Kursturbulenzen rund um die Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 ausklammert.

Auch der Euro hat bis am späten Nachmittag zum US-Dollar merklich angezogen und notiert aktuell bei einem Niveau von 1,1963 US-Dollar. Gegen Mittag wurde die europäische Gemeinschaftswährung noch zu 1,1882 Dollar gehandelt.

Mässige Konjunkturdaten in den USA

Der Niedergang des «Greenback» wurde zuletzt von neuen Konjunkturdaten aus den USA beschleunigt: Diesen zufolge ist das Vertrauen der amerikanischen Konsumenten auf den niedrigsten Stand seit 2014 gefallen. Der private Konsum ist von grosser Bedeutung für die US-Wirtschaft.

Der Euro hat zum Franken ebenfalls klar an Boden verloren und zwischenzeitlich - die Turbulenzen von 2015 ausser Acht gelassen - ebenfalls einen neuen Tiefstwert bei 0,9165 Franken erreicht.

SNB wartet ab

Dennoch seien bislang keine Interventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auszumachen, hiess es in einem Kommentar der Bank Valiant. Dies passe zu den Signalen, wonach ihr weniger das absolute Kursniveau als vielmehr starke Schwankungen Sorgen bereiten würden. «Der aktuelle Druck geht jedoch stärker vom Dollar aus, wo die Volatilität höher ist und rasch für Entspannung sorgen könnte - auch beim Euro.»

Der Blick der Märkte richtet sich in dieser Woche auf die US-Notenbank Fed, die heute ihre zweitägige geldpolitische Sitzung beginnt. Beobachter rechnen nicht damit, dass es zu weiteren Zinssenkungen kommt. Dennoch könnte das Treffen Impulse liefern, da möglicherweise erste Hinweise oder sogar eine Ankündigung zur künftigen Besetzung des Fed-Vorsitzes erfolgen könnten.

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