Diese Superkanonen schützen den Himmel über Davos
Von Sandro Zulian, Reporter News
Das Alpengold-Hotel in Davos sitzt inmitten eines Tannenwalds über dem Davosersee. Hier wird US-Präsident Donald Trump am WEF höchstwahrscheinlich wieder absteigen. Vom Hotel aus hat man einen atemberaubenden Ausblick auf das verschneite Tal, den See, einen Helikopterlandeplatz und auf eine Flugabwehrkanone der Schweizer Armee.
Die «35 mm Flab Kan 63/90» ist ein Schweizer Eigenbau. In den 50er-Jahren entwickelt und auch heutzutage noch von mehr als 30 Nationen in Gebrauch. Sie ist auch unter dem Namen «Oerlikon 35-mm-Zwillingskanone» bekannt und kommt als eines der letzten Mittel zum Einsatz, falls ein unautorisiertes Flugzeug dem WEF zu nahe kommt. Ihr Zweck darüber hinaus: Abschreckung.
Die Kanone beim Heliport am Eingang von Davos ist die nicht die einzige. Am anderen Ende der höchstgelegenen Stadt Europas – in Davos Frauenkirch – hat die Armee einen weiteren Helikopterlandeplatz eingerichtet, genutzt vor allem von der Luftwaffe und der Polizei. Auch hier starren die metallenen Rohre der Zwillingsgeschütze in den Himmel, um den Flugplatz und das WEF gegen mögliche Angreifer aus der Luft zu verteidigen.
Rimoldi-Bewegung hat Stand in Davos aufgestellt
Von Holger Alich, Redaktor Wirtschaft
Die Bewegung Mass-Voll von Präsident Nicolas Rimoldi (31) ist ebenfalls in die Bündner Berge gereist. In Davos Platz hat sie einen kleinen Stand aufgestellt – und zieht damit Schaulustige an.
«Im Gegensatz zu den Linken sind wir hier pünktlich», höhnt ein Mass-Voll-Vertreter. Der Protest richte sich gegen die «Globalisierungsagenda» des WEF. Die Aktivisten haben eine Flagge mit der Aufschrift «Antiglobalistische Aktion» aufgehängt. Sie ist dem Antifa-Logo nachempfunden, aber in der Mass-Voll-Farbe Violett gehalten.
Saudi-Arabien mietet sich bei der Migros ein
Von Céline Zahno, Redaktorin Politik
Kurz vor Beginn der Sicherheitszone an der Davoser Hauptstrasse hat Saudi-Arabien sein Länderhaus eingerichtet – und zwar oberhalb der Migros. Im Migros-Restaurant herrscht bereits am Montagmorgen reger Betrieb.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Das Selbstbedienungsrestaurant ist während des Weltwirtschaftsforums auch bei hochrangigen Gästen beliebt. So speiste 2019 etwa der damalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hier. Auch Bundesrätin Karin Keller-Sutter isst gerne im Selbstbedienungsrestaurant.
André Hoffmann tut, was er am liebsten macht
Von Christian Kolbe, Wirtschaftsredaktor
Dem Schweizer André Hoffmann kommt am diesjährigen WEF eine besondere Rolle zu: Als Co-Chair des Stiftungsrates ist er dafür mitverantwortlich, dass das erste Jahrestreffen ohne Klaus Schwab möglichst reibungslos über die Bühne geht.
Doch bevor er sich ins Getümmel des Kongresszentrums stürzt, tut er das, was er am liebsten tut: Sich um die Natur kümmern. «Die Natur muss auch mit an den Tisch und ins System integriert werden», sagte er am Rande der Eröffnung des Climate Hubs in Davos zu Blick. Zuvor hatte er zusammen mit seiner Frau Rosalie und den Künstlern die Skulptur «MonkeyRock» enthüllt.
Die Ruhe vor dem Sturm
Von Céline Zahno, Redaktorin Politik
Im Kongresszentrum herrscht am Montagvormittag noch wenig Betrieb. Das wird sich in den nächsten Stunden und Tagen ändern. Hier finden unter anderem die Ansprachen von Ursula von der Leyen, Emmanuel Macron, Friedrich Merz und Javier Milei statt. Spätestens wenn am Mittwoch Donald Trump spricht, wird das Zentrum rappelvoll sein.
Dänischer Wirtschaftsminister sagt WEF-Besuch ab
Von Céline Zahno, Redaktorin Politik
Der dänische Wirtschaftsminister Morten Bødskov hat seine geplante Teilnahme am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos abgesagt. Dies schreibt eine Sprecherin des Ministeriums gegenüber Blick. Grund seien Terminprobleme. Was damit genau gemeint ist, lässt die Sprecherin offen. Bødskov ist der einzige Vertreter der dänischen Regierung, der als Gast am diesjährigen WEF gelistet wurde.
Der Zeitpunkt der Absage ist denkbar ungünstig. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen wiederholt sein Interesse am Kauf Grönlands bekräftigt und damit international für Irritationen gesorgt. Beobachter hatten erwartet, dass das Thema am Rande des WEF zur Sprache kommen könnte – in welcher Form und auf welcher Ebene ist jedoch offen.