Darum gehts
- Meta schliesst mit Chiphersteller AMD einen KI-Deal über mehr als 100 Mrd. US-Dollar ab
- AMD liefert Hochleistungs-GPUs mit bis zu 6 Gigawatt Gesamtleistung über mehrere Jahre
- AMD-Aktien steigen vorbörslich um 14 Prozent
Die Shoppingtour bei den KI-Riesen im kalifornischen Silicon Valley kennt kein Ende. Zuerst wollte der Chip-Konzern Nvidia – das wertvollste Unternehmen der Welt – im September 2025 mit 100 Milliarden Dollar bei der ChatGPT-Mutter OpenAI einsteigen. Es wäre ein historischer Deal gewesen. Mittlerweile ist Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang (63) aber wieder zurückgekrebst.
Jetzt ist Marc Zuckerbergs (41) Facebook-Mutterkonzern Meta an der Reihe: Der Chipkonzern Advanced Micro Devices (AMD) wird Meta mit KI-Computerchips für viele Milliarden US-Dollar beliefern. Laut dem Wall Street Journal hat der Deal einen Gesamtwert von ebenfalls mehr als 100 Milliarden US-Dollar.
AMD fordert Konkurrenz Nvidia heraus
Die beiden Unternehmen gaben am Dienstag einen Ausbau ihrer Zusammenarbeit bekannt, bei der AMD über mehrere Jahre Hochleistungsprozessoren (GPU) für KI-Anwendungen mit einer Gesamtleistung von bis zu 6 Gigawatt bereitstellen soll. Im Zuge des Mega-Deals kann Meta bis zu 160 Millionen AMD-Aktien erhalten, was einer Beteiligung von zehn Prozent entsprechen würde.
Vonseiten AMD ist dies ein Frontalangriff auf den Konkurrenten Nvidia. Anleger freuts: Im vorbörslichen Handel steigen die AMD-Papiere an der Wall Street um satte 14 Prozent.
Um seine Version der KI-Zukunft herbeizuführen, ist Meta-Chef Zuckerberg schon länger zu gewaltigen Investitionen bereit. Erst Ende Januar stellte er für das laufende Jahr Kapitalinvestitionen von 115 bis 135 Milliarden US-Dollar in Aussicht. 2025 hatte der Konzern vor allem für den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz gut 72 Milliarden Dollar ausgegeben.