«Bullshit-Künstler», «Zu alt fürs Weisse Haus»
Twitter-Streit zwischen Trump und Musk eskaliert

Tech-Milliardär Elon Musk und Ex-Präsident Donald Trump sind dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nun haben sich die beiden Streithähne gegenseitig ins Visier genommen und teilen heftig aus.
Publiziert: 12.07.2022 um 18:47 Uhr
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Aktualisiert: 12.07.2022 um 21:02 Uhr
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Ex-Us-Präsident Donald Trump teilt an einer Wahlveranstaltung gegen den Tech-Milliardär Elon Musk aus.

Tech-Milliardär Elon Musk (51) und Ex-US-Präsident Donald Trump (76) haben eine grosse Gemeinsamkeit: Beide haben in den sozialen Medien ein ausgeprägtes Mitteilungsbedürfnis. Und beide schwingen dabei gerne den verbalen Zweihänder – gerne auch mal gegeneinander. Die Attacken zwischen Musk und Trump haben nun aber ein neues Level erreicht.

Trump griff Musk an einer Wahlveranstaltung frontal an und bezeichnete ihn als «Bullshit Artist», also jemand, der immer wieder Mist baut. Musk habe ihm gegenüber behauptet, ihn an den Präsidentschaftswahlen 2016 gewählt zu haben.

An einer Tech-Konferenz in Miami sagte der Tesla-Gründer aber Gegenteiliges: Er habe in seinem Leben möglicherweise noch nie für die Republikaner gestimmt, also für die Partei, für die Trump von 2017 bis 2021 im Weissen Haus sass.

Musk fordert Maximalalter für Präsidenten

Trump rühmte sich an der Veranstaltung auch damit, vorausgesagt zu haben, dass Musk den Kurznachrichtendienst Twitter nicht zu einem derart «lächerlichen Preis» kaufen würde. Musk hatte am Freitag mitgeteilt, dass er von der Vereinbarung zum Kauf von Twitter für rund 44 Milliarden Dollar zurücktritt. Bei dieser Gelegenheit warb Trump rege für seinen eigenen Nachrichtendienst «Truth Social».

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Musk ging auf Twitter gleich zum Gegenangriff über und forderte auf dem Kanal ein Maximalalter für eine Präsidentschaftskandidatur von 69 Jahren. «Ich hasse den Mann nicht, aber es ist Zeit für Trump, seinen Hut an den Nagel zu hängen und in den Sonnenuntergang zu segeln», schrieb er am Dienstag auf Twitter. Aktuell wird rege darüber spekuliert, ob Trump 2024 für eine zweite Amtszeit als US-Präsident kandidiert. Würde er Joe Biden (79) ablösen, wäre er am Ende der Amtszeit 82 Jahre alt.

Musk droht Klage

Eine erneute Retourkutsche von Trump scheint nur eine Frage der Zeit. Für Musk dürfte es aber auch ohne weitere Trump-Attacke ungemütlich werden. Twitter kündigte an, am offiziellen Sitz des Unternehmens im Bundesstaat Delaware gegen ihn vor Gericht zu gehen. Der dortige Court of Chancery könnte auch den Vollzug einer Übernahme anordnen.

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Musk begründete seinen Rückzug vom Twitter-Kauf mit seinen bisher nicht belegten Behauptungen, dass Twitter deutlich mehr Fake-Accounts habe als die vom Unternehmen stets genannte Schätzung von weniger als fünf Prozent. (smt)

Zehn Stationen: So wurde Elon Musk zum Milliardär(01:54)


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