Betrug und Fake-Inserate auf Booking und Co.
So schützen Sie sich vor Buchungsflopps

Auf Vermittlungsseiten wie Booking.com oder Expedia können Sie viele Hotelangebote auf einmal ermitteln. Doch das ist eine gefundene Nische für Betrüger. BLICK zeigt, wann Misstrauen angesagt ist.
Publiziert: 29.05.2020 um 09:55 Uhr
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Aktualisiert: 04.06.2020 um 11:20 Uhr
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Eine gute Planung ist entscheidend, wenn man keine bösen Überraschungen erleben möchte.
Jenny Wagner

Eine Situation, die sich keiner wünscht: Auf Booking, Expedia oder einer anderen Buchungsplattform im Internet hat man schnell ein wunderschönes Hotelzimmer gefunden. Die Bilder sehen vielversprechend aus. Die Buchung steht, die Ferien werden angetreten. Doch dann kommt die böse Überraschung. Mit den Bildern auf der Vermittlungsplattform hat die Realität wenig zu tun.

Bereits im Vorfeld kann diese Situation – und vor allem ein Haufen Ärger – vermieden werden. BLICK zeigt Ihnen wie.

Schauen Sie auf Google Maps

Bei Vermittlungsplattformen ist immer eine gesunde Portion Skepsis angebracht. Suchen Sie die Unterkunft bei Google Maps (Satelliten-Ansicht). So verschaffen Sie sich ein Bild von der Lage und können sehen, ob ein Aussenpool in einer dicht befahrenen Verkehrslage in der angegeben Grösse existieren kann.

Falls Sie auf Airbnb buchen, stellen Sie dem Vermieter konkrete Fragen. Sind genügend Hausschlüssel, Handtücher und Bettbezüge vorhanden? Ist eine Person bei der Übergabe vor Ort und erreichbar während des Aufenthalts? Sind diese Fragen geklärt, bedeutet das für Sie weniger Stress und mehr Sicherheit.

Warnzeichen sind E-Maildressen auf Airbnb. Wenn eine Aufforderung kommt, Geld zu überweisen, statt über das System von Airbnb zu bezahlen, sollte man die Finger vom Angebot lassen. Die Objekte könnten Fake-Inserate sein.

Bei wenig bekannten Vermittlungsplattformen gilt doppelte Vorsicht. «Der Kunde sollte misstrauisch werden, wenn das Angebot sehr günstig ist. Vor allem auf Plattformen, die er noch nicht kennt», warnt Sara Stalder (54), Geschäftsleiterin des Schweizerischen Stiftung für Konsumentenschutz. «Auf keinen Fall mit Vorkasse bezahlen», rät sie.

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Bewertungen sind nicht immer zuverlässig

Bei allen Portalen gilt: Bewertungen von Vormietern durchklicken, um so einen umfassenden Eindruck von der Ferienimmobilie zu gewinnen. Franco Muff (62), Ombudsmann der Schweizer Reisebranche rät, man solle auf die Mittelwerte achten. «Der Durchschnitt sagt am meisten aus. Lassen Sie sich weder von sehr positiven oder besonders negativen Kommentaren leiten.»

Wenn Sie ein Hotel über eine Vermittlungsplattform buchen, scheuen Sie sich nicht davor, ihre Unzufriedenheit direkt beim Hotel zu deponieren. «Erhebliche Mängel sollten fotografisch dokumentiert werden», rät Konsumentenschützerin Stalder. «Beschweren Sie sich direkt beim Hotel. Oft kann noch vor Ort eine Lösung gefunden werden.»

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