Beim Hard Rock Hotel in Davos
Neue Residenzen für 20 Millionen in WEF-Ort geplant

Das Hard Rock Hotel erweitert sein Angebot an käuflichen Hotelapartments um 17 Einheiten. Das macht sowohl für das Hotel als auch für den Käufer Sinn.
Publiziert: 16.01.2024 um 21:02 Uhr
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So sehen die heutigen Hotelapartments im Hard Rock Hotel Davos aus – bald kommen 17 weitere, modernere Einheiten hinzu.
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Jean-Claude RaemyRedaktor Wirtschaft

Das WEF ist für Davos ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor. Von den wahnsinnigen Übernachtungspreisen in der WEF-Woche können sowohl die Hotels als auch die Wohnungsbesitzer profitieren. 

Besonders profitabel ist das Modell eines Serviced Apartment: Damit gemeint sind vollständig eingerichtete Wohnungen, von Hotels erbaut und an Privatpersonen verkauft, die allerdings nur wenige Wochen pro Jahr darin wohnen. Während der restlichen Zeit vermietet das Hotel die Wohnungen und zahlt den Eigentümern eine Kommission. 

Eigenheim in Davos: So funktioniert das Modell im Hard Rock Hotel(03:04)

So auch das Hard Rock Hotel (4+ Sterne) im Herzen von Davos GR. Dessen Eigentümerin, die International Hospitality Services AG (IHS), hatte bereits nach der Eröffnung des Hard Rock Hotels Davos im Jahr 2017 insgesamt 15 Hotelapartments in den Verkauf gebracht. Jetzt sollen 17 weitere Hotelapartments dazukommen. 

Eine gewaltige Investition

Das Investitionsvolumen beträgt 20 Millionen Franken. Dafür wird das neben dem Hard Rock Hotel befindliche Spengler's Inn abgebrochen. Bereits Ende 2024 sollen dort die neuen Residenzen entstehen. Der Verkauf ist bereits gestartet, erste Apartments sind verkauft.

Laut Marika Zanoletti (60), die den Verkauf der Residenzen des Hard Rock Hotel Davos verantwortet, gibt es die kleinsten Wohnungen ab 700'000 Franken, die grössten kosten 1,8 Millionen Franken. «Das entspricht den lokal üblichen Preisen», sagt sie. Wobei im Hotelapartment eine Art Sorglospaket enthält: Die Wohnung ist nicht nur möbliert und wird vom Hotel gereinigt und instand gehalten, sondern der Eigentümer hat auch Parkplatz, Frühstück im Hotel sowie Spa-Besuch stets inbegriffen.

Während bis zu acht Wochen im Jahr können die Eigentümer die Wohnungen selber nutzen, «auch tageweise», so Zanoletti. Bei Vermietung an andere Gäste erhält der Eigentümer 60 Prozent des Zimmerumsatzes. Schon allein mit der WEF-Woche resultiert somit eine Rendite, die die Unterhaltskosten und Hypothekenzahlungen weitgehend deckt. Aber auch ohne das WEF werfen die Hotelapartments laut Zanoletti eine Rendite ab, wie 2021 deutlich wurde, als es kein WEF in Davos gab.

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Mit dem Serviced Apartment gibt es also trotz Zweitwohnungsgesetz eine Möglichkeit für eine Ferienwohnung in den Bergen.

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