Alarmierende Langzeit-Studie: Welche Nahrungsmittel uns schaden
Light- und Zero-Getränke erhöhen Sterberisiko

Da kann einem schonmal der Appetit vergehen: Wer diese gross angelegte Langzeitstudie aus den USA analysiert, der lässt in Zukunft vielleicht eher einmal die Finger von Tiefkühlpizza, Light- und Zero-Getränken oder den leckeren Chicken-Nuggets.
Publiziert: 06.07.2024 um 15:27 Uhr
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Aktualisiert: 06.07.2024 um 16:44 Uhr
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Light- und Zero-Getränke werden zu den hoch verarbeiteten Lebensmitteln dazugezählt, da sie künstliche Süssstoffe wie Aspartam, Acesulfam-Kalium und Stevia sowie weitere Zusatzstoffe enthalten, die in Vollwertkost nicht vorkommen.

Fast drei Jahrzehnte lang haben Forscher die Essgewohnheiten von über 500'000 Menschen in den USA aufgezeichnet. Jetzt ist die Mega-Studie des National Cancer Institute im US-Bundesstaat Maryland veröffentlicht worden. Dabei wurden die Ernährungsdaten mit den Sterberaten verglichen. Die Ergebnisse beunruhigen: Wer viele hoch verarbeitete Lebensmittel isst, erhöht sein Sterberisiko drastisch. Bei Frauen ist die Lebenserwartung um 14 Prozent, bei Männern gar um 15 Prozent gesunken.

Bemerkenswert: Light- und Zero-Getränke – also Getränke, die auch in der Schweiz von der breiten Bevölkerung häufig konsumiert werden – sind die Hauptverursacher. Gefolgt von zuckerhaltigen Softdrinks, raffinierten Getreideprodukten wie hoch verarbeitetem Brot und Backwaren sowie stark verarbeitetes Fleisch. «Getränke sind ein sehr wichtiger Bestandteil der Ernährung und tragen wesentlich zu hoch verarbeiteten Lebensmitteln bei», sagt Studienleiterin Erikka Loftfield vom National Cancer Institute gegenüber CNN.

Light- und Zero-Getränke werden in dieser Kategorie dazugezählt, da sie künstliche Süssstoffe wie Aspartam, Acesulfam-Kalium und Stevia sowie weitere Zusatzstoffe enthalten, die in Vollwertkost nicht vorkommen. In der Mega-Studie werden diese Getränke mit einem höheren Risiko in Verbindung gebracht, frühzeitig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Weiter festgestellt wurde auch der Zusammenhang zum Auftreten von Demenz, Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit, Schlaganfall und metabolischem Syndrom, das zu Herzkrankheiten und Diabetes führen kann.

Hotdog, Speck oder Chicken-Nuggets

Hoch verarbeitete Lebensmittel enthalten Zutaten, die in Küchen selten oder nie verwendet werden, sowie Zusatzstoffe, die das Endprodukt schmackhafter oder attraktiver machen sollen. Zu den alltäglichen Beispielen gehört die Tiefkühlpizza genauso wie Speck, Chicken-Nuggets oder der Hotdog. Stark verarbeitetes Fleisch wird von den Forschenden mit Darm- und Magenkrebs, Herzerkrankungen, Diabetes und «frühzeitigem Tod jeglicher Ursache» in Verbindung gebracht.

Gemäss der Studie konsumieren junge und schwere Menschen am meisten hoch verarbeitete Lebensmittel – bei ihnen ist das Gesundheitsrisiko besonders hoch. Die Forscher weisen in ihren Ergebnissen allerdings darauf hin, dass auch Menschen mit normalem Gewicht und besserer Ernährung ein gewisses Risiko für einen frühen Tod durch stark verarbeitete Lebensmittel hatten.

Wir konsumieren immer mehr hoch verarbeitete Lebensmittel

Die Daten der Mega-Studie stammen teilweise aus den 1990er-Jahren – das macht sie laut den Experten aber nur noch besorgniserregender. Denn seither hat sich der Konsum der ungesunden Lebensmittel in den USA verdoppelt. Heute machen sie schätzungsweise 60 Prozent der täglichen Kalorien eines durchschnittlichen Amerikaners aus. «Wenn überhaupt, unterschätzen wir den Verzehr von hoch verarbeiteten Lebensmitteln in unserer Studie», so Studienleiterin Loftfield.

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Um hoch verarbeitete Lebensmittel zu begrenzen, empfiehlt Loftfield, mehr Vollwertkost zu konsumieren und bei stark verarbeiteten Produkten auf den Natrium- und Zuckergehalt zu achten. Dieser darf nicht zu hoch sein. Ihr Appell zum Schluss: «Wir sollten uns wirklich darauf konzentrieren, eine Ernährung zu haben, die reich an vollwertigen Lebensmitteln ist.»

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Blick benutzt künstliche Intelligenz als Helferin bei der Redaktionsarbeit, etwa beim Aufspüren verschiedener Quellen oder beim Erstellen von Zusammenfassungen von Texten aus verlässlichen Quellen. Blick befolgt beim Einsatz künstlicher Intelligenz strenge Regeln. So hat bei der Qualitätskontrolle immer ein Mensch das letzte Wort. Mehr dazu im «Code of Conduct».

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