Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Center of Automotive Management (CAM) in Deutschland hervor.
Demnach wurden allein auf dem Riesenmarkt USA im vergangenen Jahr fast 63 Millionen Autos 16 globaler Hersteller wegen sicherheitsrelevanter Probleme zurück in die Werkstätten beordert - mehr als doppelt so viele wie im bisherigen Rekordjahr 2004.
Das CAM analysiert seit 2005 die Rückrufe der Autohersteller des jeweiligen Vorjahres. Die Rückrufquote setzt die Zahl der Rückrufe ins Verhältnis zu den Neuzulassungen.
Sie kann über 100 Prozent liegen, weil auch ältere Modelle betroffen sind. Als Referenz dienen die USA, weil die Bedingungen für Rückrufe dort besonders streng sind und das Klagerisiko höher ist.
Fast drei Mal mehr Rücklauf als 2013
Spitzenreiter war demnach zuletzt der amerikanische Hersteller General Motors (GM). Das Unternehmen hatte 2014 unter anderem wegen fehlerhafter Zündschlösser, durch die es zu mehreren Todesfällen gekommen war, mit Massenrückrufen zu kämpfen. Grund für zahlreiche Aktionen mehrerer Autobauer waren zudem fehlerhafte Airbags des japanischen Zulieferers Takata.
Die deutschen Hersteller kommen in der Gesamtschau vergleichsweise gut weg: Die Rückrufquote von BMW blieb mit 227 Prozent nahezu unverändert. Daimler zählte mit 76 Prozent zu den qualitätsstärksten Herstellern.
Zum Vergleich: GM kam auf eine Quote von 912 Prozent und liegt damit deutlich über dem Jahresdurchschnitt aller Produzenten.
Im Durchschnitt beläuft sich deren Rücklaufquote auf 379 Prozent und ist damit fast drei Mal höher als im Vorjahr. In der Bildergalerie sehen Sie die Spitzenreiter und die Schlusslichter der CAM-Studie. (SDA/grv)