Snowboard Slopestyle
Rohner sicherte der Schweiz dritten Olympia-Quotenplatz

Die Snowboardcrosser können in China nicht überzeugen und scheitern früh. Dafür läuft es Hasler im Slopestyle in Laax besser. Hier gibts die Wintersport-Übersicht vom Sonntag.
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Keystone-SDADie Schweizer Nachrichtenagentur

Rohner bringt dritten Olympia-Quotenplatz

Bob – Im Viererbob der Männer blieben die Schweizer in Altenberg in Abwesenheit von Michael Vogt ohne Top-Klassierung. Timo Rohner sichert der Schweiz im Schlitten mit Cyril Bieri, Pascal Moser und Mathieu Hersperger mit Rang 13 aber einen dritten Quotenplatz für die Olympischen Spiele und darf mit etwas Goodwill mit einer Selektion rechnen.

Cédric Follador wird mit seinen Hinterleuten Achter. Der Vierer von Kilian Rohn (16.) überquert die Ziellinie im zweiten Lauf liegend, das Quartett blieb jedoch unverletzt. Die Deutschen feiern bei der letzten Weltcup-Station einen weiteren Dreifachsieg. Europameister Adam Ammour hat die Nase knapp vor dem Gesamtweltcupsieger Johannes Lochner und Francesco Friedrich.

Timo Rohner und sein Team haben Chancen auf Olympia.
Foto: IMAGO/Eibner

Hasler überzeugt in Laax

Snowboard Freestyle – Jonas Hasler gelingt am Laax Open wie im Vorjahr ein Top-Resultat. Der 19-jährige Thurgauer springt im Slopestyle-Final der Snowboarder auf den sechsten Platz.

Hasler, der sich als einziger Schweizer für den Final der besten zwölf qualifizierte, glänzt vor allem bei den Sprüngen. Ein noch besseres Ergebnis vergibt er am vergleichsweise einfachen Rail. Als Sechster steht er seinem fünften Rang von letzter Saison gleichwohl nur minim nach und egalisiert sein drittbestes Karriere-Resultat.

Hasler gehört zu den nur noch wenigen Athleten, die sowohl in der Halfpipe und im Slopestyle mitmischen. Auch im Big Air will er an den Olympischen Spielen antreten. Den Sieg holt sich am Sonntag der Franzose Romain Allemand vor dem Japaner Yuto Kimura und dem chinesischen Big-Air-Olympiasieger Su Yiming.

Jonas Hasler wird in Laax Sechster.
Foto: Nico Ilic/freshfocus

Baserga mit starker Aufholjagd

Biathlon – Amy Baserga weiss in Ruhpolding zu überzeugen. Im 10 Kilometer langen Verfolgungsrennen belegt sie den 5. Platz, nachdem sie als 22. ins Rennen gestartet ist. Auch Lea Meier gelingt als Zwölfte ein gutes Rennen. Den Sieg sichert sich die Französin Lou Jeanmonnot vor Hanna Öberg und Camille Bened.

Weniger erfolgreich verläuft der Wettkampf für Lena Häcki-Gross. Bei der letzten Gelegenheit, die Selektionskriterien für Olympia zu erfüllen, wird Häcki-Gross nur 40. anstatt des benötigten 25. Platzes. Sie muss nun darauf hoffen, selektioniert zu werden, obschon sie nur die halbe Selektion geschafft hat.


Zeigt in Ruhpolding eine starke Aufholjagd: Amy Baserga.
Foto: NordicFocus/freshfocus

Im Verfolgungsrennen der Männer weiss Sebastian Stalder zu überzeugen. Der Zürcher Oberländer, der den Sprint als 32. beendet hat, arbeitet sich dank einer fehlerfreien Leistung am Schiessstand bis auf Rang 18 vor. Es ist sein bestes Resultat in diesem Winter.

Niklas Hartweg (44.) und Joscha Burkhalter (46.) verpassen beim Sieg des Norwegers Johannes Dale-Skjevdal die Punkteränge. Für Hartweg ist es der letzte Wettkampf vor den Olympischen Spielen. Der in dieser Saison gesundheitlich angeschlagene Schwyzer verzichtet auf die Rennen der kommenden Woche in Nove Mesto, um sich optimal auf die Winterspiele vorzubereiten.

Casanova verpasst nächsten Exploit

Snowboard – Gian Casanova schafft am Tag nach seinem Podestplatz im Parallel-Riesenslalom in Bansko keinen weiteren Exploit. Der Bündner hat im zweiten Rennen in den Viertelfinals gegen den Deutschen Yannik Angenend das Nachsehen – jenen Gegner, den er tags zuvor im kleinen Final um den 3. Platz bezwungen hat.

Auch den übrigen Schweizern läuft es am Sonntag nicht wunschgemäss. Bei den Frauen ist Julie Zogg als Viertelfinalistin die beste Schweizerin, bei den Männern scheiterte der Teamleader Dario Caviezel eine Runde vor Casanova in den Achtelfinals.

Auch bei den Männern gelingt es den Snowboardcrossern nicht, vorne mitzufahren. Bester Schweizer wird Kalle Koblet, der das Rennen auf dem 11. Platz beendet. Am Samstag hat er es noch bis in den kleinen Final geschafft. Der Sieg geht an den Australier Adam Lambert, der vor Alessandro Hämmerle und Nathan Pare triumphiert.

Einen Tag nach seinem Podestplatz scheitert Casanova im Viertelfinal.
Foto: keystone-sda.ch

Siegenthaler und Koblet scheitern früh

Snowboardcross – Sina Siegenthaler (25) belegt in China erneut den 10. Platz. In Dongbeiya scheitert die Snowboardcrosserin, wie bereits am Samstag, im Viertelfinal. Aline Albrecht schafft die Qualifikation ebenfalls, doch auch für sie ist im Viertelfinal als 15. Schluss. Den Sieg sichert sich die Französin Julia Nirani-Pereira vor Landsfrau Chloe Trespeuch. Die Britin Charlotte Bankes, die am Samstag gewonnen hat, komplettiert das Podest. 

Sina Siegenthaler bleibt am Sonntag wieder im Viertelfinal hängen.
Foto: keystone-sda.ch

Auch bei den Männern gelingt es den Snowboardcrossern nicht, vorne mitzufahren. Bester Schweizer wird Kalle Koblet, der das Rennen auf dem 11. Platz beendet. Am Samstag hat er es noch bis ins kleine Final geschafft. Der Sieg geht an den Australier Adam Lambert, der vor Alessandro Hämmerle (Ö) und dem US-Amerikaner Nathan Pare triumphiert.

Rüesch knapp in Top 40

Langlauf – Das Schweizer Langlauf-Team konnte in Oberhof über 10 Kilometer klassisch nicht überzeugen. Bester Schweizer ist Jason Rüesch, der den 39. Platz belegt. Beda Klee (45.), Nicola Wigger (47.), Cyril Fähndrich (49.), Antonin Savary (56.) und Candide Pralong (61.) fallen gar noch weiter zurück. Den Sieg sichert sich der Norweger Martin Löwström Nyenget vor dem Finnen Iivo Niskanen und Löwström Nyengets Landsmann Erik Valnes.

Jason Rüesch wird als bester Schweizer 39.
Foto: NordicFocus/freshfocus

Karriere-Bestergebnis für Kälin

Während die Schweizer Männer enttäuschen, weiss Nadja Kälin zu überzeugen. Über 10 Kilometer klassisch läuft die Bündnerin auf den 7. Platz. Es ist ihr Karriere-Bestergebnis in einem Einzel-Rennen. Lea Fischer (22.) und Marina Kälin (26.) schaffen es ebenfalls unter die besten 30. Den Sieg sichert sich die Schwedin Moa Ilar vor Teresa Stadlober und Jonna Sundling.

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