Curling-Highlight in Finnland
Hürlimann-Team schafft bei EM-Debüt Medaillen-Coup

Bronzemedaille für die Schweiz bei der Curling-EM in Lohja (Fi). Das Debüt-Team um Corrie Hürlimann schlägt Norwegen im kleinen Finale und feiert einen unerwarteten Erfolg.
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Schweizer Medaillenjubel an der Curling-EM: Das Team um Skip Corrie Hürlimann schafft es bei der ersten Teilnahme sogleich aufs Podest.
Foto: Swiss Curling

Darum gehts

  • Schweizer Curlerinnen gewinnen EM-Bronze in Finnland gegen Norwegen
  • Das Team vom CC Zug überrascht bei ihrem EM-Debüt
  • Sieg mit 8:4 gegen Norwegen im Spiel um Platz 3
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Die Schweizer Curlerinnen krönen ihre Woche an den Europameisterschaften im südfinnischen Lohja mit dem Gewinn der Bronzemedaille. Im Spiel um Platz 3 schlagen sie Norwegen sicher mit 8:4.

Es war ein souveräner letzter Auftritt von Celine Schwizgebel (26), Stephanie Berset (28), Marina Loertscher (26) und Skip Corrie Hürlimann (27). Einen Tag nach dem verlorenen Halbfinal gegen Schottland (5:8) trat das junge Zuger Team bemerkenswert abgeklärt auf. Die Basis zum Sieg legte das Quartett im dritten End mit einem Dreierhaus. Danach kamen die Norwegerinnen zwar nochmals auf 2:3 heran, konnten gegen die fehlerlos spielenden Schweizerinnen aber nichts mehr ausrichten.

«Es ist grossartig», freute sich Corrie Hürlimann, die Tochter von Patrick Hürlimann (62), der 1998 in Nagano als Skip Olympia-Gold geholt hatte, im Siegerinterview. «Wir spürten den Druck, für die Schweiz zu spielen. Gleichzeitig haben wir versucht, Spass zu haben.»

Wartet nun die WM?

Die Zugerinnen, die eines der jüngsten Teams auf diesem Niveau stellen, verdienten sich das Recht, erstmals an einem internationalen Grossanalass anzutreten, mit dem Gewinn der Schweizer Meisterschaft im letzten Februar. Unter anderem schlugen sie dort den CC Aarau um Skip Silvana Tirinzoni (46), der an den letzten drei Europameisterschaften zweimal Gold und einmal Silber gewonnen hatte, und zudem an den letzten sechs Weltmeisterschaften sehr erfolgreich die Schweiz vertreten hat (viermal Gold, zweimal Silber).

Das nächste Ziel für die Zugerinnen ist die Schweizer Meisterschaft Ende Februar in Bern. Dann geht es auch um die Teilnahme an der WM 2026 (14. bis 22. März). An den unmittelbar vor den nationalen Titelkämpfen stattfindenden Olympischen Spielen ist für die Schweiz Silvana Tirinzoni mit ihrem Team am Start.

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