Schweizerin mit Sensations-Out
Bencic-Schreck hat mit erst 19 schon Dopingsperre hinter sich

Die Schweizerin verliert überraschend in der 2. Runde gegen die Qualifikantin Bartunkova. Bencic gewinnt zwar den zweiten Satz 6:0, kann die Niederlage aber nicht verhindern.
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Bitteres Aus für Belinda Bencic an den Australian Open.
Foto: keystone-sda.ch
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Cédric HeebRedaktor Sport

Das ist ein herber Dämpfer für Belinda Bencic (28, WTA 10). Die Schweizerin, die sich mit ihren Leistungen am United Cup zum Jahresbeginn zu einer der Geheimfavoritinnen für die Australian Open heraufgearbeitet hat, scheidet in der 2. Runde aus. 3:6, 6:0, 4:6 heisst es am Ende gegen die sensationell aufspielende, tschechische Qualifikantin Nikola Bartunkova (19, WTA 126).

Die Ostschweizerin gewinnt im ersten Satz nur 62 Prozent der Punkte nach ihrem ersten Aufschlag. Den ersten Break-Rückstand macht Bencic direkt wieder wett, nur um dann anschliessend ihr Aufschlagspiel gleich ein zweites Mal abzugeben. In Durchgang zwei ändert sich das Match drastisch. Die Olympiasiegerin von Tokio 2021 gesteht ihrer Gegnerin nur gerade elf Punkte zu und retourniert besser. Das lässt auf einen erfolgreichen dritten Satz hoffen.

Doch es kommt anders. Zweimal holt Bencic ein Break wieder auf, der dritte Aufschlagdurchbruch zum 4:5 aus Sicht der Schweizerin ist dann aber einer zu viel. Die Tschechin serviert das Match souverän nach Hause.

«Bencic war eine meiner Favoritinnen», sagt Tennis-Legende Boris Becker bei Eurosport. Nun muss die 28-Jährige jedoch bereits nach dem zweiten Spiel ihre Koffer packen.

Doping-Schock vor zwei Jahren

Bartunkova, die zum Auftakt bereits Daria Kasatkina völlig überraschend schlug, schreibt ihr Märchen derweil weiter. Die junge Osteuropäerin gilt als grosses Talent – mit einem frechen, furchtlosen Spiel. Die Quali miteinberechnet verlor sie drei Sätze an diesem Turnier mit 0:6 oder 1:6, kam danach aber immer wieder eindrücklich zurück. 

Sie wurde schon vor Jahren als einer der neuen aufgehenden Sterne im Tennis-Land Tschechien gehandelt, allerdings geriet sie dann Anfang 2024 in negative Schlagzeilen. Bei zwei Turnieren war bei ihr die verbotene Substanz Trimetazidin nachgewiesen worden. Die Folge? Eine Sperre, die letztlich auf sechs Monate reduziert wurde, weil die positiven Tests auf verunreinigte Lebensmittel zurückgeführt wurden.

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