Swiatek weiter auf Kurs
Zverev scheitert an US Open früh – Sinner muss erstmals beissen

Für Alexander Zverev sind die US Open nach Runde 3 zu Ende. Jannik Sinner wackelt derweil, fällt aber nicht. Und Iga Swiatek befindet sich weiter auf Kurs.
Publiziert: 09:05 Uhr
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Alexander Zverev scheidet am US Open bereit in Runde 3 aus
Foto: CRISTOBAL HERRERA ULASHKEVICH

Netzroller am Ursprung von Zverevs Aus

Nachdem Alexander Zverev (28, ATP 3) bei den letzten vier Teilnahmen stets mindestens die Viertelfinals erreicht hatte und 2020 nur zwei Punkte vom Titel entfernt war, ist er nun bereits in der 3. Runde gescheitert. Der 28-Jährige verliert gegen Félix Auger-Aliassime (25, ATP 27) in 3:48 Stunden und vier Sätzen. Dabei hat der Deutsche den ersten Satz gewonnen und ist auch im zweiten Durchgang nahe am Erfolg. Im Tiebreak kann Zverev einen Satzball nicht nutzen. Ein Netzroller, der über den Schläger des vorgerückten Zverev springt, hilft Auger-Aliassime zum Satzausgleich. Damit kippt die Partie zugunsten des Kanadiers, der nun auf den Russen Andrej Rublew (27, ATP 15) trifft.

Der «unglückliche zweite Satz» habe «das ganze Spiel verändert», sagt Zverev, aber Auger-Aliassime habe «insgesamt besser gespielt als ich und verdient gewonnen». Er selbst habe «kein Ballgefühl» gehabt im gesamten Turnier: «Ich habe zu passiv gespielt, weil ich nichts im Schläger hatte.» Seine Rückenschmerzen seien «nicht der Grund» für das frühe Aus, betonte der 28-Jährige.

Gstaad-Sieger Bublik wirft US-Boy raus

Im Männer-Turnier ist Taylor Fritz (27, ATP 4) die letzte Hoffnung der Amerikaner auf einen Heimsieg, den ersten seit Andy Roddick 2003. Nach Ben Shelton (22, ATP 6, Aufgabe) und Frances Tiafoe (27, ATP 17) ist auch Tommy Paul (28, ATP 14) in der 3. Runde gescheitert. Der Weltranglisten-14. muss sich nach fünf umkämpften Sätzen dem Kasachen Alexander Bublik (28, ATP 24) geschlagen geben. Dieser befindet sich sichtlich im Hoch: Von den letzten 17 Spielen verlor er einzig die Erstrundenpartie in Wimbledon, die Turniere in Halle, Gstaad und Kitzbühel gewann er. Nun trifft Bublik bereits zum dritten Mal in diesem Jahr auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner: Am French Open verlor er gegen den Italiener, in Halle gewann er.

Sinner muss erstmals beissen

In der 3. Runde hinterlässt der Titelverteidiger und Weltranglistenerste Jannik Sinner (24) erstmals einen nicht unwiderstehlichen Eindruck. Der Italiener verliert gegen Denis Shapovalov (26, ATP 29) den ersten Satz und sieht sich im dritten zwei Breakchancen zum 0:4 gegenüber. Er wehrt diese ab und siegt am Ende nach knapp dreieinviertel Stunden noch komfortabel 5:7, 6:4, 6:3, 6:3. «Solche Partien sind normal», meint Sinner nach dem Spiel und stellt klar: «Ich bin auch keine Maschine.»

Swiatek weiter auf Kurs

Wimbledon-Siegerin Iga Swiatek (24, ATP 2) ist auch am US Open auf Kurs. Nur zwei Wochen, nachdem sie in Cincinnati gegen sie gespielt hat, trifft die Polin erneut auf die Russin Anna Kalinskaja (26, ATP 29). Und wie in Cincinnati gewinnt die Weltranglisten-Zweite in zwei Sätzen. Dabei zeigt Swiatek im ersten Satz beim Stand von 1:5 eine eindrückliche Aufholjagd, wehrt vier Satzbälle ab und gewinnt am Ende im Tiebreak. Im Achtelfinal wartet mit Jekaterina Alexandrowa (30, WTA 12) die nächste Russin.

Duell der US-Open-Siegerinnen

Bei den Frauen sticht aber ein anderes Achtelfinal-Duell heraus. Der einheimische Fanliebling Coco Gauff (21, WTA 3) trifft auf die wieder erstarkte, zweifache US-Open-Siegerin Naomi Osaka (27, WTA 24). Die Weltnummer 3, die in New York vor zwei Jahren triumphierte, zeigt in der 3. Runde gegen Magdalena Frech (27, WTA 33) aus Polen ihre bisher beste Leistung des Turniers, die Japanerin US-Open-Siegerin von 2018 und 2020) schaltet in drei Sätzen die als Nummer 15 gesetzte Australierin Daria Kasatkina (28, WTA 18) aus.

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