«Die Energie hier ist grossartig»
Bencic nach Auftaktsieg in Melbourne zufrieden

Belinda Bencic startet furios in die Australian Open und gibt im ersten Satz kein Game ab. Danach hat sie etwas mehr zu kämpfen – am Ende gewinnt sie gegen Katie Boulter 6:0, 7:5.
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Start nach Mass für Belinda Bencic an den Australian Open: Die Ostschweizerin gewinnt ihre Erstrundenpartie gegen die Britin Katie Boulter.
Foto: Getty Images

Nach Stan Wawrinka erreicht an den Australian Open auch Belinda Bencic die 2. Runde. Die Ostschweizerin zeigt sich bei ihrem 6:0, 7:5-Sieg gegen Katie Boulter souverän.

Die Weltnummer 10 muss gegen die Britin Boulter (WTA 113) ihren Aufschlag nur einmal abgeben und behält auch im engeren zweiten Satz jederzeit die Kontrolle. Die Olympiasiegerin von 2021 ist damit in diesem Jahr auch nach sechs Partien noch ungeschlagen.

Nach einem komplett einseitigen Startsatz findet Boulter, die vor einem Jahr noch die Nummer 23 der Welt war, deutlich besser ins Spiel. Zum 4:4 gelingt ihr das einzige Break gegen den Aufschlag von Bencic. Die 28-jährige Ostschweizerin lässt sich jedoch nicht aus der Spur bringen. Nach einem weiteren Break zum 6:5 serviert sie im Anschluss souverän zum Sieg – nach weniger als eineinhalb Stunden.

Auch in neuem Outfit erfolgreich

Entsprechend erfreut zeigt sich Bencic im Platzinterview nach dem Spiel: «Ich fühle mich so wohl hier in Australien. In Perth, in Sydney (beide beim United Cup, d. Red.) und jetzt in Melbourne. Die Energie hier ist grossartig.»

Bencic präsentiert in Melbourne ihr neustes Outfit, mit weissem Rock und weissgrünem Top. Nach ihrem Super-Lauf beim United Cup – in Rot-Weiss – wird sie aber natürlich auf ihr Schweizer Dress angesprochen, das sie zuletzt so stark machte: «Ich habe wirklich darüber nachgedacht, das ganze Jahr über in Rot und Weiss zu spielen.»

Das lief am Dienstag sonst noch an den Australian Open

Titelverteidigerin mit Startschwierigkeiten

Vorjahressiegerin Madison Keys liegt gegen die Ukrainerin Oleksandra Olijnykowa zu Beginn 0:4 zurück, ehe sie sich nach exakt 100 Minuten 7:6 (8:6), 6:1 durchsetzt. Im Tiebreak hat die Weltranglisten-Neunte aus den USA gegen die Nummer 92 im Ranking noch einmal einen heiklen Moment zu überstehen: Sie gewinnt die Kurzentscheidung nach zwei abgewehrten Satzbällen.

Sinner und Musetti profitieren von Aufgaben

Titelverteidiger Jannik Sinner kommt in seinem ersten Ernstkampf der Saison im Eiltempo zum Sieg. Der Franzose Hugo Gaston muss beim Stand von 6:2, 6:1 für den Italiener nach 68 Minuten verletzungsbedingt aufgeben. Er ist im ersten Satz gestürzt, die genaue Natur der Verletzung ist jedoch nicht auf Anhieb ersichtlich. Später gibt er Probleme mit dem Bauchmuskel als Grund an.

Auch Sinners als Nummer fünf gesetzter Landsmann Lorenzo Musetti profitiert von der Aufgabe seines Gegners. Der Belgier Raphaël Collignon wirft an einem heissen Sommertag bei 1:2-Satzrückstand im vierten Durchgang wegen Krämpfen das Handtuch.

Titelverteidigerin mit Startschwierigkeiten

Vorjahressiegerin Madison Keys liegt gegen die Ukrainerin Oleksandra Olijnykowa zu Beginn 0:4 zurück, ehe sie sich nach exakt 100 Minuten 7:6 (8:6), 6:1 durchsetzt. Im Tiebreak hat die Weltranglisten-Neunte aus den USA gegen die Nummer 92 im Ranking noch einmal einen heiklen Moment zu überstehen: Sie gewinnt die Kurzentscheidung nach zwei abgewehrten Satzbällen.

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Titelverteidiger Jannik Sinner kommt in seinem ersten Ernstkampf der Saison im Eiltempo zum Sieg. Der Franzose Hugo Gaston muss beim Stand von 6:2, 6:1 für den Italiener nach 68 Minuten verletzungsbedingt aufgeben. Er ist im ersten Satz gestürzt, die genaue Natur der Verletzung ist jedoch nicht auf Anhieb ersichtlich. Später gibt er Probleme mit dem Bauchmuskel als Grund an.

Auch Sinners als Nummer fünf gesetzter Landsmann Lorenzo Musetti profitiert von der Aufgabe seines Gegners. Der Belgier Raphaël Collignon wirft an einem heissen Sommertag bei 1:2-Satzrückstand im vierten Durchgang wegen Krämpfen das Handtuch.

Nächste Partie am Donnerstag

Ganz so einfach dürfte dies allerdings nicht sein, zumal ihr Ausrüster Asics auch noch ein Wörtchen mitzureden hat und mehrmals pro Jahr die Kits der neusten Kollektionen liefert. Das weiss natürlich auch Bencic, die im Platzinterview deshalb sagt: «Schauen Sie, ich habe eine Schweizer Flagge auf meiner Tasche – und in meinem Herzen natürlich.» Und fügt lachend an: «Ich glaube, wenn ich in einem Team spielen kann, wie beim United Cup, dann kitzelt dies das Beste aus mir heraus. Deshalb werde ich nun hier in Melbourne versuchen, für das Schweizer Team zu spielen.»

In der 2. Runde trifft Bencic am Donnerstag auf die tschechische Qualifikantin Nikola Bartunkova (WTA 126). Die beiden haben noch nie gegeneinander gespielt.

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