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Verwirrung beim Netzball:Regelstreit nach skurrilem Punkt bei Swiatek

Wem gehört jetzt der Punkt?
Total skurrile Szene bei Swiatek-Sieg an Australian Open

Iga Swiatek steht an den Australian Open in der 3. Runde. Dabei gelingt ihr ein irrer Punktgewinn. Derweil schielt Novak Djokovic auf einen Melbourne-Rekord von Roger Federer. Das sind die Fakten des fünften Turniertages.
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Iga Swiatek feiert einen Zweisatz-Sieg gegen Marie Bouzkova.
Foto: keystone-sda.ch

Irrer Punkt bei Swiatek-Sieg

Die Weltnummer 2 Iga Swiatek (24) setzt sich an den Australian Open gegen Marie Bouzkova (27, WTA 44) mit 6:2, 6:3 durch und steht in der 3. Runde. Für Aufsehen sorgt dabei ein Punkt im ersten Satz, den die Tennis-Welt so auch nur sehr selten sieht. Die Polin schlägt beim Stand von 4:2 auf und wird am Netz von der Tschechin zum Volley gezwungen. Der Ball fliegt hoch in die Luft, kommt auf der Seite von Boukova auf und springt aufgrund des extremen Rückwärtsdralls wieder auf die Platzhälfte von Swiatek zurück. In der Luft smasht Bouzkova, die sich weit übers Netz streckt, den Ball zu Boden. Es herrscht Verwirrung: Wer hat nun den Punkt gewonnen?

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Die Regel besagt: Bouzkova darf in einer solchen Situation den Ball auf der anderen Seite spielen, dabei allerdings nicht das Netz berühren. Doch genau das tut sie. Die Tschechin lässt vom Stuhlschiedsrichter noch überprüfen, ob Swiatek mit ihrem Schläger ebenfalls übers Netz ging und sie dadurch behindert habe. Dies ist allerdings nicht der Fall, weshalb der Punkt der Polin zugesprochen wird. Bouzkova nimmts mit Humor.

Djokovic kurz vor Federer-Rekord

Der Zweitrundensieg von Novak Djokovic (ATP 4) gegen den italienischen Qualifikanten Francesco Maestrelli (23, ATP 141) ist einer ohne grosse Geschichte, doch er bringt den 38-jährigen Serben ganz nahe an eine weitere historische Marke. Er kann am Samstag in der 3. Runde mit einem Erfolg gegen den Holländer Botic van de Zandschulp (30, ATP 75) zum ersten Spieler – Mann oder Frau – der Geschichte mit 400 Siegen an Grand-Slam-Turnieren werden. Zum Vergleich: Roger Federer (44) ist mit 369 gewonnen Matches bei Majors zurückgetreten. An den Australian Open liegt Djokovic mit 101 Siegen einen hinter Rekordhalter Federer. Noch.

Top 8 geben sich keine Blösse

Am Donnerstag finden sowohl bei den Männern als auch den Frauen sämtliche Partien aus der unteren Tableauhälfte statt. Von den jeweiligen Top 8 setzen sich alle durch. Lorenzo Musetti (23, ATP 5) gewinnt gegen Landsmann und Namensvetter Lorenzo Sonego (30, ATP 40) mit 6:3, 6:3, 6:4, Ben Shelton (23, ATP 7) fertigt den australischen Qualifikanten Dane Sweeny (24, ATP 182) ebenfalls in drei Sätzen ab (6:3, 6:2, 6:2).

Bei den Frauen überfährt Jessica Pegula (31, WTA 6) ihre Landsfrau Mccartney Kessler (26, WTA 37) mit 6:0, 6:2. Amanda Anisimova (24, WTA 4), die in der ersten Runde die Schweizerin Simona Waltert (25, WTA 87) eliminiert hat, besiegt Katerina Siniakova (29, WTA 45) ebenfalls klar mit 6:1, 6:4.

Titelverteidigerin Keys mit etwas Mühe

Die Vorjahressiegerin Madison Keys (30, WTA 9) hat in einem weiteren US-Duell Ashlyn Krueger (21, WTA 62) 6:1, 7:5 besiegt. Dabei hat sie im zweiten Satz einen 2:5-Rückstand wettgemacht. «Ich habe sehr gut angefangen und Ash hat etwas geschwächelt. Ich habe fest damit gerechnet, dass sie ihr Niveau steigern würde, und das hat sie auch getan», sagt Keys nach dem Spiel.

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