Boris Becker nicht der einzige
Diese ehemaligen Tennis-Stars sind jetzt Trainer

Boris Becker könnte vor seinem Trainer-Comeback stehen. Auch sonst werden einige der besten Spieler der Welt von ehemaligen Profis trainiert. Blick stellt dir die Bekanntesten unter ihnen vor.
Publiziert: 18.10.2023 um 19:10 Uhr
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Dieses Bild lässt die Gerüchteküche brodeln: Boris Becker (M.) an der Seite von Youngster Holger Rune (2.v.l.).
Björn Lindroos

Kehrt Boris Becker (55) als Trainer auf die Tour zurück? Weil er auf Bildern mit Youngster Holger Rune (20) posiert, wird über ein Comeback des sechsfachen Grand-Slam-Siegers spekuliert. Von 2013 bis 2016 trainierte der Deutsche bereits Novak Djokovic. 

Doch Becker ist bei weitem nicht der einzige ehemalige Profi, der heute als Trainer arbeitet.

Magnus Norman – Stan Wawrinka

Als Spieler konnte Magnus Norman (47) keinen Grand-Slam-Titel holen. Als Trainer von Stan Wawrinka (38) gelang ihm dies gleich dreimal, sein Schweizer Schützling gewann unter ihm 2014 die Australian Open, 2015 Roland Garros und 2016 die US Open. 2020 trennte sich Wawrinka dann vom Schweden, bevor er im vergangenen Herbst zu ihm zurückkehrte.

Carlos Moya – Rafael Nadal

Im Alter von 23 Jahren führte der heute 47-jährige Carlos Moya 1999 für zwei Wochen die Weltrangliste an. Ein Jahr zuvor gewann der Spanier in Rolland Garros den einzigen Grand-Slam-Titel seiner Karriere. Sein Schützling Rafael Nadal (37) ist mit 22 Grand-Slam-Siegen um Weiten erfolgreicher als Moya. Seit 2017 ist dieser im Trainerteam von Nadal und seit dem Rückzug von Rafaels Papa Toni 2018 der Haupttrainer. 

Die Stärken seines Schützlings musste Moya schon am eigenen Leib erfahren. Zu seinen Aktivzeiten traf der heutige Coach achtmal auf Rafa. Die Bilanz: sechs Siege Nadal, zwei Siege Moya.

Goran Ivanisevic – Novak Djokovic

Goran Ivanisevic (52) ist der wohl beste kroatische Tennisspieler aller Zeiten. Im Jahr 2001 schrieb er Tennis-Geschichte, als er als Wildcard-Spieler Wimbledon gewann. Bis heute gelang dies keinem anderen Spieler. Mittlerweile trainiert Ivanisevic mit Novak Djokovic (36) den erfolgreichsten Spieler aller Zeiten. «Es ist eine Freude, ein Genie zu trainieren, den besten Tennisspieler und einen der besten Sportler überhaupt. Solche Menschen gibt es nur selten auf der Welt», schwärmte der Kroate kürzlich.

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Von 2013 bis 2016 trainierte Ivanisevic seinen Landsmann Marin Cilic (35) und führte diesen zum Sieg an den US Open 2014. Mit Djokovic arbeitet er seit 2019 zusammen.

Juan Carlos Ferrero – Carlos Alcaraz

Zu seiner Aktivzeit war Juan Carlos Ferrero (43) insgesamt sieben Wochen lang die Weltnummer 1. 2003 gelang dem Spanier mit dem Gewinn der French Open der grösste Erfolg seiner Karriere. Heute trainiert Ferrero mit Carlos Alcaraz (20) den nächsten Superstar des Sports. Seit Alcaraz 15 Jahre alt ist, arbeitet er mit seinem Landsmann zusammen. In dieser Zeit konnte der Jungspund bereits die US Open und Wimbledon gewinnen und wurde zur jüngsten Weltnummer 1 der Tennis-Geschichte. 

Michael Chang – Kei Nishikori

Mit seinem Sieg an den French Open 1989 avancierte Michael Chang (51) im Alter von 17 Jahren und 110 Tagen zum jüngsten männlichen Grand-Slam-Sieger der Tennis-Geschichte. Ein Rekord, der bis heute anhält. Seit 2014 betreut der US-Amerikaner Kei Nishikori (33). Unter ihm erreichte der Japaner im ersten Jahr den Final der US Open, unterlag dort allerdings Marin Cilic. Nishikori ist bis heute der einzige Japaner, der je in einem Grand-Slam-Final stand, und gewann in seiner Karriere bisher 12 Titel.

Brad Gilbert – Coco Gauff

Als Ende Juli bekannt wurde, dass Brad Gilbert (62) nach jahrelanger Auszeit als Coach neu Coco Gauff (19) trainiert, rieben sich einige Tennis-Experten verwundert die Augen. Als Spieler schaffte es Gilbert auf Platz 4 der Weltrangliste, als Trainer coachte er von 1994 bis 2002 Andre Agassi zu sechs Grand-Slam-Titeln. Und auch wenn Gilbert nichts von modernen Hilfsmitteln hält – er vertraue lieber seinen Augen – erlebt er mit Coco Gauff eine Renaissance. Die 19-Jährige gewinnt im September die US Open und holt so ihren ersten Grand Slam. Der Sieg des amerikanischen Duos sorgte in den USA für eine regelrechte Tennis-Euphorie. Zurzeit belegt Gauff die Nummer 3 der Weltrangliste.

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