Darum gehts
- Roger Federer trainiert in Australien mit Casper Ruud und gewinnt Tiebreak
- Federer spricht über «Happy Slam» und schwelgt in Erinnerungen an Final 2017
- Am Samstag bestreitet er ein Legenden-Doppel zum Abschied von australischen Fans
King Roger ist zurück. Zurück in Australien. Dort, wo er sechs seiner 20 Grand-Slam-Titel gewonnen hat. Und ja, der Maestro ist auch zurück auf dem Center Court in der Rod Laver Arena.
Gegen den dreifachen Grand-Slam-Finalisten Casper Ruud (27, ATP 13) absolviert Roger Federer (44) ein 45-minütiges Training und spielt gegen den Norweger ein Tiebreak – und fertigt ihn mit 7:2 ab. Dabei packt der 44-Jährige vor den Augen seiner Familie und seines früheren Rivalen Novak Djokovic (38) unter anderem ein Ass und einen Backhand-Winner wie zu seinen besten Zeiten aus.
Das Publikum feiert ihn, über 150'000 Menschen schauen sich zudem den kompletten Livestream an. Auch Ruud hat seinen Spass und schreibt auf Instagram: «Bester Trainingspartner seit langem.»
Federer prägte den Übernamen «Happy Slam»
Und auch Federer kann sein Lächeln nicht ablegen. Nach jedem Punkt strahlt er wie ein Maikäfer. Er ist glücklich. Kein Wunder, die Australian Open sind ja auch als «Happy Slam» bekannt. Warum? Weil Federer das Turnier einst so genannt und den Begriff in der Tennis-Welt etabliert hat.
Bei der Pressekonferenz in Melbourne wird er gefragt, warum er das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres so betitelte. «Viele Spieler sind froh, dem winterlichen Europa zu entfliehen. Vielleicht bist du da auch mal froh, die anderen Spieler wiederzusehen. Die Leute freuen sich sehr auf die Australian Open und die Spieler spüren das. Niemand ist erschöpft oder müde, vielleicht nur wegen der Reisen», antwortet Federer.
Erinnerungen an epischen Final 2017
Warum der Basler in diesem Jahr besonders happy ist: Er kann sich endlich von seinen australischen Fans verabschieden. Seine letzte Partie in Melbourne absolvierte er im Halbfinal 2020 gegen Novak Djokovic (6:7, 4:6, 3:6). Danach folgte seine Knie-Odyssee, die im Rücktritt im September 2022 endete. «Ich hatte nie einen richtigen Abschied hier, plötzlich war alles vorbei», sagt er.
Belinda Bencic (WTA 10) – Katie Boulter (Gb, WTA 113)
Viktorija Golubic (WTA 81) – Varvara Gracheva (Fr, WTA 74)
Simona Waltert (WTA 86) – Amanda Anisimova (USA, WTA 4)
Stan Wawrinka (ATP 139) – Laslo Djere (Srb, ATP 91)
Das Turnier beginnt am Sonntag. Die Schweizer stehen erstmals am Montag oder Dienstag im Einsatz.
Belinda Bencic (WTA 10) – Katie Boulter (Gb, WTA 113)
Viktorija Golubic (WTA 81) – Varvara Gracheva (Fr, WTA 74)
Simona Waltert (WTA 86) – Amanda Anisimova (USA, WTA 4)
Stan Wawrinka (ATP 139) – Laslo Djere (Srb, ATP 91)
Das Turnier beginnt am Sonntag. Die Schweizer stehen erstmals am Montag oder Dienstag im Einsatz.
Er habe viele tolle Erinnerungen an das Turnier, vor allem an die Ausgabe 2017. Den Final gegen Rafael Nadal gewann er nach einem epischen Fünfsätzer und holte seinen fünften Titel in Down Under. Und das nach einem halben Jahr ohne Ernstkampf.
«Es war surreal. Ich bin ohne Erwartungen hierhergekommen. Ich wäre auch mit einem Viertelfinal zufrieden gewesen.» Sein Trainerteam habe an seine Titelchancen geglaubt, er sei eher skeptisch gewesen. Am Ende dennoch die Trophäe in den Händen zu halten, sei einer der speziellsten Momente seiner Karriere gewesen.
Legenden-Doppel als Abschied
Das Training mit Ruud bleibt nicht der einzige Auftritt in der Rod Laver Arena. Am Samstagabend (Ortszeit) findet erstmals überhaupt eine Eröffnungszeremonie statt, bevor am Sonntag das Turnier startet. Dabei wird Federer zusammen mit den australischen Tennis-Ikonen Lleyton Hewitt (44) und Pat Rafter (53) sowie Andre Agassi (55) ein Show-Doppel spielen. «Ich bin aufgeregt», sagt Federer.
Er freue sich darauf, noch einmal vor einem vollen Stadion zu spielen und den Fans Goodbye zu sagen: «Es wird ein toller Moment für die Fans sein, aber auch für mich persönlich. Für mich ist es ein nostalgischer Trip.»
Tennis-Fans kommen während den Australian Open bei SRF und Eurosport auf ihre Kosten. SRF hat die Rechte, die Halbfinals und Finals der Frauen und Männer zu zeigen – und zudem bis zum Finalwochenende ein tägliches Live-Spiel zu übertragen. Sobald keine Schweizer Spielerinnen oder Spieler mehr im Turnier sind, kann SRF die Begegnung frei bestimmen. Einzig das jeweils zweite Spiel der «Night Session» ist nicht wählbar. Eurosport zeigt ab dem Start des Hauptturniers am Sonntag ebenfalls täglich ausgewählte Top-Partien im Free-TV.
Tennis-Fans kommen während den Australian Open bei SRF und Eurosport auf ihre Kosten. SRF hat die Rechte, die Halbfinals und Finals der Frauen und Männer zu zeigen – und zudem bis zum Finalwochenende ein tägliches Live-Spiel zu übertragen. Sobald keine Schweizer Spielerinnen oder Spieler mehr im Turnier sind, kann SRF die Begegnung frei bestimmen. Einzig das jeweils zweite Spiel der «Night Session» ist nicht wählbar. Eurosport zeigt ab dem Start des Hauptturniers am Sonntag ebenfalls täglich ausgewählte Top-Partien im Free-TV.