Zum Tennis-Kalender
Sinner ringt an den ATP Finals Alcaraz nieder
1:08
Titelverteidigung geglückt:Sinner ringt an den ATP Finals Alcaraz nieder
Jetzt wetten!
Sporttip Logo
16.11.2025, 20:31 Uhr

6:7 (4:7), 5:7 – Sinner verwertet seinen ersten Matchball und gewinnt die ATP-Finals

Per Aufschlag nach aussen kommt Alcaraz zum Service-Winner und 30:15. Dann ist ein Vorhand-Stopp von Alcaraz nicht lang genug, Sinner kommt gut ran und mit dem anschließenden Überkopfball erzwingt der Italiener den Fehler von Alcaraz. Dem Weltranglisten-Zweiten fehlen noch zwei Punkte zum Titel - 30:30.

Alcaraz muss über den Zweiten, serviert aber clever in den Körper und spielt einen starken Punkt den er per Vorhand-longline-Winner abschließt. Mit einem Rückhand-longline-Returnwinner auf Alcaraz zweiten Aufschlag wehrt Sinner den Spielball ab und bleibt dran - Einstand.

Alcaraz Rückhand-Angriffsball reicht nicht aus, der Spanier wird von Sinners flachem Rückhand-Passierball vor die Füße erwischt, der Rückhandvolley des Weltranglisten-Ersten rauscht ins Netz. Sinner kommt so zu seinem ersten Matchball und den nutzt er! Nach einer Grundlinienrally und einem Rückhandfehler von Alcaraz lässt sich der 24-Jährige auf den Rücken fallen.

16.11.2025, 20:24 Uhr

Sinner nur zu Beginn mit Problemen – 6:7 (4:7), 5:6

Etwas unsauber feuert Sinner die Vorhand cross nach dem Aufschlag nach aussen ins Aus. Der Weltranglisten-Zweite arbeitet sich dann stark aus Defensive in Offensive bis Alcaraz Rückhand longline etwas zu lang gerät - 15:15. Sinner rutscht in einen Rückhand-Passierball und bringt diesen kurz cross unangenehm tief vor die Füße. Alcaraz Rückhandvolley gerät so zu hoch, Sinner vollendet per Rückhand longline. Ein leichter Rückhandslice-Fehler von Alcaraz bringt dem Italiener zwei Spielbälle ein.

Und diese nutzt er: Ein starker Vorhand-cross-Passierball bringt Sinner sicher in den Tie-Break. Vorher serviert Alcaraz zum zweiten Mal gegen den Matchverlust.

16.11.2025, 20:19 Uhr

Alcaraz kommt ohne Mühe zum Ausgleich – 6:7 (4:7), 5:5

Es bleibt hochspannend, Alcaraz bringt sein Aufschlagspiel mit einem Vorhand-longline-Winner souverän durch.

16.11.2025, 20:16 Uhr

Sinner bringt seinen Aufschlag zu null durch – 6:7 (4:7), 4:5

Es geht in die Endphase des zweiten Durchgangs und Alcaraz hadert mit einem hohen Rückhandvolley, den er nicht runter drücken kann sodass er seitlich ins Aus segelt. Dann setzt er den anschließenden Rückhandreturn auf Sinners zweiten Aufschlag an die Netzkante - 30:0.

Stark mit einer Vorhand-inside-out vorbereitet rückt Sinner nach und punktet mit einem überlegenen Vorhand-inside-out-Drive-Volley gegen Alcaraz Laufrichtung zu drei Spielbällen. Mit einem Ass nach außen rundet Sinner ein gutes Aufschlagspiel ab.

16.11.2025, 20:13 Uhr

Alcaraz gleicht ohne Probleme aus – 6:7 (4:7), 4:4

Mit einer schnellen Rückhand cross erzwingt Alcaraz Sinners Fehler und startet gut in sein Aufschlagspiel. Dann treibt der Spanier Sinner mit einer Rückhand kurz cross weit raus, Sinner riskiert alles, scheitert mit dem Rückhand-longline-Schuss aber am Netz - 30:0.

Im Eiltempo kommt Alcaraz zu drei Spielbällen, diesmal rauscht Sinners Rückhand longline ins Aus. Mit Serve-and-volley aus Aufschlag nach außen und Vorhandvolley kurz cross gleicht Alcaraz souverän aus.

16.11.2025, 20:08 Uhr

Sinner muss Breakball abwehren, legt dann aber vor – 6:7 (4:7), 3:4

Sinner findet den ersten Aufschlag nicht, Alcaraz dafür den nächsten starken Return. Der schlägt mit der Vorhand kurz vor der Grundlinie ein worauf der Spanier nachrückt und per Vorhandvolley cross vollendet. Der 22-Jährige bekommt die Chance zum direkten Re-Break. Wieder fehlt Sinner der erste Aufschlag, Alcaraz schenkt ihm aber einen Vorhand-Unforced-Error. Durchatmen bei allen Sinner-Fans, es geht über Einstand.

Nach einem Aufschlag durch die Mitte von Sinner bleibt Alcaraz Rückhandslicereturn an der Netzkante hängen. Es gibt den nächsten Spielball für Sinner, der nach einem Rückhandfehler von Alcaraz seinen Service nach abgewehrtem Breakball durchbringt.

16.11.2025, 20:00 Uhr

Sinner schafft das Re-Break zum 3:3

Diesmal trifft Alcaraz die Vorhand besser und punktet mit einem Vorhand-cross-Winner gegen Sinners Laufrichtung. Dann spielt der Spanier Serve-and-volley, setzt den eigentlich machbaren Rückhandvolley aber deutlich seitlich ins Aus. Erstmals wird es eng im Zweiten bei Aufschlag Alcaraz und 30:30.

Der Spanier muss über den Zweiten und setzt die anschließende Vorhand etwas wild zu lang. Sinner kommt zu seinem ersten Breakball der Partie bei dem er Glück hat dass sein komplett verunglückter Rahmen-Return in hohem Bogen kurz vor die Grundlinie fliegt. Anschließend punktet der Italiener per Vorhand-Stopp kurz cross und holt sich das Break zurück.

16.11.2025, 19:56 Uhr

Doppelfehler hält Sinner nicht auf: 6:7 (4:7), 3:2

Mit dem schnellen Vorhandreturn bringt sich Alcaraz in Position, setzt die Vorhand longline dann aber an die Netzkante. Dann setzt der Spanier den Vorhandreturn etwas zu lang - 30:0. Bei einer langen Rückhand von Sinner bewegt sich Alcaraz nicht optimal und setzt seine Vorhand tief ins Netz. Sinners vergibt mit seinem fünften Doppelfehler, wieder fliegt der Zweite deutlich zu lang, den ersten Spielball.

Der zweite Versuch ist dann aber besser: Alcaraz' Vorhandreturn auf Sinners zweiten Aufschlag segelt ins Aus und Sinner verkürzt erneut. Durchgang zwei ist bisher von schnellen Aufschlagspielen und vielen freien Punkten und kurzen Ballwechsel geprägt.

16.11.2025, 19:51 Uhr

Alcaraz erhöht ohne Mühe auf 3:1 in Satz zwei

Auch Alcaraz kann schnelle zweite Aufschläge und bringt seinen Service mit einem Ass durch die Mitte mit 187km/h durch.

16.11.2025, 19:48 Uhr

Sinner kann verkürzen – 6:7 (4:7), 2:1

Wie geht Sinner mit dem Rückstand um? Per Service-Winner durch einen Aufschlag nach außen holt er sich den ersten Punkt, kann eine schnelle Vorhand cross von Alcaraz dann aber nicht mehr returnieren - 15:15. Alcaraz kommt mit dem langen Return gut rein, merkt beim Rückhand-Stopp aber sofort, dass dieser viel zu kurz ist und es nicht über das Netz schafft. Sinner macht es besser und punktet per Vorhand-Stopp direkt nach dem Aufschlag zum 40:15.

Dann sicher sich Sinner nach einem Vorhandfehler von Alcaraz sein erstes Spiel im zweiten Durchgang.

Titel an ATP-Finals verteidigt
Sinner versöhnt sich mit empörten Italo-Fans

Nach dem Australian-Open-Sieg und dem Wimbledon-Triumph krönt Jannik Sinner sein starkes Jahr mit dem Titel an den ATP-Finals. Das «Mentalitätsmonster» schlägt wieder zu.
1/6
Schon wieder: Jannik Sinner (l.) und Carlos Alcaraz treffen in einem grossen Final aufeinander.
Foto: AFP
RMS_Portrait_563.JPG
Marco PescioReporter Sport

Es waren unterhaltsame Schlagabtausche, die sich Jannik Sinner (24) und ServusTV-Moderatorin Barbara Schett (49), früher selbst Top-Spielerin, lieferten. Schauplatz war das ATP-500-Turnier in Wien vor knapp vier Wochen. Der Südtiroler, dessen Muttersprache Deutsch ist, gab die Interviews beim österreichischen Sender jeweils in seinem (urchigen) Dialekt. Allein dies wäre schon Grund genug gewesen, einzuschalten. Einmal verriet Sinner auf Schetts Nachfrage, weshalb seine Mutter «nie» in seiner Box Platz nehme: «Sie versteckt sich immer ein bisschen – auch wegen der Nerven. Sie ist in dieser Hinsicht nicht so gut wie ich.»

Sinner sagte es im Scherz. Und doch sprach er damit seine wohl allergrösste Stärke an: Der Mann aus dem Pustertal ist ein «Mentalitätsmonster», wie er medial gerne bezeichnet wird. Das gilt auch für die ATP-Finals in Turin, die er nun zum zweiten Mal hintereinander gewinnt. Sinner bewahrt im engen Endspiel gegen die wiederum neue Weltnummer eins Carlos Alcaraz (22) kühlen Kopf und siegt 7:6 (7:4), 7:5.

Versöhnung mit den Italo-Fans

Sinners mentale Stärke hat ein Stück weit mit seinem Naturell zu tun und dem Eindruck, dass er sich kaum einmal aus der Ruhe bringen lässt. Aber vor allem damit, dass er bislang den grössten Stürmen trotzte, als wären sie nur laue Lüftchen. Der Tornado, der wegen des Doping-Verdachts um ihn tobte, hatte null Einfluss auf seinen Erfolg. Sinner gewann trotzdem. Und meist gerade dann, wenn die Kritik am lautesten war. Als er kürzlich die Teilnahme an den Davis-Cup-Finals im eigenen Land absagte, reagierten selbst die italienischen Medien empört. Doch Sinner blieb cool, gewann erst Wien, dann Paris – und jetzt auch noch die ATP-Finals. Also notabene vor dem eigenen Anhang, der gerade noch sauer auf ihn war.

Nun, jene Enttäuschung scheint in der Heimat mittlerweile verdrängt, so frenetisch wie er in Turin angefeuert wird. Sinner lässt sich tragen vom Publikum, kämpft sich im zweiten Satz nach 1:3-Rückstand zum Sieg. Wobei: Die Direktduell-Statistik gegen Alcaraz hätte das «Mentalitätsmonster» bestimmt auch dann auf 6:10 verkürzt, wenn die Arena ihn gnadenlos ausgepfiffen hätte.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen