Es ist ein Satz für die Geschichtsbücher. Ein Sprung, der Mathilde Gremaud in einen exklusiven Kreis der Extremsportler katapultiert. Der 20-jährige Freiburgerin gelingt in Saas-Fee ein «Switch Double Cork 1440» – ein Kunstwerk, das so komplex ist, dass es noch nie zuvor von einer Freeskierin ausgeführt wurde.
Fast eine Woche lang trainierte Gremaud auf einem Airbag, ehe sie die Weltpremiere wagte. «Das ist eigentlich 90 Prozent der ganzen Arbeit. So kann ich alle Tricks und die Ausführung
visualisieren und sichergehen, dass ich auf dem Schnee nicht allzu viele Risiken eingehe.»
Hals über Kopf
Oft mit Switch Double Cork 14 abgekürzt, besteht der Wahnsinns-Sprung aus vier Spins (horizontale Achse) und zwei Flips (vertikale Achse). Dazu kommt, dass man für den nötigen Schwung rückwärtsfahren muss, bevor man abhebt. Dasselbe gilt für die Landung, die im «Switch» erfolgt.
Ein Kombination, die der Olympia-Silbergewinnerin im Slopestyle (Sotschi 2014) perfekt gelangt und noch vor dem Saisonstart ein ungeahntes Hochgefühl bereitete.