Podest
1. Sofia Goggia (It) 1:20,24
2. Alice Robinson (Neus) +0,15
3. Lindsey Vonn (USA) +0,36
Das Rennen
Mit der Startnummer 6 setzt Sofia Goggia die erste Richtzeit. Nachdem das Rennen nach den ersten fünf Fahrerinnen noch von knappen Abständen an der Spitze geprägt ist, fährt die Italienerin fast eine Sekunde auf die bislang führende Stuhec heraus. Wieviel diese Zeit wert ist, zeigt bereits die nächste Fahrt von Alice Robinson. Die Neuseeländerin, die den letzten Super-G in St. Moritz gewonnen hat, zeigt ebenfalls eine sehr gute Leistung. Sie liegt nach Rennhälfte vorne, verliert dann aber vor allem im vierten Sektor viel Zeit und reiht sich knapp hinter Goggia ein.
An diese beiden kommt in der Folge fast niemand mehr heran – auch nicht Cornelia Hütter, die Abfahrtssiegerin vom Samstag. Nur als Lindsey Vonn mit der Startnummer 13 an den Start geht, wird es nochmals eng. Die US-Amerikanerinnen verliert nach einem Fehler im oberen Streckenteil eine halbe Sekunde, macht dann aber wieder Zeit gut. Auch im vierten Sektor ist sie nahe an der Führenden dran. Am Ende reicht es allerdings nicht ganz, um sich auf einem der ersten beiden Plätze einzureihen. So wird es für Vonn wie bereits in der Abfahrt der dritte Rang, während sich Goggia ihren achten Super-G-Sieg holt – den zweiten davon in Val d'Isère.
Die Schweizerinnen
20. Malorie Blanc +1,39
22. Jasmina Suter +1,58
23. Joana Hählen +1,59
24. Delia Durrer +1,65
27. Jasmine Flury +1,78
34. Janine Schmitt +2,48
45. Priska Ming-Nufer +3,45
Joana Hählen zeigt eine verhaltene Fahrt und driftet vor allem im oberen Streckenteil immer wieder zu viel an. Auch danach verliert sie kontinuierlich an Zeit und reiht sich bei ihrer Zielankunft an zweithinterster Stelle ein.
Direkt nach Hählen folgt Malorie Blanc. Sie fährt wie häufig sehr sauber, handelt sich aber ebenfalls einen grossen Rückstand ein. Am Ende klassiert sie sich knapp vor ihrer vor ihr gestarteten Teamkollegin. Damit kann sie ihren sechsten Rang aus dem ersten Super-G der Saison in St. Moritz nicht bestätigen.
Auch Janine Schmitt kann in ihrem ersten Super-G auf dieser Strecke für keinen Exploit sorgen. Sie verliert vor allem gegen Ende des Rennens einiges an Zeit und reiht sich an zweitletzter Stelle ein.
Auch Jasmina Suter kann ihren zwölften Rang vom Super-G in St. Moritz nicht bestätigen. Am Anfang hält sich noch gut mit, doch im dritten Abschnitt driftet sie an und verliert so viel Tempo. Gegen Ende schleicht sich noch ein weiterer Fehler ein und so reiht sie sich eine Hundertstel vor Hählen ein.
Jasmine Flury legt gut los und liegt bei der ersten Zwischenzeit sogar vorne. Danach schleichen sich aber einige kleine Fehler ein und so kann auch sie sich nicht in den besten 20 klassieren.
Nachdem Delia Durrer in der Abfahrt vom Samstag bereits die beste Schweizerin war, zeigt sie auch im Super-G eine ordentliche Leistung. Nach einem verhaltenen Start macht sie gegen Ende noch einige Positionen gut und holt sich zum achten Mal in ihrer Karriere Super-G-Punkte.
Die Stimmen (gegenüber SRF)
Alice Robinson: «Ich war etwas genervt, als ich ins Ziel kam, weil ich vor dem Tunnelsprung so viel Wind gespürt habe. Es ist das Gleiche für alle, aber ich habe mir gedacht: ‹Das fühlt sich so langsam an.› Es gab auch ansonsten einige Dinge, die ich hätte besser machen können. Aber es war ein sehr guter Lauf.»
Malorie Blanc: «Ich muss es strategisch besser machen. Es war etwas wie in der Abfahrt, ich konnte nicht so richtig Gas geben. Wenn es so eine Strecke ist, fange ich an, zu sehr zu überlegen. Das ist schade, weil das Skifahren ist eigentlich da.»
Das gab zu reden
Mit der Starnummer 27 lässt Camille Cerutti die drei Fahrerinnen auf dem Podest nochmals ordentlich zittern. Die Lokalmatadorin legt los wie die Feuerwehr und lässt das Publikum von einem französischen Podestplatz träumen. Nach drei Zwischenzeiten liegt sich noch immer vor der führenden Goggia. Erst im vierten Abschnitt verliert sie viel Zeit. Dennoch ist es im Ziel der starke fünfte Rang. Ihr bisheriges Bestresultat war ein elfter Rang vor vier Jahren – ebenfalls im Super-G von Val d'Isère.
Die Bedingungen
Wie am Samstag in der Abfahrt ist der Himmel über Val d'Isère bewölkt – die Sonne drückt nur beim Start ein wenig durch. Die Temperaturen sind rund um den Gefrierpunkt. Die weiche Piste macht es vor allem den Fahrerinnen mit hohen Nummern nicht einfach. Und auch der Wind ist ein Faktor, etwa als das Rennen nach der Startnummer sieben für einige Minuten unterbrochen werden muss.
So gehts weiter
Am nächsten Wochenende finden in Semmering (Ö) die letzten beiden Rennen des Jahres statt. Am Samstag (10 und 13 Uhr) steht ein Riesenslalom auf dem Programm, am Sonntag (14.15 und 17.45 Uhr) ein Nachtslalom. Die nächsten Speed-Rennen finden am 10. und 11. Januar in Zauchensee (Ö) statt.



