Beendet
Slalom
Levi
Levi
1.
Lucas Braathen
Lucas Braathen1:50.72
2.
Clement Noel
Clement Noel+0.31
3.
Eduard Hallberg
Eduard Hallberg+0.57
Braathen fährt für Brasilien zum ersten Weltcup-Sieg
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Geschichte in Levi:Braathen fährt für Brasilien zum ersten Weltcup-Sieg
16.11.2025, 14:05 Uhr

Auf Wiedersehen

Wir verabschieden uns vom Slalom-Wochenende in Levi. Weiter geht es für die Technikspezialisten bereits in der kommenden Woche in Gurgl. Wir sind dann wieder live dabei und wünschen Ihnen noch einen schönen Restsonntag!

16.11.2025, 14:02 Uhr

Swiss-Athleten geschlagen

Für die Schweizer endet der heutige Tag enttäuschend. Erstmals seit dem Slalom von Garmisch 2022 schafft es kein Athlet aus der Schweiz in die Top Ten. Das beste Resultat erzielt schliesslich Loïc Meillard als 14. Dahinter folgen Tanguy Nef und Daniel Yule auf den Plätzen 21 und 22.

16.11.2025, 13:59 Uhr

Matt und Feller arbeiten sich vor

Aus dem Team der Österreicher konnten Michael Matt und Manuel Feller eine Aufholjagd hinlegen und finden sich auf den soliden Plätzen neun und elf wieder. Dazwischen ordnet sich Fabio Gstrein ein als weiterer Österreicher ein. Marco Schwarz beendet den ersten Slalom-Tag als 19., während Johannes Strolz Platz 24 belegt.

16.11.2025, 13:56 Uhr

Braathen feiert ersten Sieg für Brasilien

„Vamos Brasil!“, jubelt Lucas Pinheiro Braathen im Zielraum, als er seinen Triumph realisiert. Nachdem er bereits im vergangenen Jahr nach seinem Nationenwechsel erstmals auf dem Podest stand, gelingt ihm zum Saisonauftakt nun sogar der Sieg. Schon im ersten Durchgang hatte er sich an die Spitze gesetzt und auch im Finale war er nicht zu schlagen. Am Ende gewinnt er mit 0,31 Sekunden Vorsprung auf den Vorjahressieger Clément Noël. Die grosse Überraschung des Tages liefert Eduard Hallberg: Der Finne stürmte im ersten Lauf mit hoher Startnummer auf Rang fünf und holte sich im Finaldurchgang schliesslich sein erstes Weltcup-Podium.

16.11.2025, 13:50 Uhr

Lucas Pinheiro Braathen (BRA)

Lucas Pinheiro Braathen startet mit einem komfortablen Polster von 0,41 Sekunden und hat die grosse Chance, heute den ersten brasilianischen Sieg im Ski-Weltcup zu feiern. In den ersten Toren baut er seinen Vorsprung mit einem starken Beginn sogar noch etwas aus, und auch im Steilhang bleibt er ohne Schwierigkeiten. Kommt er sauber durch die letzten Tore? Ja und wie! Damit ist der historische Premierensieg für Brasilien perfekt. Die Emotionen kennen kein Halten mehr.

16.11.2025, 13:48 Uhr

Clément Noël (FRA)

Im letzten Jahr konnte Clément Noël sich in Levi den Auftaktsieg sichern. Reicht es auch heute wieder zum Platz ganz oben auf dem Podest? Er ist technisch sauber unterwegs, fährt eine gute Linie und setzt sich mit 0,26 Sekunden Vorsprung vor die finnische Sensation.

16.11.2025, 13:47 Uhr

Timon Haugan (NOR)

Timon Haugan startet wie die Feuerwehr und nimmt im oberen Abschnitt ordentlich Zeit heraus. Doch zur Führung reicht es dennoch nicht: Ein grober Fehler kostet ihn alles, sodass er schliesslich auf Rang drei zurückfällt. Damit steht Hallberg vor heimischem Publikum tatsächlich auf dem Podest. Damit hätten wohl nur die wenigsten gerechnet.

16.11.2025, 13:45 Uhr

Linus Strasser (GER)

Jetzt wird es ernst für Linus Strasser! Will er noch um das Podest mitreden, braucht es einen absoluten Toplauf. Doch gelingt ihm das? Oben findet Strasser zunächst einen soliden Rhythmus, doch beim Übergang aus dem Steilhang heraus wird der Rückstand deutlich. Im flacheren Teil verliert er anschliessend nochmals spürbar Zeit und rutscht damit sogar aus den Top Ten heraus.

16.11.2025, 13:42 Uhr

Eduard Hallberg (FIN)

Schon im ersten Durchgang hatte Eduard Hallberg einen starken Lauf hingelegt. Kann er das nun bestätigen und mit einem Spitzenresultat in die Saison starten? Zwar verliert er etwas Zeit auf Taylor, bleibt aber voll auf Angriff, hält den Zug in den Schwüngen und rettet sich am Ende tatsächlich hauchdünn vor seinen britischen Rivalen ins Ziel. Damit ist ihm ein Topresultat sicher. Im Zielraum kennt die Freude keine Grenzen mehr:  Hallberg schreit seine Emotionen heraus, während das Publikum begeistert jubelt.

16.11.2025, 13:41 Uhr

Atle Lie McGrath (NOR)

Atle Lie McGrath packt sich an den Kopf! Er war ordentlich unterwegs, doch dann fädelt er ein und es geht ohne Punkte nach Hause.

Auch die Männer enttäuschen
Nächste Schweizer Slalom-Schlappe in Levi

Im ersten Slalom der Saison erlebt Levi einen sporthistorischen Tag: Lokalmatador Eduard Hallberg fährt sich überraschend ins Rampenlicht – doch überstrahlt wird alles von Lucas Pinheiro Braathen. Er schreibt Ski-Geschichte.
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Lucas Pinheiro Braathen gewinnt den Slalom-Auftakt und schreibt Geschichte.
Foto: AP
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Benjamin GwerderRedaktor Sport

Das Podest

1. Lucas Pinheiro Braathen (Bra) 1:50,72
2. Clément Noël (Fr) +0,31
3. Eduard Hallberg (Fi) +0,57

Das Rennen

Der zweite Lauf in Levi entwickelt sich zu einem Krimi. Schon früh zeigt sich, dass Laurie Taylor der Mann der Aufholjagden ist und nicht die Schweizer. Der Brite zieht mit einem entfesselten Lauf an allen zuvor Gestarteten vorbei und übernimmt klar die Führung. Die grossen Namen kommen nicht richtig ins Rollen. Henrik Kristoffersen findet wie schon im ersten Lauf keinen Speed und reiht sich nur knapp vor Loïc Meillard ein. Dieser hatte das Rennen eröffnet, fuhr technisch sauber, doch zu verhalten – bereits nach wenigen Startern war klar, dass sein Rückstand von 1,32 Sekunden auf Braathen zu gross ist, um vorne mitzumischen. Auch Tanguy Nef konnte in Durchgang eins nicht überzeugen und bestätigte diese Form im zweiten Lauf mit einem verunsicherten Auftritt.

Für Jubel sorgt aber ein anderer. Eduard Hallberg bringt das finnische Publikum zum Beben. Er riskiert alles, rettet sich knapp vor Taylor ins Ziel – und hält damit plötzlich Kurs auf ein Podest, das ihm kaum jemand zugetraut hatte. Die Spannung steigt, als Timon Haugan patzt und Clément Noël sich an die Spitze setzt.

Dann startet Lucas Pinheiro Braathen – mit der Chance auf Historisches. Der Brasilianer zeigt keinerlei Nerven, baut seinen Vorsprung oben sogar aus und tanzt förmlich durch die Schlusssektion. Im Ziel ist klar: Weltcupgeschichte! Braathen holt den ersten Sieg für Brasilien, während Hallberg vor heimischem Publikum als Dritter zu einem gefeierten Helden wird.

Einheimischer No-Name fährt sensationell aufs Levi-Podest
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Ekstase in Finnland:Einheimischer No-Name fährt sensationell aufs Levi-Podest

Die Stimmen gegenüber SRF

Lucas Braathen: «Es ist ein spezieller Moment für mich. Es ist schwierig, etwas zu sagen. Auf jeden Fall bin ich sehr dankbar, dass ich diesen Weg gehen darf mit meinem eigenen Team.»

Eduard Hallberg: «Es ist wirklich unglaublich. Ich habe fast keine Worte dafür. Während des Laufs dachte ich, dass das Rennen gelaufen ist. Dann habe ich vor dem Ziel nochmals so richtig gepusht. Der Moment, als ich realisierte, dass ich auf dem Podest bin, war extrem schön. Ein Traum geht in Erfüllung.»

Loïc Meillard: «Mal schauen, was ich am nächsten Wochenende anders mache. Es ist schon etwas Frust dabei. Eigentlich möchte ich um das Podest kämpfen. Mit meiner Fahrt bin ich eigentlich nicht schlecht zufrieden, es war aber viel zu langsam.» 

Tanguy Nef: «Ich bin schon ein bisschen enttäuscht von meiner Leistung, aber die Saison ist noch lang. Slalom ist halt eine komische Disziplin.»

Daniel Yule: «Ich glaube ich konnte mich steigern im zweiten Lauf. Bei einigen Passagen war bereits ein guter Grundspeed da. Vor allem in den Flachstücken funktioniert der neue Ski bereits gut. In den steilen Passagen muss ich mich noch etwas mehr daran gewöhnen.»

Ramon Zenhäusern nach dem ersten Lauf: «Im Steilhang war ich einfach zu langsam. Ich war bisher noch selten enttäuscht von mir in meiner Karriere aber heute bin ich es. Jetzt bin ich so lange im Weltcup, eigentlich müsste es schon möglich sein für mich hier anständig runter zu fahren.»

Die weiteren Schweizer

14. Loïc Meillard +1,48
21. Tanguy Nef +1,98
22. Daniel Yule +2,04
DNF1 Matthias Iten
Nicht für den 2. Lauf qualifiziert: 41. Ramon Zenhäusern +2,61, 53. Luca Aerni +3,46, 54. Marc Rochat +3,52 

Auch Daniel Yule kann die Schweizer Bilanz nicht retten. Auf seinem neuen Material kommt der 32-Jährige noch nicht in Fahrt. Wegen einigen Fehlern im Steilhang darf er im zweiten lauf schon als Erster starten. Im zweiten Lauf kommt er dann etwas besser auf Touren. Er kann am Nachmittag sieben Plätze gutmachen und belegt somit am Schluss Platz 22.

Die weiteren Schweizer verpassen den Sprung in den zweiten Lauf deutlich. Ramon Zenhäusern landet mit Rang 41 im hinteren Drittel und bleibt weit von der Final-Qualifikation entfernt. Noch weiter dahinter klassiert sich Luca Aerni, der als 53. ebenfalls chancenlos ist. Direkt hinter ihm auf Platz 54 reiht sich Marc Rochat ein. Für Matthias Iten nimmt sein sechstes Weltcuprennen ein verfrühtes Ende – der Fahrer mit Startnummer 64 kommt bei der Ausfahrt vom Steilhang aus dem Rhythmus. In der Folge muss der Zuger die Ideallinie verlassen und scheidet aus.

Das gab zu reden

Die Schweizer-Equipe zeigt vor allem im ersten Lauf eine enttäuschende Leistung. Dies obwohl praktisch alle Fahrer vom guten Sommertraining schwärmten. Fünf von sieben Schweizern platzieren sich bei ihrer Zieleinfahrt zuhinterst im Zwischenklassement. Nur Ramon Zenhäusern übernimmt nicht direkt die rote Laterne. Da er die Ziellinie jedoch nur als 30. überquert, ist direkt klar, dass er den Sprung in den zweiten Lauf nicht schafft.

Die Bedingungen

Vor dem Rennen zeigt das Thermometer in Levi 170 Kilometer nördlich des Polarkreises -19.5 Grad. Es ist bitterkalt und die Piste ist eisig. Genau wie am Samstag bei den Frauen konnten sich folglich auch bei den Männern einige hohe Nummern für den 2. Durchgang qualifizieren. Auch im Verlauf vom Tag stiegen die Temperaturen nur bis -15 Grad an.

So gehts weiter

Auch für die Slalomfahrer geht es für das nächste Rennen nach Österreich. In Gurgl (Ö) messen sie sich am nächsten Samstag auf der Kirchenkarpiste zum zweiten Mal in dieser Saison. Davor trainiert das Schweizer Team noch in Levi und nutzt damit die guten Bedingungen vor Ort.

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