Beendet
Slalom
Gurgl
Gurgl
1.
Paco Rassat
Paco Rassat1:44.55
2.
Armand Marchant
Armand Marchant+0.07
3.
Atle Lie McGrath
Atle Lie McGrath+0.09
22.11.2025, 14:51 Uhr

Nächste Station: Val d'isere

Während der nächste Riesenslalom im amerikanischen Copper Mountain ausgetragen wird, haben diejenigen, die die Reise über den Ozean nicht antreten nun drei Wochen Pause bis der nächste Slalom in Frankreich ansteht. Zunächst sind aber in Gurgl morgen ab 10:30 Uhr die Frauen dran. Vielen Dank für ihr Interesse und bis morgen!

22.11.2025, 14:49 Uhr

Schweizer auf Formsuche

Dass Tanguy Nef seinen Podiumsplatz angesichts der schwierigen Pistenverhältnisse am Ende nicht mehr verteidigen konnte, war zu verschmerzen, da er sich trotzdem noch über einen fünften Platz freuen darf. Daniel Yule verbesserte sich sogar noch um acht Plätze auf den elften Rang. Dennoch ist die derzeitige Form von Loic Meillard bedenklich: Bis zum Saisonhöhepunkt im Februar sind zwar noch viele Rennen zu absolvieren, doch der Weltmeister und zweitbeste Slalom-Fahrer der vergangenen Saison scheint noch nicht das richtige Material gefunden zu haben und schied nach verunsicherter erster Fahrt im zweiten Lauf aus.

22.11.2025, 14:42 Uhr

Raschner hält die Farben des ÖSV hoch

Mit der drittbesten Laufzeit im zweiten Durchgang fuhr Dominik Raschner noch auf den sechsten Rang vor und auch Simon Rueland, der mit Startnummer 42 am Ende starker zwölfter wird, überzeugte. Die anderen Österreicher kamen jedoch auf der heimischen Piste im zweiten Durchgang nicht so gut zurecht und verloren einige Plätze. Somit dürfte die Bilanz trotz der beiden Lichtblicke bei den Österreichern eher durchwachsen ausfallen.

22.11.2025, 14:42 Uhr

Strasser guter Achter

Linus Strasser kann sich heute nicht viel vorwerfen und der zweite Lauf gelang ihm deutlich besser als in Levi, wo er nach guter Ausgangsposition weit zurückfiel. Mit dem achten Rang hat der Münchener immerhin schonmal die Olympia-Norm in der Tasche und kann in Val d'isere wieder von Neuem angreifen.

22.11.2025, 14:35 Uhr

Rassat von Rang rasant 13 zum Sieg

Was für ein überragender Lauf des 27-Jährigen, der mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang tatsächlich noch zu seinem ersten Weltcup-Sieg fährt. Sieben Hundertstel dahinter feiert Armand Marchant das erste Podium seiner Karriere und knapp dahinter ist Atle Lie Mcgrath nach Führung im ersten Lauf geschlagen. Auf einer schwierigen Piste setzten sich am Ende auch die Athleten mit der besten Materialabstimmung durch und einige Favoriten wie Pinheiro Braathen (10.), Henrik Kristoffersen (12.) und Clement Noel (12.) gehören zu den Verlierern des Rennens.

22.11.2025, 14:27 Uhr

Atle Lie Mcgrath (NOR)

Wer gewinnt den Slalom von Gurgl? Mcgrath oder wird es tatsächlich der erste Weltcup-Sieg von Paco Rassat? Der Norweger fährt frech in den Steilhang und leistet sich nur an der Ausfahrt einen kleinen Fehler. Das kostet Mcgrath die entscheidenden Hundertstel im Kampf um den Sieg und am Ende muss er sich mit neun Hundertsteln Rückstand mit dem dritten Platz begnügen.

22.11.2025, 14:23 Uhr

Eduard Hallberg (FIN)

Eduard Hallberg hat nun schon sieben Zehntel Vorsprung auf den Franzosen und zeigt eine starke Vorstellung bis in den Steilhang. Auf der nachlassenden Piste verliert der Finne aber immer weiter an Boden und rutscht schliesslich bei der Einfahrt ins Flachstück auf dem Innenski weg. Ist das bitter für den Finnen, der sein zweites Podium in Folge verpasst und ohne Punkte nach Hause fährt. Damit ist Armand Marchant ebenfalls auf dem Podest.

22.11.2025, 14:21 Uhr

Tanguy Nef (SUI)

Nun stehen nur noch drei Athleten am Start und Rassat hat gute Chancen noch auf das Podium zu fahren. Nef wird im Steilhang ausgehoben und im Oberkörper verdreht. Das kostet den Schweizer viel Zeit und es reicht nur zum vierten Platz. Rassat bleibt vorne und Marchant hält sich noch auf dem zweiten Platz.

22.11.2025, 14:19 Uhr

Timon Haugan (NOR)

Haugan kommt gut durch die ersten Toren. Im Steilhang verliert er nach einem Fehler viel Geschwindigkeit und kämpft sich bis ins Ziel. An die Zeit von Rassat kommt er nicht heran und auch Marchant muss der Norweger ziehen lassen.

22.11.2025, 14:18 Uhr

Linus Strasser (GER)

Was geht noch für den Deutschen? Strasser kommt gut in den Lauf, hat im Mittelteil aber kleine Unsicherheiten und rettet sich gerade noch in die nächsten Tore. Damit wird es nichts mit einem Podium für Strasser, doch im Vergleich zu den anderen Top-Fahrern ergeht es dem 33-Jährigen besser und er ist zunächst Fünfter.

Enttäuschung für Weltmeister Meillard
Sensationssieger in Gurgl – und ein starker Tanguy Nef

Die Schweizer zeigen eine Steigerung im Vergleich zum Saisonauftakt. Zwei von ihnen fahren in die Top 11. Auf dem Podest gibts derweil gleich zwei Premieren.
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Tanguy Nef wird in Gurgl Fünfter.
Foto: Getty Images
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Paco Rassat (Fr) 1:44,55
2. Armand Marchant (Bel) +0,07
3. Atle Lie McGrath (No) +0,09

Das Rennen

In Levi (Fi) hat es vor sechs Tagen für die Schweizer eine Schlappe abgesetzt. In Gurgl gibts Lichtblicke: Tanguy Nef zeigt einen sackstarken ersten Lauf, liegt zur Halbzeit auf Platz 2. Auch sein zweiter Auftritt ist gut. Um den Podestplatz zu verteidigen, reichts trotzdem nicht. Er wird Fünfter.

Aufs Podest steigen andere. Und auf zwei der drei Athleten hat wohl kaum einer getippt. Den Sieg holt sich sensationell der Franzose Paco Rassat. Mit einem entfesselten zweiten Lauf macht er 13 Ränge gut. Und fährt mit 27 Jahren nicht nur zum ersten Mal aufs Podest, sondern direkt zum Sieg. Auch der Zweitplatzierte Armand Marchant (27) feierte seine Treppchen-Premiere. Der einzige, der das Gefühl schon kennt, ist Atle Lie McGrath. Der Halbzeitführende muss sich am Ende um neun Hundertstel geschlagen geben. Ist neu aber der bisher einzige, der in Gurgl zweimal aufs Podest gefahren ist. Allerdings findet das Rennen auch erst zum dritten Mal statt.

Die weiteren Schweizer

5. Tanguy Nef +0,65
11. Daniel Yule +0,98
DNF2: Loïc Meillard
DNF1: Ramon Zenhäusern
Den 2. Lauf verpassen: Luca Aerni +2,57, Marc Rochat +3,18

Von Platz 19 aus nimmt Daniel Yule den zweiten Lauf in Angriff. Die grosse Aufholjagd gibts vermeintlich nicht. Er verpasst die zwischenzeitliche Führung um knapp drei Zehntel. Dennoch macht der Walliser letztlich einige Ränge gut und schafft es in die Top 15 – weil die Konkurrenz patzt.

Loïc Meillard kommt in diesem Winter nicht auf Touren. Nachdem er sowohl im Sölden-Riesenslalom als auch im Levi-Slalom auf Platz 14 gefahren ist, setzt es in Gurgl einen Nuller ab. Im ersten Lauf stellt der Weltmeister nur die 20. Zeit auf, weil er nach einem starken Start immer mehr nachlässt. «Das ist eine Katastrophe, es gab keine Kurve, die ich ziehen konnte», sagt er danach ins SRF-Mikrofon. Es habe ständig gegriffen und gerattert. Sein Fazit: «Es macht keinen Spass.» Daran ändert auch sein zweiter Auftritt nichts. Im Gegenteil. Der Weltmeister scheidet nach nicht einmal 20 Fahrsekunden aus.

Nächste Enttäuschung für Ramon Zenhäusern. Als 41. verpasst er in Levi den zweiten Lauf deutlich. In Gurgl läufts nicht besser. Im Gegenteil. Der erste Lauf verkommt zum Kurzauftritt, Zenhäusern scheidet schon früh aus.

Ausgerechnet vor dem Flachstück gerät Marc Rochat aus dem Rhythmus. Das kostet viel Zeit. Zu viel. Er verpasst die Top 30 und damit den zweiten Lauf. Gleiches gilt für Luca Aerni.

Die Stimmen gegenüber SRF

Tanguy Nef: «Ich bin voll zufrieden. Der erste Lauf war sehr gut. Im zweiten Lauf hat vor allem bei der Einfahrt in den Steilhang der Angriff etwas gefehlt. Ich muss noch etwas den Topspeed üben. Die Saison fängt erst an, deswegen ist es trotzdem ein schöner Tag – auch für den Sport mit Paco und Armand auf dem Podest. Ich freue mich für sie, wir sind befreundet. Auch wenn ich lieber Schweizer Kollegen vorne sehen würde. Die Nervosität vor dem zweiten Lauf war da. Ich glaube, es war einfach nicht der Tag für mich, um aufs Podest zu fahren.» Angesprochen auf das Pflaster unter seinem linken Auge: «Ich war am Meditieren, da hat Loïc (Meillard, Anm. d. Red.) seinen Stock an meinen Kopf geschlagen. Also es war ein Unfall. Dumm gelaufen.»

Nach einem Zwischenfall prangt unter Nefs linkem Auge ein kleines Pflaster.
Foto: Screenshot SRF

Loïc Meillard: «Es tut weh, es ist schade, dass es so gekommen ist. Eingefädelt ist eingefädelt – zu eng gefahren und dann ists passiert. Ich brauche ein paar Stunden, um das zu verarbeiten. Dann gilt der Fokus Amerika.»

Daniel Yule: «Das Resultat ist für mich sehr positiv, vor allem wegen der Art und Weise. Es waren zu viele Fehler drin, aber der Grundspeed war da. Darauf kann ich aufbauen, ich muss einfach die Fehler wegbringen. Mit jedem Lauf auf dem neuen Material gewinne ich mehr vertrauen.»

Das gab zu reden

Loïc Meillard kommt im ersten Lauf mit über einer Sekunde Rückstand ins Ziel. Mindestens drei Personen haben aber weniger Augen für sein Resultat als vielmehr Ohren für die Musik, die der DJ in Gurgl abspielt. Denn da läuft ein Après-Ski-Lied namens «Heckistiiger». Dahinter stecken die beiden Ex-Skistars Tina Weirather und Marc Berthod sowie der Comedian Michael Schweizer, die zusammen im «Podcast am Pistenrand» das Ski-Geschehen diskutieren. Der Song ist in Zusammenarbeit mit Dabu Bucher von Dabu Fantastic entstanden und letzte Woche veröffentlicht worden. «Welcher Song läuft da im Hintergrund?», wundert sich Schweizer auf Instagram. «Das Crazy», kommentiert Berthod mit einem Party-Smiley. Die beiden sind offenbar überrascht, dass es ihr Song über die Landesgrenze hinaus geschafft hat. In der Schweiz hat er zumindest in den iTunes-Charts kurzzeitig für Furore gesorgt. Dort war er am 18. November auf Rang 4.

Gurgl-DJ überrascht Marc Berthod mit seiner Song-Wahl
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«Das Crazy»:Gurgl-DJ überrascht Marc Berthod mit seiner Song-Wahl

Das gab zu reden II

Enge Kiste in Gurgl. Im ersten Lauf klassieren sich die ersten 30 Athleten innerhalb von nur 1,47 Sekunden. Rang 1 und 19 trennen 99 Hundertstel. So gering sind die Zeitabstände im Slalom selten. Erst viermal war es noch enger. Den Rekord hält Adelboden BE. 2022 waren es dort nur 1,37 Sekunden. Zum Vergleich: Mikaela Shiffrin hat vor einer Woche in Levi mit einem Vorsprung von 1,66 Sekunden auf die Zweitplatzierte gewonnen.

Die Bedingungen

Es ist eisig kalt in Gurgl. Bei ORF sprechen sie vor dem ersten Lauf von –13 Grad. Dafür passt das Wetter sonst. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein – besser könnte es nicht sein. Am Nachmittag siehts dann etwas anders aus, Wolken verdecken die Sonne. Der Schnee hingegen stellt die Athleten vor eine Herausforderung. In den ersten Toren ist es hart und eisig, danach wird die Unterlage viel griffiger und im letzten Abschnitt ist der Schnee weich.

So gehts weiter

Für die Ski-Asse geht die Reise weiter nach Übersee. Bereits am Donnerstag steht in Copper Mountain (USA) der erste Super-G der Saison auf dem Programm, tags darauf wird an gleicher Stätte ein Riesenslalom gefahren. Der nächste Slalom findet erst am 14. Dezember in Val d'Isère (Fr) statt.

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