Beendet
Riesenslalom
Val d'Isere
Val d'Isere
1.
Loic Meillard
Loic Meillard2:10.07
2.
Luca Aerni
Luca Aerni+0.18
3.
Marco Odermatt
Marco Odermatt+0.33
Meillard fährt in Val d'Isère zu seinem achten Weltcupsieg
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Totaler Schweizer Triumph:Meillard fährt in Val d'Isère zu seinem achten Weltcupsieg
13.12.2025, 14:19 Uhr

Bis morgen!

Für heute soll es das vom Kriterium des ersten Schnees in Val d'Isère gewesen sein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Morgen geht es in den französischen Alpen weiter mit dem Slalom. Bis dahin!

13.12.2025, 14:15 Uhr

Drei Deutsche in den Top 15

Aus deutscher Sicht gibt es ein gutes Mannschaftsergebnis zu vermelden. Die drei DSV-Männer im Finaldurchgang verbesserten sich allesamt, schrammten aber im Paket an den Top 10 vorbei. Als Zwölfter machte Fabian Gratz die Olympia-Norm perfekt. Ihm gleich tat es Alexander Schmid (13.). Letztgenannter wurde zeitgleich mit Jonas Stockinger notiert, der damit einen Teil der Norm erfüllte.

13.12.2025, 14:12 Uhr

Das Abschneiden der Österreicher

Das rote Leibchen büsste Stefan Brennsteiner ein. Der Pinzgauer hatte nach einem starken ersten Lauf vorn gelegen, konnte dies allerdings nicht annähernd wiederholen und fand sich auf Platz fünf wieder, war damit aber bester Österreicher vor Patrick Feurstein (9.), Raphael Haaser (16.), Marco Schwarz (18.) und Joshua Sturm (21.). Letzterer wiederholte damit sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis. Bei den Schweizern stellte der Dreifacherfolg natürlich alles in den Schatten, da ging der 22. Platz von Thomas Tumler förmlich unter.

13.12.2025, 14:01 Uhr

Sieg für Meillard!

Somit bleibt es tatsächlich bei dem komplett schweizerischen Podium. Ganz oben steht Loïc Meillard und feiert seinen achten Weltcupsieg, den fünften in einem Riesenslalom. Als Fünfter des ersten Laufes bekam es der 29-Jährige von allen Topleuten im zweiten Durchgang am besten hin. Als Zweiter überraschte Luca Aerni, der mit der zweitbesten Laufzeit von Rang 13 weit nach vorn fuhr und im Weltcup zum zweiten Mal das Podest erreichte. Marco Odermatt musste sich heute hinter seinen Landsleuten anstellen, komplettierte den eidgenössischen Erfolg als Dritter und übernahm die alleinige Führung um Riesenslalom-Weltcup.

13.12.2025, 14:00 Uhr

Stefan Brennsteiner (AUT)

Nur noch einer steht oben. Stefan Brennsteiner hat mehr als eine halbe Sekunde im Gepäck. Couragiert legt der Salzburger los, rutscht dann bei einem Linksschwung leicht weg. An der nächsten Zeitnahme liegt der Sieger von Copper Mountain zurück. Kurzzeitig holt der ÖSV-Fahrer auf. So wird das eine enge Kiste! Nein! Am Ende fehlt doch fast eine halbe Sekunde. Brennsteiner rutscht auf Rang fünf ab.

13.12.2025, 13:56 Uhr

Henrik Kristoffersen (NOR)

Doch auch die Norweger haben noch einen Athleten oben stehen. Henrik Kristoffersen legt entschlossen los, fährt anfangs stark. Allerdings kann das der Weltmeister von 2019 nicht konservieren. Ähnlich wie bei seinem Landsmann eben passt die Linie nicht. Und Kristoffersen fällt noch weiter zurück, muss im Ziel einen enttäuschenden zehnten Platz zur Kenntnis nehmen.

13.12.2025, 13:54 Uhr

Timon Haugan (NOR)

Timon Haugan möchte das komplett schweizerische Podium jetzt sprengen. Und der Norweger holt oben Zeit raus. Nach diesem guten Beginn aber patzt der 28-Jährige, trifft die Linie nicht mehr so ideal. Die Kehrtwende ist nicht mehr drin. Im Ziel fehlen ihm gut vier Zehntel, Haugan schrammt am Stockerl vorbei.

13.12.2025, 13:53 Uhr

Marco Odermatt (SUI)

Gespannt beobachten wir nun, was Marco Odermatt auf den Hang zaubert. Wird das der fünfte Sieg in Folge in Val d'Isère? Der Eidgenosse muss aufholen, also im Vergleich zu den Konkurrenten vorlegen. Doch so richtig kommt der Olympiasieger heute nicht in Fahrt. Für den Sieg reicht das nicht, Odermatt gelangt gar nur als Dritter unten an - hinter zwei anderen Schweizern.

13.12.2025, 13:50 Uhr

Loïc Meillard (SUI)

Ein Schweizer führt, doch die Eidgenossen haben noch weitere Eisen im Feuer. Nun ist Loïc Meillard an der Reihe. Und der macht das stark, fährt technisch sauber und ist dazu auch noch schnell. Erst im zweiten Streckenteil schmilzt das Polster etwas. Doch am Ende bleiben knapp zwei Zehntel. Meillard geht in Führung!

13.12.2025, 13:49 Uhr

Alex Vinatzer (ITA)

Jetzt will es Alex Vinatzer wissen. Der Italiener kämpft, rutscht den einen oder anderen Schwung an. So braucht der 26-Jährige bis Mitte des Laufes den ganzen Vorsprung auf. Im Ziel fehlt fast eine Sekunde, das stellt Vinatzer nicht zufrieden. Für den Moment ist er damit Vierter.

Meillards grosse Erlösung
Schweizer Riesen-Party in Val d'Isère

Schweizer Party in Val d'Isère. Alle drei Podestplätze gehen an unsere Ski-Stars. Sie überflügeln im zweiten Lauf die Konkurrenz.
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Loïc Meillard hat endlich Grund zum Strahlen.
Foto: AFP
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Loïc Meillard (Sz) 2:10,07
2. Luca Aerni (Sz) +0,18
3. Marco Odermatt (Sz) +0,33

Das Rennen

Totaler Schweizer Triumph in Val d'Isère! Loïc Meillard gewinnt den Riesenslalom vor Luca Aerni und Marco Odermatt. Es ist die grosse Auferstehung des Wallisers. Nach einer Enttäuschung nach der anderen zu Beginn der Saison gelingen ihm zwei starke Läufe. Zur Halbzeit noch Fünfter, zaubert er am Nachmittag eine Fahrt in den Schnee, an der sich die Konkurrenz die Zähne ausbeisst. Als er ins Ziel kommt, verdrängt er Aerni von der Spitze. Aerni macht seinerseits im zweiten Lauf elf Positionen gut und fährt erstmals im Riesenslalom aufs Podest.

Nach Meillard ist die Reihe an Odermatt. Er jagt in Val d'Isère nicht nur seinen fünften Sieg in Serie, sondern auch den 50. Weltcup-Triumph. Beides knackt er nicht, kann am Ende aber eine Position gutmachen. Denn danach können weder Timon Haugan, noch Henrik Kristoffersen und Halbzeit-Leader Stefan Brennsteiner das Schweizer Trio verdrängen. Während Meillard seinen achten Sieg feiert, ist es für Aerni der zweite Podestplatz seiner Karriere. Odermatt steigt zum 93. Mal aufs Treppchen.

Die Schweizer

22. Thomas Tumler +1,63
Den 2. Lauf verpassen: 44. Sandro Zurbrügg +2,83, 46. Lenz Hächler +3,16, 47. Fadri Janutin +3,27, 56. Livio Simonet +4,30

Thomas Tumler eröffnet mit Nummer 1 das Rennen. Zwei, dreimal kommt er von der Ideallinie ab, hat mit Problemen zu kämpfen. Dennoch ist er zur Halbzeit voll dabei. Als Siebter trennen ihn gute vier Zehntel vom Podest. Der grosse Angriff bleibt dann allerdings aus. Schon früh bremst ihn ein Riesenbock aus, Tumler fällt weit zurück.

In Beaver Creek hat Lenz Hächler die ersten Weltcuppunkte seiner Karriere eingefahren. Auf der Face de Bellevarde kann er nicht nachdoppeln. Er verliert im ersten Lauf zu viel Zeit und verpasst die Qualifikation für die Entscheidung um knapp eine Sekunde. Auch Sandro Zurbrügg, Fadri Janutin und Livio Simonet dürfen kein zweites Mal mehr ran.

Die Stimmen gegenüber SRF

Marco Odermatt: «Unglaublich. Nach dem Abschwingen dachte ich nicht, dass es fürs Podest reicht. Erst nach einer Zeit habe ich gesehen, dass Luca noch Zweiter ist. Bei ihm hat man schon in den letzten Rennen gesehen, dass er immer besser im Riesen in Schwung kommt. Es ist mega cool für ihn. Im zweiten Lauf bin ich oben gar nicht reingekommen, ich habe allgemein nicht die gleiche Spannung hinbekommen wie in Beaver Creek. Dann hab ich versucht zu stechen – es war ein Murks. Aber man weiss, hier runter ist es immer ein Kampf. Wenn es trotzdem so aufgeht mit Loïc und Luca auf dem Podest, ist es umso schöner.»

Loïc Meillard: «Unglaublich. Ein Dreifach-Sieg ist immer speziell. Wenn ich Vierter geworden wäre, wäre ich auch zufrieden gewesen. Das wäre auch ein guter Schritt nach vorne gewesen. In dem Lauf musste man technisch sauber fahren und nicht voll attackieren, das gefällt mir. Ich habe geschafft, das umzusetzen. Für Luca ist es voll cool. Er hat in den letzten Jahren hart gearbeitet. Das ist auch schön fürs Team.»

Luca Aerni: «Das erste Riesenslalom-Podest bedeutet mir sehr viel. Nach dem Fehler im ersten Lauf habe ich mir vorgenommen, noch einmal so zu fahren, einfach ohne Fehler. Das ist aufgegangen. Die Fehler muss man immer mitnehmen, die haben immer eine Bedeutung. Vielleicht hätte ich sonst nicht so angegriffen im zweiten Lauf. Dass ich das mit Loïc und Marco teilen kann, ist umso schöner.»

Marco Odermatt nach dem 1. Lauf: «Ich bin solide gefahren, das war in den letzten Jahren bei schwierigen Bedingungen das richtige Rezept. Heute hätte ich mehr angreifen sollen. Das hab ich gemerkt, als ich den anderen zugeschaut habe. Der Schnee ist einfacher, man kann mehr Gas geben und angreifen. Das musste man, sonst hat man viel Zeit verloren. So wie ich im oberen Teil.»

Das gab zu reden

Die letzten vier Riesenslaloms in Val d'Isère hat Marco Odermatt allesamt gewonnen. Und jedes Mal lag er schon zur Halbzeit in Führung. 2021 waren es 32 Hundertstel vor Alexis Pinturault, im Folgejahr distanzierte er Manuel Feller um 45 Hundertstel. Den grössten Vorsprung fuhr er 2023 heraus, als er nach dem ersten Lauf 65 Hundertstel vor Henrik Kristoffersen klassiert war. Auch letztes Jahr war Kristoffersen hinter dem Nidwaldner Zweitschnellster – mit 15 Hundertsteln Rückstand. Nun reisst diese Serie. Odermatt ist nach dem ersten Lauf auf Rang 4 klassiert. Eine knappe halbe Sekunde hinter dem Führenden Stefan Brennsteiner. Der Sprung an die Spitze bleibt aus – er fällt noch hinter zwei Teamkollegen zurück, aber wird am Ende Dritter. Damit reisst seine Sieges-Serie in Val d'Isère. Und auch der 50. Weltcupsieg muss vorerst noch warten. Die nächste Chance gibts am kommenden Donnerstag in der Abfahrt von Gröden (It).

Das gab zu reden II

Als Luca de Aliprandini nach seiner ersten Fahrt ins Ziel kommt, wird er von den Emotionen übermannt. Der Italiener wird durchgeschüttelt. Nicht wegen seiner Leistung – er ist zur Halbzeit Zwölfter – sondern weil harte Tage hinter ihm liegen. Seine Verlobte Michelle Gisin stürzt am Donnerstag im Abfahrtstraining schwer, muss noch gleichentags an der Halswirbelsäule und der rechten Hand operiert werden. De Aliprandini steht ihr zur Seite, reist erst kurzfristig nach Val d'Isère, um in seiner einzigen Disziplin zu starten. Eine unglaubliche Belastung. Von den Konkurrenten gibts viel Zuspruch, den ganzen Tag gibts für de Aliprandini aufmunternde Umarmungen und Schulterklopfer.

Luca de Aliprandini nach dem ersten Lauf im Ziel.
Foto: Screenshot SRF

Das gab zu reden III

Die Face de Bellevarde gilt als besonders selektiver Hang. Im ersten Lauf dauert es aber lange, bis sie einem Athleten zum Verhängnis wird. Der Norweger Oscar Andreas Sandvik ist mit Startnummer 38 der erste, der es nicht ins Ziel schafft. Insgesamt scheiden am Morgen nur sechs der 63 Startenden aus. Das hat in den letzten Jahren auch schon anders ausgesehen. 2024 scheiden beispielsweise zehn Fahrer aus, 2023 sind es gar 22. 

Die Bedingungen

Blauer Himmel und Sonnenschein – besser könnten die Bedingungen in Val d'Isère nicht sein. Das hat in den letzten Jahren mit Wolken und Schneefall auch schon ganz anders ausgesehen. Bei der Einfahrt in den Steilhang gehts vom Licht in den Schatten. Im zweiten Lauf breitet sich dieser immer weiter aus. Der Schnee ist eher auf der weichen, dafür angriffigen Seite.

So gehts weiter

Am Sonntag steht an gleicher Stätte ein Slalom auf dem Programm. Auf den nächsten Riesenslalom müssen die Athleten nicht lange warten, er steigt bereits in acht Tagen in Alta Badia (It). Dazwischen sind zwei Abfahrten (Donnerstag und Freitag) sowie ein Super-G (Samstag) in Val Gardena (It) vorgesehen.

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