Die besten 30 des Weltcups haben die Abfahrt von Courchevel hinter sich gebracht und ganz oben steht nach langer Zeit mal wieder Österreich! Vincent Kriechmayr konnte auf der schwierigen L’Éclipse-Piste, die heute gleich vier Fahrer aus den Top 15 nicht beenden konnten, die stärkste Fahrt zeigen und thront neun Hundertstel vor Giovanni Franzoni an der Spitze. Dritter ist Marco Odermatt, der damit sowohl den Gesamt- als auch den Abfahrtsweltcup sicher machen wird. Wir behalten das Geschehen natürlich weiter im Blick.
Kyle Negomir ist zunächst ganz ordentlich dabei, doch dann verliert der US-Amerikaner irgendwann den Druck auf den Aussenski und fällt immer weiter zurück.
Die Slowenen machen heute einiges richtig! Wie schon Hrobat zuvor zaubert auch Martin Cater auf immer schwerer werdender Strecke noch einen fulminanten Lauf raus und fliegt in die Top Ten! Direkt hinter seinem Landsmann geht es auf den achten Platz!
Felix Monsén hat es endlich in die Top 30 gepackt und nutzt das heute zu einem starken Run. Obwohl auch er ein paar harte Schläge kassiert, ist Monsén lange auf Top-15-Kurs, ehe ein Fahrfehler kurz vor Schluss ihn doch noch deutlich zurückwirft.
Blaise Giezendanner kann auch nicht für übermässige Jubelstürme beim französischen Publikum an der Strecke sorgen. Der 34-Jährige wackelt gleich mehrfach gehörig und kann im Ziel nur zwei Fahrer hinter sich lassen.
Kann Stefan Babinsky das grandiose ÖSV-Resultat nochmal verbessern? Der 29-Jährige bräuchte noch ein paar Punkte, um im Saisonfinale dabei zu sein, investiert auch unheimlich viel, wird aber nicht belohnt. Da fehlt einfach die Lockerheit und mit der Brechstange geht es hier in Courchevel nicht.
Haut Bryce Bennett mal wieder einen raus? Nein! Der US-Amerikaner liegt sofort eine ganze Sekunde zurück, findet überhaupt keinen Zugang zu dieser Abfahrt und fährt das Rennen dann auch irgendwann nur noch gemütlich zuende.
Lars Rösti kommt mit der harten Piste heute überhaupt nicht zurecht und arbeitet sich mehr ins Tal als die Ski mal gehen zu lassen. Im Ziel fehlen über drei Sekunden auf die Spitze.
Auch mit seinen 41 Jahren liefert Christof Innerhofer noch richtig starke Abfahrten ab. Der Italiener ist teilweise sogar mit Topspeed unterwegs, fährt aber letztlich zu viele Umwege, um vorne reinzustechen.
Benjamin Jacques Alliod kann nicht an die starken Runs von Hrobat und Haaser anknüpfen und ist meist deutlich zu gerade unterwegs, um hier was zu bewegen. Dann schmeisst es ihn in einem Linksschwung auch noch fast ab und es geht nicht mehr in die Top Ten.