Das Podest
1. Ilka Stuhec 1:04,73
2. Kajsa Vickhoff Lie +0,26
3. Elena Curtoni +0,34
Das Rennen
Auf der verkürzten Tofana avanciert die zweite Abfahrt von Cortina zu einem Sprint. Und auf diesem ist Ilka Stuhec die Schnellste. Die Slowenin feiert damit ihren ersten Sieg der Saison.
Die schönste Geschichte des Tages schreibt aber eine andere: Kajsa Vickhoff Lie fährt mit Startnummer 30 auf den zweiten Rang. Die Norwegerin stürzte 2021 fürchterlich, brach sich das Waden- und Schienbein.
Danach folgte eine lange Leidenszeit, ihr grosser Traum von den olympischen Spielen 2022 platzte. Jetzt meldet sich Vickhoff Lie eindrücklich zurück, holt ihr erstes Top-10-Ergebnis seit zwei Jahren und den zweiten Podestplatz ihrer Karriere.
Beste Schweizerin ist wie schon bei der ersten Abfahrt Lara Gut-Behrami. Die Tessinerin landet auf Schlussrang vier. Besonders bitter: das Podest verpasst sie um eine einzige Hunderstelsekunde.
Die Schweizerinnen
4. Lara Gut-Behrami +0,35
6. Priska Nufer +0,37
10. Michelle Gisin +0,37
18. Jasmine Flury +0,98
20. Stephanie Jenal +1,20
23. Delia Durrer +1,24
25. Joana Hählen +1,40
26. Janine Schmitt +1,43
31. Juliana Suter +1,88
36. Noémie Kolly +2,61
Nach der Enttäuschung von der ersten Cortina-Abfahrt mit nur einer Schweizerin unter den besten 15 läuft das zweite Rennen aus Schweizer Sicht besser. So fahren drei Swiss-Ski-Stars in die Top 10. Corinne Suter verzichtet nach ihrem Sturz derweil auf einen Start.
Jubel bei Priska Nufer: Sie fährt auf den sechsten Schlussrang und landet zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt in den Top 10. Auch Michelle Gisin überzeugt, die Engelbergerin zeigt eine gute Fahrt und fährt auf den 10. Schlussrang. Mit Startnummer 40 fährt ausserdem noch Stephanie Jenal unter die besten 20.
Jasmine Flury kommt nicht wirklich ins Rennen und verliert im unteren Streckenteil zu viel Zeit. Delia Durrer bessert ihr bestes Karriere-Ergebnis aus der ersten Cortina-Abfahrt nochmals auf und fährt auf Platz 23. Janine Schmitt fährt in ihrem zweiten Weltcup-Rennen erstmals in die Punkte.
Das gab zu reden
Abfahrts-Dominatorin Sofia Goggia stürzt an derselben Stelle wie Corinne Suter gestern. Die Italienerin verliert bei der Kurve zuvor ein wenig das Gleichgewicht und wird dann über die nächste Bodenwelle geschleudert. Doch der Aufprall ist weniger heftig wie bei Suter, Goggia steht schnell wieder und kann selbständig ins Ziel fahren.
Die Stimmen (gegenüber SRF)
Michelle Gisin: «Oben kam ich gut weg, unten bin ich nicht ganz so sauber gefahren. Die letzte Welle unten ist schwierig. Aus irgendeinem Grund hat es mich verdreht, da bin ich erschrocken und wollte den Sprung sicher stehen. Dort habe ich bestimmt ein bisschen Zeit verloren.»
Priska Nufer: «Es ist unglaublich, weil es so ein Krampf war hierher zu kommen. Ich weiss nicht, was ich wirklich anders als gestern gemacht habe. Manchmal klappt einfach alles und man kann es nicht erklären. Ich bin sehr glücklich über das Resultat.»
Jasmine Fury: «Es war besser als gestern. Ich liebe diesen Ort und diese Abfahrt, jedoch finde ich das Rezept, um schnell zu sein irgendwie nicht. Jedoch freue ich mich jetzt auf den Super-G von morgen, da habe ich bessere Erinnerungen.»
Die Bedingungen
Wegen starker Windböen wird der Start des Rennens nach unten verschoben. Ansonsten ist es kalt und sonnig in den Dolomiten.
So gehts weiter
Zum Abschluss des Speedwochenendes von Cortina wartet am Sonntag um 11.30 Uhr noch der Super-G. Die nächste Abfahrt steht schliesslich am 11. Februar an der Weltmeisterschaft in Courchevel auf dem Programm.