Seit 2002 ist Armin Assinger Österreichs Antwort auf Günter Jauch. Der ehemalige Weltklasse-Abfahrer (4 Weltcupsiege) mit der besonders lauten Stimme moderiert im ORF die «Millionen-Show». Beim grossen Teil der Männer-Weltcuprennen ist Hans Knauss (54) für das österreichische Staatsfernsehen im Einsatz. Wenn die im ORF besonders quotenträchtige Abfahrt am Hahnenkamm auf dem Programm steht, muss Knauss seinen Expertenstuhl für Assinger räumen.
Der mittlerweile 61-Jährige wird auch bei der Olympia-Abfahrt das Sagen haben. Dabei halten hinter vorgehaltener Hand immer mehr Insider fest, dass Assinger in skitechnischen Angelegenheiten schon länger nicht mehr mit dem ehemaligen Kitzbühel-Triumphator Knauss mithalten kann.
Assinger vs. Knauss
Fakt ist, dass die Analysen von Assinger und Knauss nach dem zweiten Abfahrtstraining auf der Streif unterschiedlich ausfallen. Assinger hält nach der neuerlichen Bestzeit von Italiens Shooting-Star Giovanni Franzoni zum Ende der ORF-Übertragung fest, «dass mir der Odermatt hier nicht in der Rolle des Top-Favoriten zu sein scheint. Der Sieg wird am Samstag in der Abfahrt über Franzoni führen.»
Hans Knauss spricht sich dagegen am Blick-Telefon für einen Schweizer-Sieg auf der Streif aus: «Es war offensichtlich, dass Odermatt in diesem Training im Gegensatz zu Franzoni nicht voll durchgezogen hat, in ihm schlummern im Hinblick auf das Rennen noch enorme Kräfte. Deshalb bleibt er für mich der Top-Favorit. Ich traue aber auch Alexis Monney sehr viel zu, der im zweiten Training die fünftbeste Zeit gefahren ist. Auch Alexis hat in meinen Augen noch grosse Reserven.»
Assinger hat das letzte Wort: «Auch Franzoni hat noch Reserven!»