Kurzes Rennen in Crans-Montana. Nach sechs Athletinnen wird die Abfahrt abgebrochen. Nur drei Fahrerinnen kommen ins Ziel, die anderen landen in den Fangnetzen. Zudem wird die Sicht schlechter, weswegen die Organisatoren die Reissleine ziehen.
Am Morgen schneits und hat Nebel. Das Rennen steht auf der Kippe und kann dann doch pünktlich um 10 Uhr gestartet werden. Los gehts mit dem ersten Schreckmoment. Nach 20 Fahrsekunden landet Nina Ortlieb in den Fangnetzen. Die Schnellste des einzigen Trainings fliegt an gleicher Stelle ab, an der sie schon vor fünf Jahren im Training stürzte – und sich dabei das Kreuzband riss. Dieses Mal kommt die Österreicherin glimpflich davon.
«Mir gehts gut, ich habe keine Schmerzen», sagt sie ins SRF-Mikrofon. Wenn man selber runterfahren könne, sei der Sturz leichter wegzustecken. «Der Rennverlauf mit den weiteren Stürzen macht mehr mit einem – wenn man sieht, wie viel Glück man hatte.» Denn Ortliebs Sturz sollte leider nicht der letzte bleiben. Die Athletinnen haben mit der harten, unruhigen Piste zu kämpfen. Auch die Diszplinenführende Lindsey Vonn erwischt es. Die Amerikanerin rutscht weg und landet in den Netzen. Dort bleibt sie eine Weile liegen. Bange Momente in Crans-Montana. Zum Glück kann auch Vonn aufstehen und selber in Richtung Ziel fahren. Allerdings fasst sie sich dabei immer wieder ans linke Knie. Hoffentlich hat sie sich nicht weh getan.
Daneben erwischts auch Marte Monsen. Die Norwegerin stürzt beim letzten Tor und verliert dabei den Helm. Sie rutscht noch über die Ziellinie. Sie ist das einzige der Sturzopfer, das nicht selber den Zielraum verlässt. Monsen winkt aber ins Publikum, als sie mit blutverschmiertem Gesicht im Rettungsschlitten abtransportiert wird.
Damit sich zu dem Trio nicht weitere Sturzopfer gesellen, wird das Rennen abgebrochen. Ihre Fahrt ins Ziel gebracht haben zu diesem Zeitpunkt nur Corinne Suter, Jacqueline Wiles und Romane Miradoli.