Erfolgreiche Schweizer Ski-Asse im Europacup
Vanessa Kasper in Oppdal und Lenz Hächler in Norefjell gewinnen je einen Europacup-Riesenslalom.
Die 29-jährige St. Moritzerin Vanessa Kasper, amtierende Schweizer Meisterin im Riesenslalom, schafft es in Norwegen zum siebten Mal im Europacup aufs Podest, zum dritten Mal gewinnt sie ein Rennen. Den letzten Sieg hatte sie am 11. Januar 2025 in Puy Saint Vincent errungen.
Der Innerschweizer Lenz Hächler hat im neuen Jahr schon die Europacup-Super-Gs von Verbier und Bjelasnica/Sarajevo gewonnen. Im Riesenslalom siegt er erstmals seit dem Rennen im norwegischen Aal am 13. März 2025. Hächler verweist Landsmann Fadri Janutin, den Sieger des Vortags, um sechs Hundertstel auf Platz 2. Sandro Zurbrügg, der nach dem ersten Lauf geführt hat, scheidet im zweiten Lauf aus.
Zehn Athleten reisen nach Garmisch
Während die Frauen in Andorra wieder ins Weltcup-Geschehen eingreifen (siehe Eintrag unten), absolvieren die Männer in Garmisch-Partenkirchen (De) am Samstag eine Abfahrt und am Sonntag einen Super-G. Das Schweizer Team umfasst zehn Athleten. Franjo von Allmen (24), der frischgebackene Olympiasieger in beiden Disziplinen, führt die Gruppe gemeinsam mit dem dreifachen Mediallengewinner Marco Odermatt (28), der in beiden Weltcup-Wertungen vorne liegt, an. Wer in welchem Rennen dann auch wirklich am Start steht, wird kurz vor dem Rennen mitgeteilt, wie Swiss-Ski schreibt.
Die Schweizer Athleten: Arnaud Boisset, Livio Hiltbrand, Niels Hintermann, Alessio Miggiano, Alexis Monney, Justin Murisier, Marco Odermatt, Lars Rösti, Stefan Rogentin, Franjo von Allmen.
Erstes Ski-Aufgebot nach Olympia
Kaum sind die Olympischen Winterspiele vorbei, stehen für die Ski-Stars bereits wieder Weltcuprennen auf dem Programm. Die Frauen absolvieren in Soldeu (Andorra) am Freitag eine Abfahrt, am Samstag und Sonntag je einen Super-G. Das Schweizer Team wird mit zehn Athletinnen in die Pyrenäen reisen. Unter ihnen sind auch Daria Zurlinden (21), die im Weltcup bisher erst den Super-G in St. Moritz Mitte Dezember bestritten hat und dort 45. wurde, Jasmin Mathis (21), die noch keinen Einsatz auf höchster Stufe hatte. Sie ist allerdings amtierende Junioren-Weltmeisterin im Super-G und gewann Silber in der Abfahrt. Wer in den Rennen starten wird, wird jeweils am Vortag entschieden.
Das Schweizer Aufgebot: Malorie Blanc, Delia Durrer, Stefanie Grob, Joana Hählen, Jasmin Mathis, Priska Ming-Nufer, Janine Schmitt, Corinne Suter, Jasmina Suter, Daria Zurlinden.
Erster Triumph für Mächler
Während sich die weltbesten Skirennfahrerinnen an den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo messen, feiert Janine Mächler in Hasliberg einen Karriere-Meilenstein. Die 21-jährige Zürcherin erringt im Slalom ihren ersten Europacup-Sieg. Sie gewinnt vor der Schwedin Moa Landström und der Italienerin Alice Pazzaglia.
Aline Höpli verpasst das Podest als Vierte um zwei Hundertstel.
Allenbach feiert ersten Europacup-Sieg
Dania Allenbach siegt erstmals im Europacup. Die bald 19-jährige Berner Oberländerin gewinnt in Oberjoch in Bayern den ersten von zwei Riesenslaloms.
Allenbach liegt bereits nach dem ersten Durchgang vorne – und verteidigte die Führung mit sechs Hundertsteln Vorsprung. Auf Stufe Europacup hat sie zuvor einmal einen Podestrang erreicht: Vor einem Monat belegt sie im Riesenslalom in Sestriere im Piemont Platz 2.
Auch im Weltcup deutete Allenbach ihr Talent bereits an. Bei ihren ersten zwei Einsätzen schaffte sie es gleich in die Punkteränge. In Kranjska Gora in Slowenien fuhr sie auf Platz 27, in Kronplatz im Südtirol auf Platz 22.
Abgesagte Abfahrt von Crans-Montana in Val di Fassa
Die am Freitag der Vorwoche abgesagte Weltcup-Abfahrt der Frauen in Crans-Montana wird in Val di Fassa nachgeholt. Wie der Skiweltverband FIS am Samstag mitteilte, ist das Rennen am Freitag, 6. März, angesetzt. In der Skistation im Trentino finden am darauffolgenden Wochenende eine weitere Abfahrt und ein Super-G statt.
Ski-Chilene meldet sich nach Crans-Montana-Sturz
Bei der Abfahrt vom vergangenen Sonntag in Crans-Montana musste der Chilene Henrik von Appen (31) nach seinem Sturz vom Helikopter abtransportiert werden. Tags darauf meldet sich der Ski-Exote via Instagram und zeigt sein malträtiertes, blutverschmiertes Gesicht. Ohne ins Detail zu gehen, scheint er den Umständen entsprechend glimpflich davongekommen zu sein. Von Appen hofft jedenfalls immer noch, beim kurz bevorstehenden Saisonhighlight am Start stehen zu können: «Das Timing meines schweren Sturzes ist alles andere als gut, aber ich werde alles tun, um bei den Olympischen Spielen dabeizusein.»
Trio kämpft um zwei Tickets für Olympia-Abfahrt
Wenn am kommenden Samstag die besten Abfahrer der Welt um die Olympia-Medaillen kämpfen, werden Marco Odermatt und Franjo von Allmen sicher mit dabei sein: Die beiden Schweizer Teamleader sind gesetzt, wie Swiss-Ski entschieden hat. Damit fahren Alexis Monney, Niels Hintermann und Stefan Rogentin in den Trainings (ab Mittwoch) um die beiden verbleibenden Tickets. Pro Nation dürfen maximal vier Fahrer die Olympia-Abfahrt bestreiten.
Hirscher gewinnt Rechtsstreit um Van-Deer-Logo
Rekord-Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher (36) und Red Bull lagen wegen ihrer Skimarke Van Deer im jahrelangen Rechtsstreit mit der FIS. Der Weltskiverband hatte das Logo verboten, da der Bulle im Design zu stark an den Energy-Drink-Konzern erinnere und dadurch gegen Regeln zur Ausrüstung und Werbung verstosse. So musste das Logo bislang abgeklebt werden – bis jetzt.
Der österreichische Oberste Gerichtshof (OGH) hat nun Red Bull und Hirscher recht gegeben, weshalb der Weltskiverband das Bullen-Logo akzeptieren muss. Wie österreichische Medien, darunter der «Standard» berichten, habe die FIS «nicht ausreichend» erklären können, was sie mit dem Verbot bezwecken wolle. Zudem stelle das Verbot «eine Beeinträchtigung des freien Wettbewerbs» dar, die «nicht gerechtfertigt» sei.
Beim Entscheid handelt es sich um eine einstweilige Verfügung, wodurch Van-Deer-Athleten wie Henrik Kristoffersen (31) künftig das Logo auf den Ski zeigen darf, wie es der Norweger bereits in Schladming getan hat (s. Bild oben). Das Hauptverfahren könnte allerdings noch weitergeführt werden, heisst es im Bericht.
Sejersted bangt um Olympia
Der Norweger Adrian Smiseth Sejersted (31) ist beim Abfahrtstraining in Crans-Montana gestürzt und hat sich an der rechten Schulter verletzt. Untersuchungen am Nachmittag ergaben eine Teilausrenkung des Schultergelenkes. Weitere schwerwiegende Verletzungen liegen aktuell nicht vor.
Der zurzeit beste norwegische Speed-Spezialist zeigt sich optimistisch und hofft auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen. «Die Situation wird täglich neu bewertet», wie Mannschaftsarzt Trond Floberghagen erklärt.
Sejersted hatte in seiner Karriere bereits mehrfach mit Verletzungen zu kämpfen, zuletzt beendete im Februar 2024 eine schwere Schulterverletzung seine Saison. In Kitzbühel überzeugte Sejersted noch mit Rang fünf im Super-G.
Monsen meldet sich nach Sturz zu Wort
Marte Monsen (26) meldet sich einen Tag nach ihrem üblen Sturz bei der nach sechs Fahrerinnen abgebrochenen Abfahrt in Crans-Montana auf Instagram zu Wort. «Habe gestern das Netz getestet, würde es nicht empfehlen», schreibt die Norwegerin mit einem Augenzwinkern. Sie bedankt sich bei allen, die ihr geholfen haben, den Sturz «sicher zu überstehen».
Schwerere Verletzungen im Gesicht oder am Kopf hatte sie sich beim Abflug nicht zugezogen, wie der norwegische Teamarzt bereits am Freitag bestätigte. Sie habe derzeit aber mit einer Gehirnerschütterung zu kämpfen. Dazu kommen Schmerzen am Knie, weswegen sie bald nach Norwegen zurückkehren werde, um sich weiteren Tests zu unterziehen.