Zenhäusern setzt auf neue Skimarke
Nach seinem Rauswurf aus dem Swiss-Ski-Kader wagt Ramon Zenhäusern einen Neuanfang. Der Walliser setzt fortan auf die Skimarke Völkl.
«Mein innerer Tiger brüllt vor Aufregung am Start dieser neuen Reise», lässt Zenhäusern am Tag nach seinem 34. Geburtstag seine Fans auf Instagram wissen.
Der vierfache Slalom-Weltcupsieger und Slalom-Olympia-Silbermedaillengewinner von 2018 vertraute während seiner bisherigen Profi-Karriere stets auf Rossignol. Diese Zusammenarbeit ist nun zu Ende gegangen.
Die Suche nach einem neuen Kopfsponsor dauert noch an.
Hütter setzt Karriere fort
Die österreichische Skifahrerin Cornelia Hütter hat die Entscheidung über ihre Zukunft getroffen: Sie macht nun doch weiter. Warum dies überraschend ist? «Im Herbst wollte ich zu 99,9 Prozent nach dieser Saison aufhören», erklärt die 33-Jährige am Montag auf einer Pressekonferenz, bei der sie verkündet, dass sie ihre Karriere fortsetzen wird.
Der Grund für den Sinneswandel: ihre Bronzemedaille im Super-G an den Olympischen Winterspielen im Februar. Diese habe sie in ein Gefühlschaos gestürzt. Sie kam zum Schluss: «Das ist genau das, was du willst. Ich bin noch nicht bereit, der Zuschauer auf der Couch zu sein.» Ihr letztes grosses Ziel sei die WM 2027 in Crans-Montana – danach macht die Abfahrtskugelgewinnerin von 2024 aber wirklich Schluss: «Das ist dann definitiv meine letzte Saison.»
Gut-Behrami zum ersten Mal seit Verletzung auf den Ski
Ob Lara Gut-Behrami (35) ein weiteres Jahr Ski fährt, bleibt weiterhin offen. Nach ihrer schweren Verletzung zu Beginn der Saison wollte sich die Tessinerin nicht über ihre Zukunft im Profisport äussern. Lange bleibt es dann auch still um das Ski-Ass.
Jetzt hat 20 Minuten ein Video von Gut-Behramis Helmsponsor Ka-Ex veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Trailer vom Kurzfilm über die Skifahrerin. Darin ist die 35-Jährige zum ersten Mal seit ihrer Verletzung wieder auf den Ski zu sehen. Wann die Aufnahmen entstanden sind und ob es sich bei diesem Video um eine Andeutung des Comebacks handelt, bleibt derzeit unklar.
Generalsekretär Scherer verlässt den ÖSV
Christian Scherer (41) legt sein Amt als Generalsekretär des österreichischen Skiverbands im Herbst nieder. Das schreibt der ÖSV am Donnerstag in einer Mitteilung. Die Trennung erfolgt demnach auf Wunsch des Tirolers, der sich einer neuen beruflichen Herausforderung in der Privatwirtschaft widmen möchte. Die Suche nach einer Nachfolge beginnt im Mai, heisst es von Seiten des ÖSV weiter.
Scherer ist seit Oktober 2020 im Amt und habe den Verband in einer Phase der Neuaufstellung «mit grosser Ruhe, Umsicht und Verantwortung geführt», wie ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober erklärt. «Es ist unter seiner Führung gelungen, die wirtschaftliche Basis des Verbandes nachhaltig zu stabilisieren und das internationale Gewicht als Stimme für den Ski- und Snowboard-Sport zu sichern.»
«Die Zeit beim ÖSV war für mich vor allem eines: eine intensive und sehr bereichernde Zusammenarbeit mit vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam im Team ist es uns gelungen, den Verband in einer herausfordernden Phase gut aufzustellen», wird Scherer selbst zitiert.
Sebastian Holzmann beendet Karriere
«Das hier zu schreiben ist schwer, aber es fühlt sich für mich nach der richtigen Entscheidung an.» Mit diesen Worten verkündet Sebastian Holzmann (33) am Montag auf Instagram das Ende seiner Ski-Karriere. «Mir ist klar geworden, dass ich meinen Sport nicht mehr mit der letzten Konsequenz ausüben kann. Da dies immer mein Anspruch war, ist es besser, aufzuhören und sich neuen Aufgaben zu widmen», so der deutsche Slalomspezialist weiter.
Holzmann stand in seiner Karriere bei 77 Weltcup-Rennen am Start und fuhr dabei 26 Mal in die Punkte. Sein bestes Ergebnis im Weltcup erreichte er 2018 in Kranjska Gora als Elfter. Noch besser war er nur bei der WM 2023 klassiert, als er in Courchevel sensationell auf den fünften Rang fuhr.
Ansonsten wurde der Deutsche mehrfach von schweren Knieverletzungen zurückgeworfen, unter anderem von einem Kreuzbandriss 2024. «Ich habe sehr hart gekämpft, um nach meinen Verletzungen wieder Rennen zu fahren», so Holzmann. Zählbares schaute dabei in seiner letzten Saison zwar nur noch selten heraus, zum Abschluss seiner Karriere krönte sich der 33-Jährige aber zum fünften Mal zum deutschen Slalom-Meister.
Cyprien Richard kehrt in die Schweiz zurück
Cyprien Richard, 2011 Sieger des Riesenslaloms von Adelboden, kehrt an alte Wirkungsstätte zurück: Wie das Portal «Skinews» berichtet, wird der 47-jährige Franzose Trainer im Nationalen Leistungszentrum West von Swiss-Ski in Brig. Dort ist er zwischen 2019 und 2025 schon einmal sechs Jahre lang tätig gewesen, ehe er im vergangenen Sommer als Technikerinnen-Trainer beim französischen Skiverband angeheuert hat. Nach nur einer Saison kehrt er seinem Heimatland nun aber schon wieder den Rücken und wird erneut für den Schweizer Verband arbeiten.
Alexis Monney erfolgreich an der Hand operiert
Wie Swiss-Ski mitteilt, wurde Alexis Monney (26) am Mittwoch erfolgreich operiert.
Der Freiburger stürzte während den Schweizer Meisterschaften in St. Moritz und verletzte sich dabei an der rechten Hand. Nach medizinischen Untersuchungen in der Klinik Hirslanden wurde ein Bruch des Mondbeins im rechten Handgelenk diagnostiziert.
Laut Swiss-Ski muss er in den kommenden zwei Monaten eine Schiene tragen. Im Hinblick auf die kommende Wintersaison dürfte er für den Aufbau im Sommer jedoch wieder voll einsatzbereit sein.
Bösch beendet Ski-Karriere zum zweiten Mal
«Das Ende. Dieses Mal fühlt es sich richtig an», schreibt Alessia Bösch (22) und beendet ihre Ski-Karriere – zum zweiten Mal. Schon 2021 hat die damals 18-Jährige verkündet, dem Skisport den Rücken zuzukehren, 2024 erfolgte das Comeback. Bösch fuhr danach vornehmlich in FIS-Rennen, einen Sieg gab es aber nie. Nach dem Riesenslalom an den Schweizer Meisterschaften am Sonntag, wo sie im 2. Lauf ausschied, ist endgültig Schluss. «Ich habe alles gegeben, meine Grenzen verschoben und um meinen Traum gekämpft. Aber vielleicht soll es einfach nicht sein.» Die letzten zwei Jahre seien die besten ihres Lebens gewesen: «Ich bin dankbar für alles.»
Jared Goldberg beendet seine Karriere
«Amerikanischer Abfahrer meldet sich ab»: Mit diesen Worten verkündet Jared Goldberg (34) auf Instagram das Ende seiner Karriere. Diesen Schritt vollzieht er nach einer enttäuschenden Saison, in der er einzig beim Heim-Weltcup in Beaver Creek als 25. in die Punkte fuhr.
Das ist in der Vorsaison noch anders gewesen: Beim Super-G von Gröden schaffte er es im Dezember 2024 mit der Startnummer 26 als Zweiter überraschend auf das Weltcup-Podest – zum einzigen Mal in seiner Karriere, wobei er 2023 mit Rang vier auf der Streif nur knapp daneben landete. Während seiner 14 Saisons im Weltcup holte er fünf weitere Top-Ten-Plätze heraus. Neben fünf WM-Teilnahmen war er auch zweimal Teil des US-Teams an Olympischen Spielen.
Johannes Zöchling wird neuer Trainer der österreichischen Frauen
Der österreichische Skiverband hat einen Nachfolger für den abtretenden Roland Assinger (52) gefunden: Ab Mai wird Johannes Zöchling (46) das Amt des Frauen-Cheftrainers übernehmen, wie der ÖSV in einer Mitteilung schreibt. Der Niederösterreicher kehrt vom norwegischen Verband, wo er zuletzt für die Technikerinnen zuständig gewesen ist, in sein Heimatland zurück. Zuvor ist er beim ÖSV schon 14 Jahre lang in verschiedenen Trainer-Funktionen tätig gewesen.
Grob Schnellste im zweiten SM-Training
Im letzten Abfahrtstraining an den Schweizer Meisterschaften in St. Moritz können sich Stefanie Grob und Delia Durrer deutlich von der Konkurrenz absetzen. Die beiden Weltcup-Fahrerinnen nehmen den übrigen Athletinnen auf der Corviglia mehr als eine Sekunde ab, wobei Grob noch einmal etwas schneller fährt als Durrer. Janine Schmitt, in Abwesenheit von Corinne Suter und Malorie Blanc die bestklassierte aller SM-Teilnehmerinnen in der Weltcup-Wertung, holt sich als Fünfte ebenfalls ein gutes Gefühl für das Rennen vom Donnerstag. Dieses wird wie alle SM-Wettkämpfe live im Blick-Stream zu sehen sein.