Expertentipps für sturzfreies Wintersportvergnügen
«90 Prozent der Unfälle sind selbstverschuldet»

Skifahren und Snowboarden gehören zu den beliebtesten Wintersportarten. Doch so angesagt der Spass im Schnee auch ist, auf den Pisten lauern Risiken. Dabei liessen sich viele Unfälle durch das Befolgen von Regeln und die richtige Ausrüstung vermeiden.
Foto: Getty Images/Image Source
Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von der Groupe Mutuel

Der Wind pfeift einem um die Ohren, die Sonne bringt den Pulverschnee zum Glitzern und unter den Skiern spürt man das Knirschen von frisch präpariertem Schnee. Wintersport bedeutet Freiheit, Geschwindigkeit und Abenteuer. Das ist aber nicht immer ganz ungefährlich. 

Martin Romang, ausgebildeter Skilehrer und Präventionsexperte bei der Groupe Mutuel, verrät im Interview, wie man sicher auf der Piste unterwegs ist, welche Gefahren lauern und wie man Unfälle vermeiden kann.

Wie häufig kommt es auf Schweizer Skipisten zu Unfällen?
Martin Romang: 60'000 Skifahrerinnen und Snowboarder verletzen sich jährlich in den Schweizer Bergen. Solche Unfälle sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch teuer. Ein durchschnittlicher Skiunfall kostet etwa 9000 Franken, das ist fast doppelt so viel wie ein normaler Unfall. Dazu kommen oft lange Ausfallzeiten und komplexe Verletzungen. Gerade beim Skifahren passieren durch die hohen Geschwindigkeiten Verletzungen, die langwieriger und teurer sind als bei vielen anderen Sportarten. Deshalb ist Prävention so wichtig.

Fühlen Sie sich auf der Skipiste wohl?
Ich fahre gut Ski und bin körperlich fit, trotzdem fühle ich mich auf stark frequentierten Pisten nicht immer wohl. 90 Prozent aller Unfälle sind selbstverschuldet, und je voller es ist, desto unberechenbarer wird das Verhalten der anderen. Viele überschätzen sich oder sind körperlich überfordert. Deshalb versuche ich, den grossen Andrang möglichst zu meiden.

Welche typischen Fehler beobachten Sie bei Skifahrerinnen und Snowboardern?
Meistens wird zu schnell gefahren oder man überschätzt seine Fähigkeiten. Viele unterschätzen auch die körperliche Belastung, die beim Skifahren entsteht. Auch Material und Pistenbedingungen spielen eine grosse Rolle. Morgens noch perfekte Pisten können nachmittags vereist oder uneben sein. Wer das nicht berücksichtigt, verliert schnell die Kontrolle.

Welche Grundregeln sollte man auf der Piste beachten?
Rücksichtnahme und bewusstes Fahren sind entscheidend. Man sollte vor der Abfahrt prüfen, was um einen herum passiert, nicht direkt hinter Kuppen anhalten, an den Rand fahren und das Tempo den Verhältnissen anpassen. Es geht nicht nur darum, andere zu schützen, sondern vor allem sich selbst. Und natürlich sollte man stets die Regeln des Internationalen Skiverbands (FIS) beachten.

Blick Winter Awards: Partner in der Kategorie «Familie»

Die Groupe Mutuel unterstützt die Blick Winter Awards als Partnerin in der Kategorie «Familie». Mit ihrem Programm CorporateCare fördert sie sicheres Verhalten, um Krankheits- und Unfallrisiken vorzubeugen, und unterstützt Unternehmen seit 20 Jahren dabei, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden zu verbessern und Fehlzeiten zu reduzieren.

Die Groupe Mutuel unterstützt die Blick Winter Awards als Partnerin in der Kategorie «Familie». Mit ihrem Programm CorporateCare fördert sie sicheres Verhalten, um Krankheits- und Unfallrisiken vorzubeugen, und unterstützt Unternehmen seit 20 Jahren dabei, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeitenden zu verbessern und Fehlzeiten zu reduzieren.

Wie fährt man trotz voller Pisten sicher?
Früher aufstehen, Stosszeiten auf den Pisten vermeiden und alternative Pisten suchen. Wer die Pisten kennt, kann Ausweichrouten wählen. Ansonsten gilt: Tempo reduzieren, Abstand halten und in Kurven ein kurzer Blick über die Schulter, um die Strecke zu überschauen.

Welche Rolle spielen Müdigkeit und Alkohol?
Alkohol senkt die Hemmschwelle und verlangsamt die Reaktionsfähigkeit, das Unfallrisiko steigt. Müdigkeit hat denselben Effekt. 

Wie können Eltern ihre Kinder auf die Piste vorbereiten?
Kinder sollten spielerisch lernen und Schritt für Schritt auf grössere Lifte gehen. Skikurse vermitteln Technik, Balance und Sicherheit. Kleine Skigärten sind perfekt, bevor Kinder auf grössere Pisten gehen. Kinder sind oft fitter und beweglicher als Erwachsene, trotzdem ist es wichtig, sie langsam an schwierige Pisten heranzuführen.

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Wer Muskeln nicht aufwärmt, riskiert Zerrungen. Noch wichtiger als das Aufwärmen ist jedoch die körperliche Fitness.
Martin Romang, Leiter CorporateCare Groupe Mutuel
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Welche Rolle spielt die richtige Ausrüstung?
Mit der heutigen Geschwindigkeit auf den Pisten ist die passende Ausrüstung extrem wichtig. Wer keinen Helm trägt, riskiert schwere Kopfverletzungen. Ski mit scharfen Kanten, einem gepflegten Belag und korrekt eingestellten Bindungen sorgen für bessere Kontrolle und schützen vor Unfällen. Es ist wichtig, die Ski so zu wählen, dass sie den eigenen Fähigkeiten entsprechen. Auch Rückenprotektoren und Handgelenkschützer für Snowboarder sind sinnvoll. (Mehr Infos zur richtigen Ausrüstung findest du hier.)

Viele Wintersportler überspringen das Aufwärmen vor der ersten Abfahrt. Wie wichtig wäre es, die Muskeln vorher zu aktivieren?
Wie bei jedem Sport gilt: Wer Muskeln nicht aufwärmt, riskiert Zerrungen. Wenn man schnell reagieren muss, sind kalte Muskeln besonders gefährdet. Ich finde aber die körperliche Fitness noch wichtiger als das Aufwärmen selbst. Wer körperlich vorbereitet ist, hat die beste Grundlage, um Stürze und Verletzungen zu vermeiden. Ich wärme mich beim Fahren auf, starte langsam und steigere die Intensität.

Wie reagiert man richtig, wenn es trotz aller Vorsicht zu einem Unfall kommt?
Ruhe bewahren, die Unfallstelle sichern und andere warnen. Dann der betroffenen Person helfen und bei Bedarf die Rettung rufen.

Ihr wichtigster Grundsatz für sicheres Fahren zum Schluss?
Rücksicht auf andere nehmen und das Tempo dem eigenen Können anpassen. Lieber defensiv fahren, einen Blick mehr über die Schulter werfen und bremsen. Wer diese Grundregeln beachtet, vermeidet die meisten Unfälle.

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Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

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