Bei Odermatt klemmt die Champagnerflasche
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Handelt unkonventionell:Bei Odermatt klemmt die Champagnerflasche

Adelboden-Zweiter Braathen
«Könnte meinen Finger verlieren und würde es nicht merken»

Lucas Braathen blutet nach seinem zweiten Platz und Léo Anguenot holt nach sieben Jahren im Weltcup seine erste «Trychle» in Adelboden. Der Franzose fährt mit Ruhe und Präzision auf Platz drei und feiert sein zweites Karriere-Podium.
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Lucas Braathen und Léo Anguenot kommen mit den garstigen Bedingungen in Adelboden richtig gut zurecht.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Lucas Braathen und Léo Anguenot trotzen dem Wetter am Chuenisbärgli
  • Braathen beschreibt den Riesenslalom am Samstag als «laut, emotional und brutal»
  • Anguenot wurde vor Jahren U17-Wasserski-Europameister
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.

Richtig gut mit den garstigen Bedingungen in Adelboden zurechtgekommen sind – natürlich abgesehen von Überflieger Odermatt – Lucas Braathen und Léo Anguenot. Der Neo-Brasilianer Braathen stürmt auf Platz zwei und ist im zweiten Lauf sogar exakt gleich schnell wie der Sieger. 

Danach steht ihm der Schweiss im Gesicht – und Blut am Finger. Warum, weiss der 25-Jährige jedoch nicht. Lachend sagt er: «Ich habe keine Ahnung, warum ich blute.» und fügt an: «Mein Adrenalin geht gerade so durch die Decke, dass ich meinen Finger verlieren könnte und ich würde nichts spüren.»

Kein Wunder schwärmt Braathen vom Hexenkessel am Chuenisbärgli: «Es hat wirklich sehr viel Spass gemacht heute. Es war laut, emotional und brutal. Wirklich alles auf einmal. Genau das ist Skifahren.» 

Einfache Formel führt Anguenot zur ersten Kuhglocke

Für grosse Freude sorgt dahinter Léo Anguenot. Der 27-jährige Franzose fährt am Chuenisbärgli sein zweites Karriere-Podium schon fast selbstverständlich ein. Mit dem Nebel und der flachen Sicht kommt der Franzose, der sich auf seine ersten Top-Platzierungen lange gedulden musste, richtig gut zurecht. Verblüffend routiniert sagt er: «Ich habe einfach versucht, ruhig zu bleiben und schöne Kurven zu machen. Nicht mehr und nicht weniger.»

Und siehe da: Diese simple Formel funktioniert – und wie. Nach sieben Jahren im Weltcup holt sich der ehemalige vierfache U17-Wasserski-Europameister zum ersten Mal eine der legendären Kuhglocken.

Ganz sicher haben aber auch noch andere Parameter dem Franzosen in die Karten gespielt, oder? Anguenot: «Ja, ich mag dieses Wetter und diese Atmosphäre mit diesem Publikum. Und ich mag eben auch diese eisige Piste mit ihren Wellen und steilen Passagen.» 

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Adelboden hat für ihn ohnehin eine spezielle Bedeutung: «Es war immer mein Lieblingsrennen. Es war mein erstes Weltcuprennen, dann holte ich hier zum ersten Mal Punkte und jetzt mein zweites Podest. Es ist einfach unglaublich.»

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