Beendet
Abfahrt
Zauchensee
Zauchensee
1.
Lindsey Vonn
Lindsey Vonn1:06.24
2.
Kajsa Vickhoff Lie
Kajsa Vickhoff Lie+0.37
3.
Jacqueline Wiles
Jacqueline Wiles+0.48
10.01.2026, 13:24 Uhr

Bis morgen!

Für heute war es das dann auch schon aus Zauchensee! Wir gratulieren Lindsey Vonn zu ihrem 84. Weltcupsieg, schicken Genesungswünsche an Magdalena Egger und bedanken uns fürs Mitlesen! Morgen steht dann ab 12 Uhr ein Super G auf der Kälberloch-Piste an und wir sind natürlich wieder live dabei. Bis dann!

10.01.2026, 13:23 Uhr

Schmitt rettet das Team Swiss

Auch für die Schweiz wäre es fast ein katastrophales Resultat geworden. Verhindert hat dies Janine Schmitt, die mit Startnummer 24 und einem sehr engagierten Auftritt auf Rang fünf gerast ist. Auch Malorie Blanc hat dann auf Rang 13 noch solide abgeliefert, Corinne Suter kam beim Comeback auf Platz 22. Alle anderen Eidgenossinnen haben die Top 30 verpasst.

10.01.2026, 13:22 Uhr

Böse Klatsche für den ÖSV

Aus ÖSV-Sicht war diese Abfahrt eine zum Vergessen. Nicht eine einzige Athletin hat es beim Heimspiel am Kälberloch in die Top 15 geschafft. Beste Österreicherin ist am Ende Cornelia Hütter, die mit über einer Sekunde Rückstand Rang 20 belegt. Nadine Fest (24.), Ariane Rädler (25.), Carmen Spielberger (28.), Mirjam Puchner (29.) und Debütantin Leonie Zegg (30.) haben es immerhin noch in die Punkte geschafft. Überschattet wurde alles von einem Sturz von Magdalena Egger, die mit einer vermeintlichen Knieverletzung ins Krankenhaus geflogen wurde.

10.01.2026, 13:21 Uhr

Aicher wieder stark

Die deutschen Damen haben das Treppchen diesmal zwar verpasst, können aber dennoch auf ein ordentliches Resultat blicken. Emma Aicher wird als beste DSV-Athletin Sechste und verpasst das Podium nur um zwei Zehntel. Kira Weidle-Winkelmann war nur neun Hundertstel langsamer, fällte damit aber schon knapp aus den Top Ten. Fabiana Dorigo hat es nicht in die Punkt geschafft.

10.01.2026, 13:18 Uhr

Nächster Vonn-Hammer am Kälberloch!

Lindsey Vonn setzt kurz vor den Olympischen Spielen ein weiteres dickes Ausrufezeichen und feiert bei der Abfahrt von Zauchensee ihren insgesamt 84. Weltcuperfolg! Die 41-jährige Speedquuen hatte auf verkürzter Strecke die beste Linie und war einmal mehr nicht zu schlagen. Jacqueline Wiles auf Rang drei sorgte aus US-Sicht für ein Traumergebnis, dazwischen schiebt sich die Norwegerin Kajsa Vickhoff Lie.

10.01.2026, 13:13 Uhr

Fabiana Dorigo (GER)

Als letzte Deutsche schiebt sich Fabiana Dorigo aus dem Starthäuschen. Die 27-Jährige hat mit der durch den Schnee immer schlechter werdenden Sicht massive Probleme, kassiert einige Schläge und wird oft weit mitgezogen. Keine Chance auf Punkte für Dorigo!

10.01.2026, 13:08 Uhr

Joana Hählen (SUI)

Joana Hählen war viel Jahre in der Topgruppe unterwegs, sucht aber aktuell weiter nach ihrer Form und fährt dem Feld deutlich hinterher. Auch für die gibt es heute keine Punkte.

10.01.2026, 13:05 Uhr

Lena Wechner (AUT)

Lena Wechner kann das österreichische Publikum auch nicht jubeln lassen. Die 25-Jährige liegt früh deutlich zurück, kriegt kaum Tempo rein und landet ausserhalb der Weltcuppunkte.

10.01.2026, 13:01 Uhr

Nadine Fest und Carmen Spielberger (AUT)

Nadine Fest ist zunächst gut unterwegs, verlässt dann aber plötzlich die optimale Linie und rutscht noch raus aus den Top 15. Carmen Spielberger startet ähnlich stark und nimmt nur drei Zehntel mit in den entscheidenden Mittelteil. Kurz vor Schluss trägt es sie dann aber zu weit ab und es geht noch hinter Fest zurück.

10.01.2026, 12:57 Uhr

Stefanie Grob (SUI)

Stefanie Grob ist auch wieder mal in der Abfahrt dabei, hat ihre Stärken aber eindeutig im Super G und im Riesenslalom. Eine sehr vorsichtige Fahrt endet ausserhalb der Top 30.

Vonn holt sich den Sieg
Schweizer Ski-Hoffnung sorgt für Staunen und erfreuliches Suter-Comeback

Die Abfahrt von Zauchensee wird zur Beute von Lindsey Vonn: Die US-Amerikanerin setzt sich auf der verkürzten Strecke deutlich durch. Aus Schweizer Sicht sorgt Janine Schmitt für einen Lichtblick.
1/10
Schweizer Lichtblick: Janine Schmitt fährt in Zauchensee auf Rang 5.
Foto: keystone-sda.ch
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Das Podest

1. Lindsey Vonn 1:06.24
2. Kajsa Vickhoff Lie +0,37
3. Jacqueline Wiles +0,48

Das Rennen

Gross ist der Jubel bei Lindsey Vonn, als Landsfrau Jacqueline Wiles mit der drittbesten Zeit über die Ziellinie fährt. Die 33-Jährige, welche mit der Startnummer 16 unmittelbar nach der Top-Gruppe ins Rennen gestartet ist, fährt in Zauchensee erst zum vierten Mal in ihrer Karriere auf ein Weltcup-Podest.

Dabei hätte Vonn auch für sich selbst Grund zur Freude, denn: Die 41-Jährige zeigt vor allem in der zweiten Hälfte der verkürzten Strecke eine technisch nahezu perfekte Fahrt und distanziert ihre Konkurrenz mit der Startnummer 6 um 37 Hundertstelsekunden und mehr. Damit feiert sie in Zauchensee ihren zweiten Abfahrtssieg in dieser Saison und baut die Führung in der Disziplinenwertung deutlich aus.

Im Sandwich der beiden US-Amerikanerinnen sorgt Kajsa Vickhoff Lie für eine kleine Überraschung, indem sie zum ersten Mal seit letztem Januar auf das Podium fährt. Den Unterschied macht sie mit dem schnellsten oberen Teil aller Athletinnen.

Die Schweizerinnen

5. Janine Schmitt +0,65
13. Malorie Blanc +0,81
22. Corinne Suter +1,10
31. Delia Durrer +1,52
34. Joana Hählen +1,54
36. Jasmine Flury +1,57
40. Priska Ming-Nufer +1,71
41. Stefanie Grob +1,90
44. Jasmina Suter +2,13

Für die Schweizer Good News sorgt Janine Schmitt: Die Ostschweizerin stösst mit der Startnummer 24 dank einer unerschrockenen Fahrt auf den starken fünften Rang vor. Es ist ihr mit Abstand bestes Weltcup-Resultat – und das beste Ergebnis der Schweizer Speed-Frauen in dieser Saison.

Auch Malorie Blanc legt phasenweise eine schnelle Fahrt ein. Insgesamt kommt sie aber nicht an die Leistung ihrer Teamkollegin heran. Am Ende resultiert Rang 13, womit sie nach den Rennen in Val d'Isère (Ränge 26 und 20) wieder einen Schritt nach vorne macht.

Corinne Suter und Jasmine Flury nehmen das Rennen mit den Startnummern 1 und 2 in Angriff – aufgrund des vielen Schneefalls vor dem Rennen sicher kein Vorteil. Entsprechend verpassen die beiden die Top-Plätze, Flury gar die Weltcup-Punkte. Immerhin: Dass Suter nach ihrer Fussverletzung endlich ihr erstes Saisonrennen bestreiten kann, ist erfreulich.

Priska Ming-Nufer verliert schon im obersten Streckenteil viel Zeit und baut dann einige technische Unsauberkeiten ein. Damit landet sie ausserhalb der Top 30. Gleiches gilt für Delia Durrer, Stefanie Grob, Jasmina Suter und Joana Hählen.

Die Stimmen (gegenüber SRF)

Janine Schmitt: «Es ist sehr, sehr erleichternd. Bis Neujahr ging es nicht so, wie ich es wollte. Das Wichtigste ist, dass ich probiert habe, es zu geniessen und die Schwünge zu zeigen, die ich kann. Wenn man das hinbringt, geht es meistens gut. Der 5. Rang gibt sehr viel Vertrauen und ich probiere, das jetzt in die nächsten Rennen mitzunehmen.»

Corinne Suter: «Ich bin froh, bin ich gefahren. Es war nicht einfach, gleich mit der Startnummer 1 und diesen Bedingungen. Ich fühle mich noch nicht ganz wohl auf dem Ski und traue es mir noch nicht ganz zu. Und mit diesen Bedingungen heute war es schwierig.»

Lindsey Vonn: «Es braucht Emotionen und ich habe sicher viel gegeben heute und mit der Linie riskiert. Aber es sind sicher nicht 100 Prozent meiner Emotionen. Das behalte ich für Cortina. Aber es war schön heute. Die Konditionen waren sicher nicht optimal, aber ich bin gut gefahren.»

Das gab zu reden

Aufgrund des vielen Neuschnees war ein Start von ganz oben von Beginn weg undenkbar. Auch der Plan, wie beim ersten Training am Donnerstag vom Hot-Air-Sprung aus ins Rennen zu steigen, muss am Samstagmorgen verworfen werden. Genutzt wird somit der dritte Reservestart bei der Gamskogelhütte, womit die Fahrzeit nur noch etwas mehr als eine Minute beträgt – deutlich weniger als bei den ersten drei Abfahrten des Winters. Aufgrund der Schwierigkeiten im unteren Streckenteil ist das Rennen trotzdem Weltcup-würdig.

Das gab zu reden II

Bei der Startnummer 17 wird es ruhig im Zielraum von Zauchensee: Die Österreicherin Magdalena Egger kommt kurz nach dem Start zu Fall und prallt heftig in die Sicherheitsnetze. Zwar kommt sie wieder auf die Beine, muss schliesslich aber mit dem Helikopter abtransportiert werden.

Die Bedingungen

Die zahlreichen Helferinnen und Helfer haben ganze Arbeit geleistet: Die Piste ist am Samstagmorgen vom grössten Teil des Neuschnees befreit. Weil auch der Schneefall während des Rennens erst spät einsetzt, herrschen bei –5 Grad Celsius grundsätzlich faire Bedingungen. Die Befürchtung, dass die Strecke mit der Zeit deutlich schneller wird, bewahrheitet sich nicht – die beiden schnellsten Zeiten stammen von den Startnummern 4 und 6. Was allerdings schnell auffällt: Die weiche Piste sorgt für ein eher langsames Rennen.

So gehts weiter

Als zweites Rennen des Weltcup-Wochenendes in Zauchensee steht am Sonntag ein Super-G auf dem Programm. Die erste Athletin wird dann um 12 Uhr ins Rennen steigen.

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