1. Nicol Delago (It) 1:45,28
2. Kira Weidle-Winkelmann (De) +0,20
3. Lindsey Vonn (USA) +0,26
Premiere für Nicol Delago! Mit 30 Jahren feiert die Italienerin nach zuvor fünf Podestplätzen ihren ersten Weltcupsieg. Es ist ein Sieg mit Ankündigug, schliesslich ist Delago bereits im 2. Training die Schnellste. Dabei lässt sich die Italienerin mit ihrer Startnummer 3 von den schlechteren Verhältnissen (siehe «Die Bedingungen») nicht beirren – auch ein kleiner Verschneider im oberen Streckenteil bringt sie nicht aus der Ruhe. Delago zieht ihre Kurven sauber in den Schnee und konserviert das Tempo besser als jede andere und pulverisiert im Ziel die Bestzeit.
Nur drei Fahrerinnen können annähernd mit ihr mithalten. Mit Startnummern 5 und 6 sind dies erst Nina Ortlieb und Kira Weidle-Winkelmann. Allen voran die Deutsche versteht es, ihre Ski laufen zu lassen, obwohl sie stellenweise von der Ideallinie abkommt. Am Ende fehlen ihr zwei Zehntel. Von den zweistelligen Startnummern kommt dann nur noch eine Athletin auf unter eine halbe Sekunde an die Bestzeit heran: Lindsey Vonn holt auf einer schon von leichten Schlägen gezeichneten Piste wohl das Maximum heraus, als sie mit der Elf aufs Podest fährt.
15. Corinne Suter +1,50
21. Janine Schmitt +2,57
23. Priska Ming-Nufer +3,12
25. Delia Durrer +3,19
27. Malorie Blanc +3,21
27. Jasmine Flury 3,21
Stand nach 30 Fahrerinnen
Nach ihrer Verletzung tastet sich Corinne Suter erst noch an die schnellsten Zeiten heran. In Tarvisio legt sie zwar einen schnellen Start hin, danach fehlt aber das letzte Risiko. Immer wieder öffnet Suter im Vergleich zu den Schnellsten in den Kurven ihre Hockeposition. Das kostet bis ins Ziel viel Zeit – weshalb sie auch kurz die rote Laterne übernimmt. Am Ende ist sie mit Platz 15 dennoch beste Schweizerin.
Zwar gibt Suter diese kurze Zeit später ab – als mit Startnummer 17 die zweite Schweizerin folgt, ist das rot-weisse Kreuz aber wieder am Ende des Klassements: Malorie Blanc zeigt zwar eine saubere, aber zu langsame Fahrt. Ohne ersichtlichen Fehler verliert sie über drei Sekunden. Gleiches ist von Jasmine Flury zu sagen – die im Ziel genau gleich schnell wie Blanc abschwingt.
Auch Janine Schmitt – in Zauchensee als Fünfte der Schweizer Lichtblick – kann die bittere Bilanz heute nicht aufpolieren. Schon im ersten Abschnitt verliert sie zu viel Zeit. Dank eines besseren Schlussteils, reicht es aber erneut für Punkte.
Mit den Startnummern 26 und 28 finden Delia Durrer und Priska Ming-Nufer eine Piste mit einigen Schlägen vor – immerhin stechen sie zwei Teamkolleginnen aus.
Feiertag im Hause Delago. Als wäre der Premierensieg auf Weltcupstufe von Nicol nicht schon schön genug, sorgt die zwei Jahre jüngere Schwester Nadia mit Startnummer 29 für neuerlichen Jubel. Denn als alle anderen bereits regelmässig um die drei Sekunden verlieren, fährt sie noch auf Platz 10 nach vorne – ein Platz in den Top 10 ist ihr zuletzt mit einem 5. Platz im Januar 2022 gelungen.
Im Vergleich zum 2. Training ist die Piste in Tarvisio zum Renntag hin etwas aufgeweicht. Ein bedeckter Himmel sowie eine im Rennverlauf nur kurz schwächer werdende Nebelbank sorgen zudem für schwere Sichtverhältnisse.
Am Sonntag ist in Tarvisio auf 11.15 Uhr ein Super-G angesetzt. Die letzten Speedrennen vor den Olympischen Spielen (7. bis 18. Februar) gibt es am 30. und 31. Januar in Crans-Montana.



