Kitzbühel-Training auf der Streif
Franzose stürzt schwer – Odermatt und Monney vorne dabei

Lauberhorn-Überraschungsmann Giovanni Franzoni ist im zweiten Training am schnellsten. Marco Odermatt sieht sich auf der Streif nicht in der Favoritenrolle, überzeugt aber dennoch.
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Überraschungsmann Giovanni Franzoni ist auch im 2. Kitzbühel-Training der Schnellste.
Foto: Sven Thomann
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

Giovanni Franzoni (24) entwickelt sich zum Trainingsweltmeister der Januar-Klassiker: Nach zwei Bestzeiten in Wengen ist der junge Italiener auch in den ersten beiden Trainings auf der Streif der Schnellste – auch wenn er dabei von Bremsschwüngen zahlreicher Konkurrenten profitiert.

Einer, der im Zielschuss gleich mehrere Tempochecks einlegt, ist Marco Odermatt. Am Ende liegt der vierfache Lauberhornsieger 0,96 Sekunden hinter dem Trainingsschnellsten. Die wichtigste Erkenntnis dürfte für ihn sein, dass er den Steilhang besser als jeder andere erwischt und mit 115 km/h ein Spitzentempo in die Fläche mitgenommen hat. Am Ende des Trainings steht er Odermatt an neunter Position. «Es war eine gute Fahrt mit guter Spannung», schätzt er seinen Auftritt danach gegenüber ORF ein.

Abflug verhindert

Bester Schweizer ist wie schon im 1. Training Alexis Monney. Mit einer halben Sekunde Rückstand wird er Fünfter. Einen starken Auftritt zeigt der Alessio Miggiano. Der 23-jährige Zürcher ist erst zum zweiten Mal in Kitzbühel dabei und wird mit teils sehr starken Abschnittszeiten 14. Weit weg von den besten Zeiten ist Franjo von Allmen. Nachdem es ihm am Hausberg die Ski verschlägt, verhindert er einen Abflug nur mit einem Quersteller und fährt danach aufrecht ins Ziel – bis zu diesem Fehler war er Franzoni aber auf den Fersen geblieben.

Dass sich dieser mit seinen Trainingsleistungen zumindest in die Mitfavoritenrolle fährt, sieht auch Odermatt so. Ihn am Samstag zu schlagen, werde schwierig, mutmasst er und vergleicht ihn mit Cyprien Sarazin vor ein paar Jahren. «Sein Grundspeed erinnert stark an Cyp vor zwei Jahren.» Der Franzose gewann damals Ende Dezember erst in Bormio und ein paar Wochen später beide Abfahrten in Kitzbühel.

Franzose Caillot mit Helikopter abtransportiert

Überschattet wird das Training von einem schweren Sturz des Franzosen Ken Caillot. Mit Startnummer 59 verliert er kurz vor der Mausefalle die Kontrolle und stürzt über den Sprung schwer. Das Training wird sofort unterbrochen und der 27-Jährige wird für weitere Untersuchungen per Helikopter in das Spital transportiert. Laut ersten Blick-Informationen war Caillot dabei bei Bewusstsein und befindet sich nicht in Lebensgefahr.

Das 2. Training zum Nachlesen im Ticker

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